Bauchschmerzen wegen der Regel? Seed Cycling könnte helfen.
Hormonhaushalt natürlich ausbalancieren

Hilft Seed Cycling bei Akne, PMS & anderen Frauenleiden?

Täglich Samen snacken, schon hat man einen ausgeglichenen Hormonhaushalt und keine Akne mehr: Klingt wunderbar! Wir nehmen den Trend Seed Cycling genauer unter die Lupe.

Es ist günstig, nebenwirkungsfrei, schmeckt gut, ist einfach anzuwenden und soll bei hormonell bedingten Beschwerden wie PMS, Pickeln und Haarausfall helfen. Seed Cycling heißt der neue Gesundheits-Trend für Frauen jeden Alters. Lesen Sie jetzt, was es damit auf sich hat und wieso es auf jeden Fall einen Versuch wert ist.

Seed Cycling: Was ist das überhaupt?

Beim Seed Cycling geht es darum, durch die Einnahme von passenden Samen (engl. seeds) den weiblichen Körper bei der Hormonproduktion zu unterstützen. Diese komplett natürliche Methode soll bei so ziemlich allen weiblichen, hormonell bedingten Beschwerden helfen – von Akne und PMS über Zyklusstörungen oder Wechseljahrsbeschwerden bis hin zu Müdigkeit und Haarausfall. Zudem soll es die Fruchtbarkeit fördern.

Wer kann Seed Cycling anwenden?

Jede Frau, egal ob noch ganz jung oder schon in den Wechseljahren, kann diese Methode anwenden. Außer, es liegt eine Allergie gegen eine der verwendeten Samen-Arten vor: Kürbiskerne und Leinsamen sowie Sesamsamen und Sonnenblumenkerne.

Seed Cycling: Wie funktioniert das?

Seed Cycling orientiert sich an den zwei Phasen des weiblichen Zyklus: Die erste Phase bezieht sich auf die erste Zyklushälfte (Follikelphase), dauert also von Tag 1 bis 14 – vom Beginn der Periode bis zum Eisprung. Die zweite Phase bezieht sich auf die zweite Zyklushälfte (Lutealphase), die vom Zyklustag 15 bis 28 dauert, vom Eisprung bis zum Einsetzen der Periode.

Phase 1 zwischen Periode und Eisprung: Kürbiskerne und Leinsamen essen

In der ersten Zyklushälfte (von Periode bis Eisprung) kommen Kürbiskerne und Leinsamen zum Einsatz. Kürbiskerne sind besonders reich an Zink, Leinsamen fördern die Verdauung. Diese beiden Helferlein sollen das Hormon Östrogen boosten. Östrogen brauchen wir, damit sich die Gebärmutterschleimhaut gut aufbauen kann. Die Dosis: täglich jeweils einen Esslöffel. Sie können die Samen pur essen oder auch ins Müsli mischen.

Phase 2 zwischen Eisprung und Beginn der Periode: Sesamsamen und Sonnenblumenkerne

In der zweiten Zyklushälfte (von Eisprung bis zum Einsetzen der Periode) sollen Sesamsamen und Sonnenblumenkerne dabei helfen den Progesteron-Spiegel stabil zu halten. Sesam enthält besonders viel Calcium und Sonnenblumenkerne punkten mit vielen ungesättigten Fettsäuren. Das Hormon Progesteron brauchen wir übrigens, damit sich die Schleimhaut der Gebärmutter verdickt – und sich entweder auf die Regelblutung vorbereitet oder ein befruchtetes Ei gut aufnimmt. Die Dosis: Gleich wie in der ersten Zyklushälfte sollten Sie täglich jeweils einen Esslöffel der Samen zu sich nehmen.

Seed Cycling bei PMS und in den Wechseljahren

Egal, ob PMS oder Beschwerden durch Wechseljahre: Die Samen sollen bei allen hormonell bedingten Problemen helfen. Denn der Auslöser für zyklusbedingte Beschwerden ist meist ein unausgeglichener Hormonhaushalt. Die ausgewählten Samen boosten Östrogen und Progesteron zu richtigen Zeit und sollen so die Hormon-Balance ausgleichen.

Ist der positive Effekt der Samen bewiesen?

Wissenschaftlich bewiesen ist die Wirkung von Seed Cycling (noch) nicht. Allerdings sind die Samen vollgepackt mit Vitaminen, wertvollen Fettsäuren und Mineralien. Somit kann die Einnahme auf keinen Fall schaden. Ob es Ihren Zyklus dann auch noch verbessert? Probieren Sie es selbst aus! Als Testphase sollten Sie übrigens mindestens drei Monate einplanen, da es meist länger als einen Zyklus dauert bis sich deutliche Verbesserungen zeigen.

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