Kämpferstreifen sollten sie eigentlich heißen. Denn schließlich sind die Dehnungsstreifen entstanden, weil Sie einem kleinen Lebewesen den Schutz und die Geborgenheit zum Wachsen gegeben haben. Was in der Zeit alles im Bauch passiert, ist sowieso ein Wunder! Für viele Frauen sind die kleinen Hautrisse nach einer Schwangerschaft jedoch ein Schönheitsmakel, unter dem das Selbstbewusstsein stark leidet. Die lästigen Streifen entstehen in der Schwangerschaft durch einen veränderten Hormonhaushalt, der die Haut dünner werden lässt. Zusätzlich wird das Gewebe stark gedehnt und reißt deshalb leicht ein. Mit einigen Tipps können Schwangere versuchen, Dehnungsstreifen vorzubeugen.

Wie werde ich Dehnungsstreifen wieder los?

Im Grunde genommen bedarf es einer Reihe von Rundum-Maßnahmen. Zum einen muss das vorhandene Bindegewebe gestärkt werden. Zum anderen das Gewebe in den Hautrissen zur Selbstheilung angeregt werden. Einfache Hausmittel, um die Dehnungsstreifen im Handumdrehen zu entfernen, gibt es leider nicht. Schließlich sind es Hautverletzungen, die wie andere Narben auch bleiben. Dehnungsstreifen verblassen mit der Zeit von allein, bleiben aber als weißliche Linien zurück. Komplett entfernen lassen sich Schwangerschaftsstreifen nicht, der Schaden ist leider dauerhaft.

 

4 Möglichkeiten gegen Dehnungsstreifen

  1. Dehnungsstreifen mit Cremes mildern

    Wegcremen können Sie Dehnungsstreifen zwar nicht, aber spezielle Cremes können die Intensität und Sichtbarkeit der Streifen mildern. Die Cremes enthalten besonders viel Vitamin E, das die Reparaturmechanismen der Haut anregt und unterstützt. Zusätzlich können spezielle Narbenöle und viel Zink das Hautbild deutlich verbessern. Besonders zinkreich sind Hülsenfrüchte, Käse und Gemüse wie Brokkoli, Spinat und Rosenkohl.

  2. Dehnungsstreifen lasern

    Empfinden Sie die kleinen Narben als starke Belastung, wird das Lasern als effektivste Methode gehandelt, um Dehnungsstreifen zu mindern. Dabei gibt es je nach Beschaffenheit der Risse unterschiedliche Behandlungsmöglichkeiten.
    Der Farbstoff Laser zerstört die Blutgefäße in den oberen Hautschichten und eignet sich vor allem für sehr frische Risse und Narben. Diese verblassen schneller und bleiben nicht dunkelrot oder lila zurück.

    Als besonders vielversprechend gilt jedoch die Behandlung mit dem Fraxel CO2-Laser. Diese Laserart verursacht kleine Löcher in den unteren Hautschichten und regt so die Bildung von neuem Bindegewebe an. Wie viele Lasersitzungen jeweils nötig sind und ob die Behandlung überhaupt geeignet ist, muss ganz individuell mit dem Arzt festgelegt werden und hängt von der Beschaffenheit des Gewebes ab.

  3. Dehnungsstreifen mit Microneedling behandeln

    Ziel der Microneedling-Behandlung ist es, die Kollagenbildung der Haut anzuregen. Dazu wird die Haut mit kleinen Nadeln verletzt. Die Miniwunden werden zusätzlich meist mit einem Serum versorgt, das die Heilung fördern soll. Die Effektivität wird von Experten ähnlich hoch eingeschätzt wie das Lasern. Allerdings sollte Microneedling nur von qualifizierten Ärzten durchgeführt werden.

  4. Dehnungsstreifen vs. Ultraschall

    Eine weitere, aber auch sanftere Möglichkeit Dehnungsstreifen zu entfernen ist die Ultraschallbehandlung. Da durch die Risse im Gewebe kleine Lücken entstanden sind, regen die Schwingungen des Ultraschalls die Aufnahme von körpereigenen Stoffen an, die das Gewebe reparieren. Das fördert auch die Durchblutung in unserem Körper und hilft beim Reparaturvorgang.