Kamillenblüten auf einem Löffel.
Ein altes Hausmittel selber machen

Oxymel: Mit selbstgemachtem Sauerhonig die Verdauung anregen

Ihnen schlägt ein schweres Essen schnell auf den Magen? Statt eines Schnapserls unterstützen Sie Ihre Verdauung lieber mit Oxymel, einem selbstgemachten Hausmittel aus Honig, Essig und Kräutern, das man auch Sauerhonig nennt.

Oxymel: Was ein bisschen wie Hexenküche und Zauberei klingt, ist laut Kräuterpädagogin Jarolim Valerie in Wahrheit ein altes Hausmittel, bestehend aus Honig und Essig. Früher primär zur Konservierung von Kräutern und Früchten verwendet, erfreut sich Oxymel, den man auch Sauerhonig nennt, heute als gesundheitsförderndes Mittel wachsender Beliebtheit.

Es reguliert die Verdauung, fördert eine gesunde Darmflora, reduziert Übersäuerung und unterstützt den basischen Stoffwechsel. Allesamt Wirkungen, die unserem Darm mitsamt Mikrobiom nach einem üppigen Mahl mehr als gut tun. Oxymel gibt es fertig zu kaufen, kann aber auch in wenigen Minuten selbst angerührt werden. Wer zusätzlich verdauungsfördernde Heilkräuter und Gewürze einlegt, verstärkt die positive Wirkung auf den Magen-Darmtrakt. Ein Stamperl vom selbstgerührten Oxymel nach dem Essen – und die Verdauung bleibt in Schwung.

Oxymel selber machen: Diese Zutaten braucht’s

  • 5 EL Honig
  • 10 EL naturtrüber Apfelessig
  • 1 TL Kamillenblüten
  • 5 Gewürznelken
  • 1 Stück Ingwer (ca. 1cm)
  • 1/2 Zimtstange zerbrochen

Zubereitung:

Die Zutaten ergeben ein kleines Fläschchen (ca. 150 ml). Zuerst wird das Oxymel angerührt. Dazu füllt man Honig und Essig in ein Glas und rührt so lange, bis sich der Honig vollständig aufgelöst hat. Dann werden Kamille und die Gewürze eingerührt und das Glas verschlossen. Bei Zimmertemperatur lässt man das Ganze nun zwei Wochen ziehen.

Während der Ziehzeit schüttelt man das Glas immer wieder. Danach wird das Oxymel, um die Pflanzenteile aufzufangen, durch ein Sieb abgeseiht und in Flaschen gefüllt. Dunkel gelagert ist das Oxymel mindestens ein Jahr haltbar. Um die Verdauung anzuregen und um für ein wohliges Gefühl im Magen zu sorgen, erfolgt die Einnahme am besten direkt nach dem Essen. 2 EL Oxymel werden dazu in etwas Wasser verdünnt und getrunken.

Sauerhonig: Welche Kräuter ins Oxymel einlegen?

Bei der Wahl von Honig und Essig dürfen Sie nach Gusto wählen, egal, ob Gebirgswald-, Lindenblüten- oder Cremehonig, Wein- oder Fruchtessig. Bei den Kräutern und Gewürzen hingegen hängt es beim Oxymel vom jeweiligen Anwendungsgebiet ab: Unterstützend in der Erkältungszeit, bei Husten und Schnupfen wirken Salbei und Thymian. Ein entgiftendes Detox-Oxymel lässt sich aus frischen Brennnesseln und Löwenzahn zubereiten. Geht es um die Aktivierung der Verdauung, greifen Sie am besten zur wohltuenden Kamille und Gewürzen wie Nelken, Ingwer und Zimt.

Kamille: Wenn der Magen zwickt
Kamille gilt seit langem als eine der wichtigsten Heilpflanzen bei Verdauungsproblemen. Sie beruhigt den Magen, wirkt entzündungshemmend und ist ein wahres Allroundtalent bei Magenverstimmung & Co.

Gewürznelke: Macht Speisen bekömmlicher
Die in der Küche, als Zugabe zu schwerverdaulichen Speisen wie Rotkraut, sehr beliebten Nelken sind eigentlich die geschlossenen Knospen des Gewürznelkenbaumes. Und die bringen nicht nur Würze ins Leben, sondern sind auch ein anregendes Magenmittel.

Ingwer: Der mit den Scharfstoffen
Möchte man die Verdauungssäfte und das Stoffwechselfeuer anheizen, sollte man zu Ingwer greifen. Mit seinen Scharf- und Bitterstoffen half er schon Seefahrern gegen Übelkeit, wenn sie die Seekrankheit packte.

Zimt: Löst Krämpfe
Zimt ist ein sehr beliebtes Gewürz in der Weihnachtszeit, hat sich aber auch als Heilpflanze einen Namen gemacht. Primär sind es die krampflösende und lindernde Wirkung bei Völlegefühl, die ihn zu einer wunderbaren Zutat für das verdauungsfördernde Oxymel machen.

Teilen: Artikel bei Facebook teilen Artikel bei Whatsapp teilen Artikel URL kopieren
Anzeige
Anzeige
Anzeige