Die Menstruationstasse hat viele Vorteile, anders als Tampons und Binden ist sie umweltfreundlich.
Nachhaltige Alternative

Menstruationstasse: 6 Fakten, die wir kennen sollten

Ja, Tampons sind super. Aber verantwortungsbewusste Frauen wollen so viel Müll wie möglich vermeiden – und das klappt bestens dank der Innvation Menstruationstasse, die es auch bei dm gibt. Doch der kleine Silikonbecher hat noch mehr Vorteile.

Wir sprechen offen über Menstruation, deshalb Klartext: Mehr als 16.000 Binden und Tampons verbraucht jede Frau in ihrem Leben. Das ergibt weltweit Milliarden Monatshygieneartikel, die im Müll landen. Und die belasten die Umwelt, denn fast alle konventionellen Binden enthalten schwer bis kaum abbaubare Kunststoffe. Für weiße Tampons wird Baumwolle energieaufwändig gebleicht. Aber es gibt etwas bei Ihrem dm, das die Müllberge während Ihrer Regelblutung verkleinert: Die Menstruationstasse, die gut zehn Jahre lang hält – und sie hat mehr Vorteile als nur ihre Nachhaltigkeit.

Menstruationstasse: Alle Infos, die frau kennen sollte

# 1: Welche Erfahrung gibt es mit der Menstruationstasse?

Inzwischen ist die Menstruationstasse sehr bekannt: Nur vier Prozent der Frauen haben laut einer Umfrage von dm noch nie davon gehört. Hauptsächlich Frauen unter 30 verwenden die Tasse und 36 Prozent aller Testerinnen empfinden sie als nachhaltig. Die Mehrheit der Frauen, die die Tasse noch nie ausprobiert haben, findet die Handhabung kompliziert (27 Prozent), die Hygiene mangelhaft (18 Prozent) und bezweifelt die Auslaufsicherheit (15 Prozent).

Doch Nutzerinnen im Internet berichten vielfach von den Vorteilen: Im Allgemeinen sind Frauen mit dem Cup als Tampon-Ersatz sehr zufrieden. Viele Cup-Neulinge schreiben, dass sie anfangs skeptisch waren und das Einführen sowie das Entfernen der Tasse etwas Übung braucht. Doch sobald die Routine da sei, sei die Tasse im Unterleib nicht mehr spürbar.

# 2: Wie setze ich die Menstruationstasse richtig ein?

Beim Einführen wie auch beim Entfernen ist es ganz Ihnen überlassen, ob sie das im Sitzen oder im Stehen erledigen. Wichtig bei beidem: vorher Hände waschen! Vor dem ersten Einführen sollten Sie außerdem prüfen, ob die Luftlöcher am oberen Rand der Menstruationstasse geöffnet sind. Nur dadurch entsteht der Unterdruck nach dem Einführen, durch den die Tasse hält und vorm Auslaufen schützt!

Es gibt verschiedene Techniken, die Menstruationstasse zu falten. Die wohl leichteste davon ist die C-Faltung, auch Herzfaltung genannt. Dabei drücken Sie die Tasse einfach in die Form des Buchstaben C. Wenn es mit der C-Faltung nicht klappt: Informieren Sie sich auf der Website des Herstellers Ihrer Tasse nach weiteren Falt-Möglichkeiten.

Ist die Tasse gefaltet, halten Sie sie gut fest und führen Sie sie mit dem dicken oberen Rand voran in die Scheide ein. Ein bisschen Wasser oder Gleitgel helfen beim Einführen. Den Cup bitte nicht so weit einführen wie Tampons. Er soll im unteren Bereich der Scheide über dem Schambein sitzen. Die Tasse entfaltet sich im Unterleib nach einiger Zeit durch natürliche Bewegung von alleine.

Prüfen Sie zum Schluss, dass die Menstruationstasse auch dichthält: Fahren Sie dafür mit dem Finger um die Menstruationstasse herum. Wenn sie sich vollständig geöffnet hat und sich drehen lässt, sitzt sie richtig. Und keine Angst: Der entstandene Unterdruck hält sie fest an ihrem Platz.

# 3: Wie entferne ich die Menstruationstasse?

Am einfachsten entfernen Sie die Tasse so: Greifen Sie mit Daumen und Zeigefinger den Boden der Tasse und drücken Sie diesen leicht zusammen, um den Unterdruck zu lösen. Danach können Sie die Tasse langsam mit zwei oder mehr Fingern rausziehen. Beim Entfernen können Sie sie leicht hin und her bewegen. Wichtig: nicht einfach am Stiel ziehen, sondern immer zuerst den Unterdruck lösen. Sonst kann das Entfernen sehr schmerzhaft werden. Anschließend können Sie den Inhalt in die Toilette leeren.

Tipp: Sollte die Tasse einmal feststecken (ja, das kann passieren), dann ist das oberste Gebot: Ruhe bewahren! Wenn Sie sich (und Ihre Beckenbodenmuskulatur) entspannen, in die Hocke gehen und pressen, sollte die Tasse bald raus sein. Oder: mit zwei Fingern den oberen Rand des Cups leicht zusammendrücken – dadurch löst sich der Unterdruck.

# 4: Wie reinige ich meine Menstruationstasse?

Zum ersten Mal reinigen sollten Sie die Menstruationstasse VOR dem ersten Gebrauch. Am besten mit klarem Wasser kurz ausspülen und anschließend 20 Minuten lang auskochen. Während der Periode reicht es dann völlig aus, die Tasse zwischendurch mit kaltem Wasser auszuspülen. Nach den Tagen ist wieder abkochen angesagt – fünf Minuten reichen dafür aus. Damit die Menstruationstasse beim Auskochen nicht beschädigt wird gibt es einen tollen Tipp: Klemmen Sie sie in einen Schneebesen. Dadurch berührt sie den heißen Boden des Topfes nicht. Bis zur nächsten Menstruation können Sie die Tasse ganz einfach in einem Stoffsäckchen aufbewahren. Viele Hersteller liefern dieses bereits mit. Bei guter Reinigung und Pflege kann die Tasse bis zu zehn Jahre halten!

# 5: Was, wenn die Tasse ausläuft?

Das kann verschiedene Ursachen haben:

  1. Die Tasse ist voll: Wenn Sie eine sehr strake Blutung haben, kann es sein, dass die Tasse schnell voll ist und Sie sie öfter leeren müssen, als der Hersteller empfiehlt.
  2. Der Cup hat sich nicht entfaltet: Verschiedene Hersteller empfehlen unterschiedliche Falttechniken – wenn es mit der einen nicht klappt, versuchen Sie am besten eine andere. Oder: Probieren Sie es mit einer Tasse in einer anderen Größe bzw. mit einem anderen Härtegrad. Wenn sich die Menstruationstasse im Körper nicht richtig entfaltet, entsteht kein Unterdruck und Blut kann vorbeilaufen. Gewöhnen Sie sich zudem an, die Tasse nach dem Einführen immer zu drehen und eventuell leicht nach unten zu ziehen. Das verhindert unerwünschte Knicke und stellt sicher, dass sich der Unterdruck bildet. Und die Tasse bekommt genug Platz, sich zu entfalten.
  3. Die Tasse sitzt am falschen Platz: Bei manchen Frauen senkt sich der Gebärmutterhals während des Menstruationszyklus und neigt sich auf eine Seite. Besonders wenn Sie einen niedrig sitzenden Gebärmutterhals haben, achten Sie deshalb darauf, dass Sie den Cup nicht zu weit in die Scheide hineinschieben. Sonst fließt das Blut an der Tasse vorbei anstatt aufgefangen zu werden.

# 6: Menstruationstasse: Gibt es Nachteile?

Wirklich gravierende Nachteile hat die Menstruationstasse nicht, ein paar Dinge sollten Sie aber vor dem Kauf bedenken. Wie schon erwähnt braucht das Einführen einer Menstruationstasse etwas Übung. Da sind Binden und Tampons leichter zu handhaben. Außerdem braucht die Tasse mehr Pflege: Während wir Tampons und Co nach dem Tragen einfach in den Mülleimer werfen, will der Cup regelmäßig gereinigt werden.

Und, ganz wichtig, wenn Sie aus Umweltgründen auf die Tasse umsteigen wollen: Seien Sie bei der Wahl der richtigen Menstruationstasse ruhig wählerisch. Denn billige Cups bestehen zum Teil aus TPE. Das ist ein Kunststoff, der aus Erdöl hergestellt wird, und durch gesundheitsschädliche Inhaltsstoffe belastet sein kann. Besser: Eine Tasse aus medizinischem Silikon kaufen. Und mit etwas Übung klappt auch das Einführen und Entfernen bald wie am Schnürl.

Unser Tipp

Im Sortiment von dm gibt es die Menstruationstasse in vielen Ausführungen und das passende Reinigungsmaterial dazu.

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