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Glücklich im Alter: Wir haben drei Ideen
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Altersfürsorge

Glücklich im Alter: Wir haben drei Ideen

Oft braucht es nur eine gute Idee, um das Leben jenseits der 60 glücklicher zu machen. Wie wäre es damit, selbst mit einer durchzustarten? Hier kommen drei Inspirationen, vielleicht ist ja etwas dabei?

Unser Bild vom Altern ist meist eines, das sich auf Verluste konzentriert: Das Gehör wird schlechter, die Augen auch, und der Rücken, ach, na ja. Kein Wunder also, wenn man manchmal etwas finster beisammen ist, oder? Dabei könnte man diese Geschichte auch ganz anders erzählen: Die meisten Menschen haben im Alter endlich mehr Zeit, mehr Freiheiten, mehr Wissen, mehr Weisheit, mehr Überblick. Und eine bessere Wahrnehmung dafür, was einem guttut und was einen glücklich macht. Dafür dankbar zu sein, hebt die Laune grundlegend. Was außerdem viel Freude macht: mehr soziale Kontakte. Mit Begegnungen, Gesprächen und dem Gefühl, etwas beitragen zu können, fühlt sich das Leben noch viel besser an – und die Gesundheit profitiert gleich mit.

1. Die Telefonkette gegen Einsamkeit

„Guten Morgen, wie hast du geschlafen?“ Wenn bei Ilse das Telefon klingelt, weiß sie schon, wer dran ist: wahrscheinlich Robert, ihr momentaner Partner in der Rufkette. Hat sie mit ihm gesprochen (maximal fünf Minuten sind sinnvoll), ruft sie die Nächste in der Kette an, auch diese Frau lebt allein. Die Idee dieser schmucken Kette: den Tag mit zwei kurzen Gesprächen zu starten, den Austausch zu genießen und einen kurzen Check zu machen, ob alles okay ist, das sorgt für mehr Sicherheit. Einmal pro Monat trifft man sich in solchen Gruppen auch mal im Café, um die Kontakte live zu pflegen.

Und so startet man:

Wer so eine Telefonkette auf den Weg bringen will, kann in verschiedenen Foren (Zeitung, Aushang, Gemeinde, Verein, Facebook etc.) dafür werben und sich mit den Interessierten zum Start treffen. So spürt man schneller, ob die Chemie stimmt, das ist wichtig für den täglichen Call.

2. Ein Zeitpolster für später

Wem der Ruhestand zu ruhig ist, wer sich und sein Können noch einbringen und Kontakte haben will, hat inzwischen eine Menge Möglichkeiten. Neben der unentgeltlichen Arbeit im Ehrenamt (z. B. Gemeinde, Bibliothek, Museum, Tafel, Repaircafé, Schulgarten) kann man auch helfen und gleichzeitig für sich selbst vorsorgen: Das Portal Zeitpolster.com verbindet Hilfswillige mit Menschen, die Unterstützung brauchen. Wer sich engagiert, spart ein sogenanntes Zeitpolster an, aus dem sie oder er später schöpfen kann, wenn selbst Hilfe benötigt wird.

Und so startet man:

Fall es im eigenen Ort noch keine aktive Gruppe gibt, kann man selbst eine gründen und bekommt dafür gratis ein ausgefeiltes Konzept und Online-Schulungen. So viel ist sicher: Statt Langeweile gibt es hier jede Menge Austausch – Glücksgefühle inklusive.

3. Mehr Plätze zum Plaudern

Als Statement gegen die Einsamkeit hat die Caritas im letzten Herbst mit den Innenstadtbetrieben in St. Veit zur Aktion „Plauderplätze“ eingeladen. Vor den Geschäften wurden Sitzgelegenheiten aufgestellt, Freiwillige boten sich zum Gespräch an, ganz entspannt und ohne Konsumzwang.

Und so startet man:

Warum nicht vor der eigenen Tür so einen Plauderplatz einrichten? Geschäftsinhaberinnen fragen? Die Gemeinde bitten, mehr solcher Orte zu schaffen? Und dann ruhig mal Menschen ansprechen, die dort sitzen – mit etwas Feingefühl wird man schnell feststellen, wer Lust auf ein Plauscherl hat. Wer weiß, vielleicht entsteht aus so einer Bekanntschaft sogar eine Freundschaft fürs Leben?

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