SwaF goes Wild: Schritt für Schritt zueinander
Im Rahmen der großen dm Initiative stellen wir in den kommenden Monaten Menschen und Organisationen vor, deren Engagement inspiriert. Dieses Mal das Projekt SwaF goes Wild.
Eine Gruppe von Menschen wandert durch die Rax, ein Mittelgebirge in Niederösterreich. Alle Altersschichten sind vertreten, die verschiedensten kulturellen, gesellschaftlichen und sprachlichen Hintergründe. Aber das macht nichts, denn Bewegung und gemeinsame Zeit in der Natur benötigen nicht viel mehr als Präsenz. Angekommen am Rastplatz verwandelt sich die Picknickdecke in einen Gabentisch: Alle bringen etwas mit, man isst zusammen, tauscht Rezepte, teilt. „Sport macht Spaß und ist eine Möglichkeit, Barrieren abzubauen“, sagt Lynn Feltgen. Sie hat das Projekt namens SwaF goes Wild konzipiert und gemeinsam mit anderen Freiwilligen realisiert.
Es startet mit Freunden
Lynn ist eine von derzeit 30 Freiwilligen bei Start with a Friend Austria (SwaF), einem Verein, der Geflüchtete und Menschen, die schon länger in Österreich heimisch sind, zusammenbringt. Seit der Gründung 2018 wurden unzählige Infoabende, Stammtische und sogenannte Tandem-Freundschaften organisiert, um Menschen den Einstieg in ihr neues Leben zu erleichtern. Die Sozialpädagogin Lynn über die Herausforderungen: „Man kommt in einem Land an, kennt niemanden, fühlt sich isoliert. Was helfen kann: Bewegung!“ Gemeinsam mit Kultur-und Sozialanthropologin Silke Reiter leitet sie SwaF goes Wild, das 2024 vom Österreichischen Integrationsfonds ausgezeichnet wurde.
Bewegung als Brücke
Das Herzstück des Projekts sind gemeinsame Wanderungen, sechs Mal pro Jahr, drei davon in Wien. Bewusst niedrigschwellig, damit auch jene teilnehmen können, die über keine Sportausrüstung oder gute Kondition verfügen. „Wir freuen uns, wenn wir
ins Bergland fahren können. Aber die Anreise ist teuer und da wir ein ehrenamtlicher Verein sind, der sich nur durch Spenden und Förderungen finanziert, geht das nicht immer“, sagt Silke. Hindernisse stoppen die Gruppe aber nicht: „Auch als jemand im Rollstuhl mit dabei war, halfen alle zusammen, jede Hürde wurde gemeistert.“ Teilnehmerin Fartun, die ursprünglich aus Somalia kommt, über das Teamwork: „Die gemeinsamen Aktivitäten helfen uns, aktiv zu bleiben und neue Energie zu tanken.“
Die wachsende Community rund um die SwaF-Projekte zeigt, wie wichtig Austausch und Begegnung sind. Denn Einsamkeit betrifft nicht nur Geflüchtete, sondern viele Menschen. „Wir wollen motivieren, mit anderen etwas zu erleben“, erklärt Silke. „Viele sehen unseren Verein mittlerweile sogar als Familie!“
Machen Sie mit – und anderen Lust an Zukunft!
Sie setzen sich für eine lebenswerte Zukunft ein? Arbeiten allein oder mit Freundinnen und Freunden für ein besseres Miteinander, Chancengleichheit oder eine gesunde Umwelt? Dann können Sie auf der Mitmach-Plattform dm-lustanzukunft.at von Ihrem Einsatz erzählen – und damit andere inspirieren, ebenfalls aktiv zu werden. Als kleines Dankeschön werden unter allen Einreichungen, die bis Juni erfolgen, Überraschungen verlost. Auch Vereine, Initiativen und gemeinnützige Organisationen können unter dm-lustanzukunft.at ihre Projekte vorstellen und sie so bekannter machen. Besonders innovative und wirksame werden im Oktober prämiert und von dm drogerie markt finanziell unterstützt.