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Schwangerschaftswochen: Übers Zählen und was Ihnen jetzt gut tut

Wichtig für Mutter & Baby

Schwangerschaftswochen: Übers Zählen und was Ihnen jetzt gut tut

Sie sind schwanger? Willkommen im Club der werdenden Mütter! Von nun an werden Sie in Schwangerschaftswochen denken, bis zur magischen Zahl 40. Doch was gilt es in den kommenden neun Monaten zu beachten?

Der Schwangerschaftstest war positiv – und Ihre Frauenärztin hat die Schwangerschaft bestätigt? Herzlichen Glückwunsch! Jetzt wird der gelbe Mutter-Kind-Pass ausgestellt – ein Dokument, das nun zu Ihrem ständigen Begleiter wird. Dort werden die Schwangerschaftswochen übrigens mit „+2“ oder „+3“ usw. eingetragen. Wir erklären, was hinter dieser Zählweise steckt und sagen, was Ihnen und Ihrem Baby in den kommenden 40 Wochen gut tun könnte und wovon eher abzuraten ist. (Übrigens: So können Sie Ihre Schwangerschaft originell verkünden.)

Schwangerschaftswochen: So wird gezählt!

Die Zählweise der Schwangerschaftswochen (kurz: SSW) kann ganz schön verwirrend sein. Denn was kaum eine Frau weiß, bevor sie nicht selber schwanger ist: Die erste Schwangerschaftswoche beginnt rein rechnerisch schon mit dem ersten Tag der letzten Regelblutung. Natürlich besteht zu diesem Zeitpunkt noch keine Schwangerschaft, aber die Befruchtung erfolgte in diesem Zyklus, darum die Rechnung der Schwangerschaftswochen.

Im Mutter-Kind-Pass wird die Schwangerschaftsdauer dann immer durch die Angabe der bereits „absolvierten“ Schwangerschaftswochen plus der einzelnen Tage, die darüber hinaus gehen, angegeben. 20+0 SSW bedeutet also, dass die Schwangerschaft seit genau 20 Wochen besteht. 20+1 bedeutet, dass die Schwangerschaft seit 20 Wochen + 1 Tag besteht und markiert gleichzeitig den Beginn der 21. Schwangerschaftswoche.

Das Zählen der einzelnen Tage in den Schwangerschaftswochen ist durchaus sinnvoll und bietet eine bessere Orientierung als das reine Zählen von Wochen. Besonders bei Frühchen kann das wichtig sein. Schließlich ist jeder Tag, den das Ungeborene im Bauch der Mutter verbringt, wertvoll und wichtig für die spätere Entwicklung und Gesundheit des Babys.

6. bis 12. Woche: Viel rasten & auf leichten Sport setzen

Schon jetzt sollten Sie ganz besonders auf sich achten, denn Ihr Körper leistet bereits jede Menge. Darum sind auch viele Frauen besonders zu Beginn der Schwangerschaft sehr müde und fühlen sich ausgelaugt. Schlafprobleme sind meist noch kein Thema, können aber auftreten.

Sportarten mit besonderer Verletzungsgefahr, wie etwa Reiten, Tauchen oder Skifahren, sollten schon jetzt tabu sein. Auch Leistungssportlerinnen sollten ihren intensiven Trainingsplan im Idealfall mit Gynäkologin oder Gynäkologen abklären.

Ideal ist in der Schwangerschaft leichtes Training, bei dem man nicht außer Atem kommt. Besonders geeignet sind Yoga, Aquafitness, Radfahren und Walken. Aber auch gegen Joggen spricht nichts – sofern Sie eine erfahrene Läuferin sind und sich dabei wohl fühlen.

Ab der 18. Woche: Massagen genießen & auf hohe Schuhe verzichten

Die Schwangerschaft ist mittlerweile deutlich sichtbar. Viele Frauen leiden nun unter Wassereinlagerungen, Rückenschmerzen und Vergesslichkeit. Besonders jetzt tun Fuß- und Nackenmassagen gut. Um Dehnungsstreifen vorzubeugen, sollten Sie auch den Babybauch regelmäßig einölen. Auf diese Weise soll sich auch schon die Bindung zum Baby stärken lassen.

Wer unter Wadenkrämpfen leidet, sollte High Heels schon mit Beginn des 2. Trimesters gegen flache, bequeme Schuhe tauschen. Zudem sind durch die hormonelle Umstellung Ihre Bänder weich und elastisch geworden und können durch High Heels leicht überdehnt oder geschädigt werden.

Ab der 25. Woche: Nicht mehr am Rücken schlafen

Mit Beginn des 3. Trimesters sollten Sie nicht mehr auf dem Rücken schlafen. Denn eine englische Studie zeigt: Bei Rückenschläferinnen ist das Risiko für eine Totgeburt erhöht. Die ideale Schlafposition für Frauen im 3. Trimester ist somit die Seitenlage, die von vielen Schwangeren ohnehin automatisch eingenommen wird, weil sie am bequemsten ist. Übrigens: Die Seitenlage rechts ist angeblich weniger empfehlenswert, da es dadurch vermehrt zu Sodbrennen kommen kann. Werdende Mütter kennen es zudem, dass ihr Ungeborenes sich gegen die rechte Seitenlage mit heftigen Bewegungen wehrt.

Ab der 28. Woche: Fliegen nur mit ärztlichem Attest

Fliegen an sich ist ungefährlich für Ihr Baby, aber Fluglinien gehen mit dem Transport von Hochschwangeren ein Risiko ein – schließlich möchte niemand, dass Sie in 15 km Flughöhe entbinden. Generell lautet daher die Empfehlung: Ab der 28. Woche nur noch mit ärztlicher Bestätigung fliegen und ab der 36. Woche gar nicht mehr ins Flugzeug steigen.

Ab der 37. Woche: Himbeerblättertee trinken & Damm massieren

Himbeerblättertee wird von vielen Hebammen empfohlen, um die Geburt leichter und kürzer zu machen. Dem Tee wird zugesprochen, dass er Gebärmutter, Beckenboden und Muttermund entspannt. Da er angeblich auch wehenfördernd wirkt, sollte er nicht vor der 34. SSW getrunken werden. Dosierung: 1 Tasse täglich mit 1bis 2 TL Himbeerblättern.

Bei der Damm-Massage geht es darum, den Damm auf die Anstrengung der Geburt vorzubereiten und einem Riss vorzubeugen. Die tägliche Massage sorgt dafür, dass der Damm weicher wird, zudem gewöhnt man sich an das Gefühl der Dehnung, das einen bei der Geburt erwartet. Zur Massage eignen sich sanfte Öle wie Mandel- und Jojobaöl, es gibt aber auch spezielle Damm-Öle zu kaufen.

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