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Cellulite: Wie wir die Grübchen lieben lernen

Dellen, na und?

Cellulite: Wie wir die Grübchen lieben lernen

Ob Sie Cellulite oder Orangenhaut zu den Dellen an Oberschenkeln, Bauch oder Po sagen: So gut wie jede Frau entdeckt sie irgendwann an sich. Wir verraten, wie Sie die kleinen Fettpölsterchen loswerden – oder sich einfach an sie gewöhnen.  
Gerade in der Bikini-Saison nach dem Waxing, wenn wir mehr Haut zeigen, schafft es Cellulite regelmäßig ins allgemeine Bewusstsein. Dabei will uns die Natur mit diesen Grübchen das Leben eigentlich gar nicht schwermachen, im Gegenteil!
 
Ganz abgesehen davon, dass sie keine körperlichen Beschwerden verursachen, sorgen sie vielmehr dafür, dass dem weiblichen Körper genügend Nahrungsreserven zur Verfügung stehen, etwa in der Schwangerschaft.
Viel zu lange wurden die Dellen zu einem optischen Makel erklärt. Das Bild eines perfekten, straffen Körpers hat, nicht zuletzt aufgrund diverser retuschierter Bilder in Hochglanzmagazinen, dominiert.
  
Doch diese Zeiten sind zum Glück vorbei. Selbstliebe und Selbstakzeptanz nehmen einen immer höheren Stellenwert ein. Statt Bodyshaming tritt endlich Bodyneutrality auf den Plan. Und viel wichtiger, als Cellulite zu bekämpfen, ist ohnehin, sich fit zu halten. Dass die Dellen bei gezieltem Training und gesunder Ernährung auch flacher werden und die Hüftregion straffer wird, ist dann einfach ein netter Nebeneffekt.


Cellulite: Was wir darüber wissen müssen 

Sind nur Frauen betroffen?

Cellulite ist Frauensache. Das liegt an der Hautstruktur – sie ist bei Männerhaut wesentlich dünner. Das weibliche Unterhautgewebe enthält weit mehr Fettzellen in sogenannten Fettdepots, die um ihr Zehnfaches anwachsen und sich dann durch die feinen Stränge des weiblichen Bindegewebes drücken können. Gene und Hormone wie Östrogen tun ihr Übriges dazu, dass sich Fett vor allem an Po, Bauch und Oberschenkeln einlagert.


Orangenhaut: So beugen wir vor

Je nach Studie haben bis zu 98 Prozent aller Frauen ab dem 20. Lebensjahr Orangenhaut. Wie ausgeprägt sie ist, hängt vor allem vom Bindegewebe und den darunter liegenden Fettpölsterchen ab. Ein gesunder Lebensstil hilft, nicht nur die Haut im Gesicht glatter zu halten. 

So optimiert etwa eine ausgewogene Ernährung mit wenig tierischem Eiweiß den Stoffwechsel. Salz und Zucker sorgen hingegen für Wassereinlagerungen im Gewebe – und diese Ansammlungen fördern wiederum das optische Erscheinungsbild von Cellulite. Auf Alkohol und Nikotin sollten Sie zum Wohle Ihres Körpers ohnehin weitgehend verzichten.


Sport stärkt das Gewebe

Regelmäßiger Sport beugt Cellulite und Dehnungsstreifen nicht nur vor, er hilft auch, die Grübchen zu vermindern. Kraftübungen stärken die Unterhaut und die antrainierten Muskeln begünstigen ein glattes Hautbild.
 
Sie brauchen aber keine speziellen Gerätschaften, um die Muskulatur zu stärken. Ein ganzheitliches Training mit dem eigenen Körpergewicht (Kniebeugen, Ausfallschritte, Burpees) verhilft nicht nur zu mehr Kraft, es fördert ganz nebenbei auch die Ausdauer.
 
Denn fit ist nicht unbedingt, wer die schwersten Hanteln schupfen kann! Echte Fitness beweisen Sie, wenn Sie es zu Fuß in den vierten Stock schaffen, ohne zu schnaufen.


Was können Anti-Cellulite-Cremes?

Anti-Cellulite-Cremes sind keine Wundermittel! Aber sie zeigen in Verbindung mit Sport und gesunder Ernährung durchaus ihre Wirkung. Dafür verantwortlich sind Inhaltsstoffe wie Koffein, Algenextrakte, Peptide oder Retinol, die alle die Durchblutung an den betroffenen Körperstellen verbessern.
 
Allerdings nur, solange man sie regelmäßig schmiert, da die Produkte in der Haut, nicht aber auf das darunter liegende Bindegewebe mit den Fettpölsterchen wirken. Am besten arbeiten Sie die Cremes mit kreisenden Massage- oder Zupfbewegungen ein.
 
Zweimal wöchentlich ein Peeling unter der Dusche fördert ebenfalls die Durchblutung und sorgt für ein glatteres Hautbild. Und wenn alles nichts helfen sollte, halten wir es mit Künstlern wie Rubens, der die Dellen zu einem echten Schönheitsideal gemalt hat. We like!  

Unser Tipp

5 Tipps für straffe Haut, finden Sie unter dm.at.