Veganes Leder: Welche Lederalternativen es gibt
Diese Zusammenfassung wurde mit KI erstellt und menschlich kontrolliert
Was ist veganes Leder?
Man könnte sagen, veganes Leder ist das, was schon lange als Kunstleder oder Lederimitat in den Läden hängt. Grundsätzlich geht es also um Materialien mit ähnlichen Eigenschaften und vergleichbarer Optik zu echtem Leder, nur eben ohne aus tierischer Haut zu bestehen. Veganes Leder zeichnet sich außerdem dadurch aus, dass auch in Klebstoffen, Trägermaterialien und Ähnlichem keine Stoffe tierischen Ursprungs verwendet werden. Je nach Herstellungsverfahren können Lederalternativen optisch echtem Leder ähneln.Veganes Leder: drei verbreitete Lederalternativen
1. Piñatex
Entwickelt wurde das lederähnliche Material von dem englischen Unternehmen Ananas Anam. Verwendung findet Piñatex unter anderem in Mode und Interior.
Der Rohstoff
„Ananas Anam stellt mithilfe patentierter Technologien Textilien aus Ananasblattfasern her, die bei der Ananasernte anfallen“, erklärt Gründerin Carmen Hijosa.
Materialangaben und Herstellerinformationen
Piñatex wird laut Hersteller ohne Bestandteile tierischen Ursprungs hergestellt. Für das Material werden Fasern aus Ananasblättern genutzt, die bei der Ernte anfallen.
Die Eigenschaften
Piñatex wird für Anwendungen eingesetzt, bei denen ein leichtes, wasserabweisendes und lederähnliches Material gefragt ist. Der Hersteller beschreibt das Material als strapazierfähig und atmungsaktiv. Die Preise für Piñatex liegen laut Hersteller je nach Ausführung zwischen 25 und 37 Euro pro Quadratmeter. Lederpreise variieren je nach Qualität, Herkunft und Verarbeitung.
2. Desserto
Die Mexikaner Arián López Velarde und Marte Cázarez setzen für ihre Lederalternative, die unter anderem in Mode und Automobil-Interieur eingesetzt wird, auf Kaktusgewächse.
Der Rohstoff
Desserto wird aus den abgeernteten Scheiben des Feigenkaktus, auch Nopal genannt, gewonnen.
Materialangaben und Herstellerinformationen
Desserto ist laut Hersteller eine vegane Lederalternative auf Kaktusbasis. Der angegebene biobasierte Anteil kann je nach Materialausführung variieren. Für konkrete Angaben zur Zusammensetzung und Berechnungsmethode sollten die jeweiligen Herstellerinformationen herangezogen werden.
Die Eigenschaften
Kaktusleder ist atmungsaktiv, widerstandsfähig und für verschiedene Anwendungen in Mode und Interieur geeignet.
3. Mirum x Tencel
Dieses Material entstand aus der Zusammenarbeit zweier Hersteller für alternative Materialien: Natural Fiber Welding (NFW) in Illinois/USA und dem österreichischen Faserhersteller Lenzing. Es eignet sich laut Hersteller für Mode, Accessoires, Polstermöbel, Automobile und weitere Anwendungen.
Der Rohstoff
Mirum enthält unter anderem Naturkautschuk und pflanzliche Bestandteile. „Ziel war es, eine Lederalternative ohne tierische Bestandteile zu entwickeln“, so Oihana Elizalde, Vice President der Natural Fiber Welding.
Materialangaben und Herstellerinformationen
Laut Hersteller wird Mirum ohne zugesetzte Kunststoffe hergestellt. Angaben zu Rückverfolgbarkeit, Rücknahme und Recyclingmöglichkeiten hängen vom jeweiligen Produkt und Verwertungssystem ab.
Die Eigenschaften
Das Material wird als weich beschrieben und soll sich angenehm auf der Haut anfühlen. Laut Hersteller verfügt es außerdem über ein gutes Feuchtigkeitsmanagement.
So pflegen Sie Ihre Lieblingsstücke aus veganem Leder
Kleidungsstücke aus veganem Leder sollten nach Pflegeetikett gereinigt werden. Manche Materialien können bei niedrigen Temperaturen gewaschen werden. Ob das jeweilige Material für Trockner oder Bügeleisen geeignet ist, steht auf dem Pflegeetikett.
Bei Schuhen werden grobe Verunreinigungen mit einer weichen Bürste entfernt. Hartnäckigerer Schmutz lässt sich häufig mit einem feuchten Tuch und etwas milder Seife entfernen. Schuhe aus veganem Leder sollten mit einem Pflegemittel behandelt werden, das für das jeweilige Obermaterial geeignet ist. Hinweise des Herstellers beachten.
Flecken auf Einrichtungsstücken aus Lederalternativen werden am besten vorsichtig mit einem feuchten Tuch oder Papiertuch und Wasser oder einer milden Spülmittellösung abgetupft. Dabei sollte behutsam vorgegangen werden – vermeiden Sie starkes Schrubben.