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SOS Sonnenbrand: Was hilft, wenn es Sie erwischt hat

Autsch, das brennt! Ein Sonnenbrand ist schmerzhaft und braucht Soforthilfe. Was hilft, wenn Sie zu lange in der Sonne gelegen haben:

Was hilft gegen Sonnenbrand?
Was hilft gegen Sonnenbrand?

Manchmal passiert es eben doch: Aus dem Sonnenbad wird ein Sonnenbrand – vielleicht, weil Sie diese Fehler beim Eincremen gemacht haben. Was dann zu tun ist, sagt Hautärztin Dr. Christina Rainer-Längle:

Wie genau entsteht ein Sonnenbrand?

Ein Sonnenbrand entsteht, wenn die Hautschäden, die durch UV-Strahlen des Sonnenlichts hervorgerufen werden, nicht mehr durch körpereigene Reparaturprozesse ausgeglichen werden können. Ein Sonnenbrand ist eine Verbrennung ersten Grades, in schweren Fällen entsteht sogar eine Verbrennung zweiten Grades. Die UV-Strahlen lösen dabei in den tieferen Hautschichten die Ausschüttung von Entzündungsbotenstoffen aus. Das Tückische an einem Sonnenbrand ist, dass er sich nicht sofort bemerkbar macht. Zumeist treten die ersten Anzeichen erst zwischen vier und acht Stunden nach dem Sonnenbad auf: eine stark gerötete Haut, die oftmals bei jeder Bewegung schmerzt. Die Haut kann zudem leicht geschwollen sein, jucken und bei schwerer Verbrennung Blasen bilden.

Muss ein Sonnenbrand immer behandelt werden?

Sobald die ersten Anzeichen auftreten, sollte man sofort Maßnahmen ergreifen. Erwachsene können eine Schmerztablette mit dem Wirkstoff Acetylsalicylsäure einnehmen, um die Entzündung zu lindern. Zusätzlich helfen kühlende Lotionen oder Topfenumschläge. Bei stärkeren Symptomen wie Blasenbildung oder Fieber sollte man zum Arzt. Besonders wichtig ist in jedem Stadium, ausreichend Flüssigkeit zu trinken. Leichte Formen des Sonnenbrands heilen gewöhnlich innerhalb von ein paar Tagen mit Schuppung und Juckreiz ab.

Hinterlässt ein Sonnenbrand sichtbare Spuren auf der Haut?

Ein Sonnenbrand hinterlässt zwar kurzfristig nur selten sichtbare Spuren, allerdings kann sich durch die Strahlen das Erbgut der Hautzellen verändern. Ist der Reparaturmechanismus der Haut auf Dauer überfordert, können solche Schäden nicht mehr ausgeglichen werden. Dann können die Hautzellen entarten und zu Krebszellen mutieren. Abgesehen davon kann sich das Hautbild dauerhaft verschlechtern. Die Elastizität der Haut leidet, was zu einer verstärkten Faltenbildung führt. Ebenso kommt es zu durchscheinenden Gefäßzeichnungen, dauerhaften Rötungen und Pigmentverschiebungen, also hellen und dunklen Flecken.


9 August 2019 | Text: Andrea Fallent | Fotos: Stocksy

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