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Trockene Haut: 7 Problemzonen – und was sie zart macht

Trockene Haut neigt im Winter besonders zu Problemzonen - wir haben Tipps für die richtige Pflege, damit Sie streichelzarte Haut bekommen.

Ein rissiger Baumstamm erinnert an trockene Haut. Wir haben Tipps für Ihre Problemzonen.
Ein rissiger Baumstamm erinnert an trockene Haut. Wir haben Tipps für Ihre Problemzonen.

Trockene, juckende und rissige Haut im Winter ist ein ungeliebter, aber häufig gesehener Begleiter. (Allerdings gib es trockene Haut auch im Sommer!) Hauptursache dafür: der Wechsel zwischen warmer Heizungsluft und klirrender Kälte im Freien. Einzelne, trockene Hautstellen brauchen eine besondere Pflege. Diese Problemzonen weisen in der Regel aber auch darauf hin, dass der restliche Teil des Körpers auch wenig Feuchtigkeit hat – solch trockene Haut braucht schleunigst Behandlung. Natürlich gibt es Ausnahmen: Bei bestimmten Hauterkrankungen kann die Haut an manchen Stellen ebenfalls austrocknen.

Für Menschen mit gesunder Haut gilt: Am meisten betroffen sind im Winter oft jene Hautstellen, die während des gesamten Jahres zu wenig Aufmerksamkeit bekommen. Dazu gehören zum Beispiel die Ellenbogen. „Meiner Meinung nach wird die ganze Haut stiefmütterlich behandelt, an manchen Stellen kommt dies aber besonders zur Geltung“, sagt Verena Beck, Dermatologin in Wien. Ihre Tipps für trockene Haut und deren speziellen Problemzonen:

Trockene Haut: Tipps für Problemzonen

Problemzone 1: Trockene Wangen

Zu den trockenen Stellen im Gesicht gehören unter anderem die Wangen. Sie werden weder vom Schal noch von der Haube geschützt und sind den kalten Temperaturen im Winter direkt ausgesetzt.

Tipp: Wer im Winter länger draußen ist, sollte deshalb eine Kälteschutzcreme auf die Wangen auftragen. Das gilt insbesondere für Kinder. „Idealerweise ist diese mit Lichtschutzfaktor versehen, weil die Wintersonne nicht zu unterschätzen ist“, erklärt Beck. Sie rät zu Kombinationsprodukten, die gleichzeitig vor Kälte und Sonne schützen.

Problemzone 2: Spröde Lippen

Spröde, trockene Lippen sind das Sorgenkind vieler Menschen im Winter. Die zarte Haut trocknet sofort aus, wenn man sie mit der Zunge kurz befeuchtet und kalter Wind darüber weht. Aus spröden Lippen kann sich ein unangenehmes, juckendes Lippenekzem entwickeln.

Tipp: Was hilft bei trockenen Lippen? Erste-Hilfe-Maßnahmen sind rückfettende Substanzen, die mehrmals täglich aufgetragen werden sollten. Dermatologin Beck rät zu natürlichen Lippenpflegeprodukten ohne Duftstoffen, Allergenen und Parabenen.

Problemzone 5: Rissige Haut an den Händen

Kälte ist ein starker Risikofaktor für die Hände. Wer keine Handschuhe verwendet läuft Gefahr, sie noch mehr auszutrocknen und die Haut dadurch zu schädigen.

Tipp: Deshalb empfiehlt sich auch hier: Wer länger draußen ist, sollte eine Kälteschutzcreme auf die trockenen Hände auftragen. Zur Grippezeit wird häufiges Händewaschen zwar empfohlen, um die Übertragung von Viren zu vermeiden. Dadurch trocknen die Hände aber meist zusätzlich aus. Gerade wenn Seife verwendet und danach nicht eingecremt wird. Hautärztin Beck weist auf hochwertige Handpflegeprodukte hin, zum Beispiel hautschonende, rückfettende Waschlotionen. „Danach sollte man die Hände unbedingt einschmieren – am besten mehrmals täglich mit einer gut einziehenden Creme.“

Problemzone 6: Trockene Beine

Viele Frauen leiden unter trockenen Hautstellen an den Beinen. Oft trocknet die Haut durch das Rasieren zusätzlich aus. Vor allem dann, wenn danach keine Creme aufgetragen wird. Es kann zu Schuppungen, Entzündungen und Ekzemen kommen.

Tipp: „Die Beine sollten im Winter mit einer reichhaltigen Körperlotion mit hohem Lipidanteil eingecremt werden“, sagt die Expertin. Enthält die Pflege Harnstoff, wirkt sie nachhaltig rückfettend.

Problemzone 7: Rissige & trockene Füße

Auch rissige Fersen und trockene Fußsohlen sind im Winter keine Seltenheit. „Das hängt mitunter damit zusammen, dass man im Winter andere Schuhe trägt, die andere Druckstellen erzeugen“, weiß Beck.

Tipp: Hier lässt sich schon frühzeitig vorbeugen: Eine Pediküre nach dem Sommer hilft, um die Füße zu pflegen und überschüssige Haut abzutragen. Wenn es kälter und kälter wird, sollte auf fettere Fußcremen mit Harnstoffanteil umgestiegen werden. Um trockener Haut entgegenzuwirken, brauchen es die Füße stets warm. Aber Vorsicht: Wenn sie schwitzen, steigt die Gefahr von Fußpilz. Da hilft nur Vorbeugen: Nach dem Duschen die Zehenzwischenräume gut abtrocknen und eincremen. Der Winter ist übrigens die ideale Zeit, um mit dem Lackieren der Fußnägel zu pausieren. „So sieht man, was sich unter dem Nagellack befindet, ob die Nägel in Ordnung sind oder sich vielleicht ein Nagelpilz eingeschlichen hat“, erläutert Beck.

Hautärztin Verena Beck

Verena Beck ist Fachärztin für Haut- und Geschlechtskrankheiten in Wien.


2 Januar 2019 | Text: Maria Kapeller | Fotos: Stocksy; Fotoquelle: Barbara Nidetzky

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