Neurowissenschaftler haben entdeckt, dass es ein unabhängiges Nervensystem mit mindestens 40.000 Nervenzellen besitzt. Das Nervenzentrum sendet Botschaften ans Kopfhirn – speziell an die Bereiche, die für Emotionen zuständig sind. Die Forscher sind sich sicher: Diese Herzintelligenz verbindet den Verstand mit den Emotionen. Wer in der Lage ist, sie zu nutzen, kann besser mit seinen Gefühlen umgehen und lebt mithilfe seines Herzen glücklicher und gesünder.

„Das Herz ist ein exzellenter Lebensberater, der anzeigt, was uns guttut und was nicht“, erklärt Coach Catharine Reichel. „Man muss ihm nur Beachtung schenken.“ Wer sich und seinem Herzen vertraut und es schafft, aufs Herz zu hören, kann seinem Leben dank der Herzintelligenz eine positive Wendung geben. Denn: In Stresssituationen neigen wir dazu, negative Gefühle zu verdrängen. Wir spüren zwar, wie das Herz rast, wenn man sich ungerecht behandelt fühlt. Aber, weiß Expertin Reichel: „Man achtet nicht auf die Stimme des Herzens, die sagt: Hier besteht dringend Handlungsbedarf.“

Die Folge: Wer mit Stresssituationen nicht gut umgeht, bei dem schlägt sich das nicht nur auf den Magen nieder, sondern schwächt auch das Immunsystem.  Manche Stressmomente kann man einfach nicht vermeiden. Was man aber schon tun kann: sorgsamer auf einen Notruf des Herzens reagieren. Konkret: Eine Verbindung zu seinem eigenen Herzen aufbauen und dafür sorgen, dass es einem künftig besser geht. Wie das geht? Zum Beispiel mit einer Übung, Herzatmung genannt.