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Jerusalema & Co: Welcher Tanz passt zu mir?

Schwingen Sie das Tanzbein

Jerusalema & Co: Welcher Tanz passt zu mir?

Die ganze Welt tanzt zur Choreographie des Jerusalema-Songs. Wer noch nicht vom Tanzfieber erfasst ist, findet hier gute Gründe, das Tanzen endlich zu lernen – und den Tanzstil, der zu Ihnen passt!

Die Jerusalema Dance Challenge auf Youtube hat es gezeigt: Egal wo auf der Welt, egal welche Kultur – die ganze Menschheit tanzt. Tanzen ist etwas sehr Menschliches, denn kein einziges Tier bewegt sich zum Rhythmus der Musik. Dem Menschen wird das Tanzen quasi in die Wiege gelegt: Schon kleine Kinder fangen ganz von selbst an ihren Körper zur Musik zu bewegen – im Alter zwischen fünf Monaten und zwei Jahren reagieren sie sogar stärker auf Rhythmen und Melodien als auf die gesprochene Sprache.

Kein Wunder, denn gemeinsames Musizieren und Tanzen verbindet, fördert das Gemeinschaftsgefühl, macht Spaß – und ist gesund: Tanztraining lockert und stärkt die Muskulatur, was gegen Verspannungen und Rückenschmerzen hilft. Zusätzlich fördert die rhythmische Bewegung die Bildung neuer Nervenzellen und soll das Risiko senken, an Demenz zu erkranken.

Tanzen ist nicht nur in der Gruppe schön: Auch alleine hebt es die Stimmung, stärkt das Selbstbewusstsein und bringt Leichtigkeit ins Leben – und das ist es, was wir gerade in Zeiten von Corona brauchen.

Tanzen: Welche Stile gibt es?

Drauflos tanzen mit Youtube

Das beste Happy-Workout für zuhause, gerade in Coronazeiten: einfach drauflos tanzen! Drehen Sie Ihre Lieblingsmusik auf und bewegen Sie sich frei nach Lust und Laune. Schwingen, springen, alles ist erlaubt. Es gibt kein schlecht oder falsch. Wie heißt es so schön? „Tanze, als würde niemand zusehen.“ – und diesmal sieht wirklich niemand zu.

Wenn so ganz Freestyle nichts für Sie ist, helfen Youtube, Instagram & Co: Auf Youtube finden Sie viele tolle Choreographien und Tanz-Workouts für jedes Level. Egal ob Zumba, Hip-Hop oder Contemporary oder die schon erwähnte Jerusalema-Choreografie, die in der Pandemie ein viraler Hit geworden ist: Probieren Sie sich aus. Es immer Zeit für eine neue Sportart! Oder wollten Sie schon längst das Projekt Standard-Tänze mit Ihrem Partner starten? Walzer, Foxtrott & Co.? Jetzt ist der perfekte Zeitpunkt – Wohnzimmertisch aus dem Weg räumen und los geht’s!

Ballett: Die ideale Tanz-Grundlage

Auf Zehenspitzen und mit anmutigen Drehungen durch den Raum schweben, mit eleganten Sprüngen scheinbar fliegen. Davon träumen nicht nur junge Mädchen.

Für erwachsene Frauen gibt es Konzepte wie das Barre-Workout, in denen sie nicht nur die elegante und hoch entwickelte Kunst des Balletttanzes erlernen können. Sondern auch noch den Körper kräftigen, die räumliche und zeitliche Orientierung sowie Ihre Koordination verbessern und die Beweglichkeit erhöhen. Ballett ist eine gute Grundlage für fast alle anderen Tanzarten.

Biodanza: Tanzen als Therapie

Weil die Bewegung zur Musik nicht nur Körperenergien, sondern auch Gefühle ins Fließen bringt, wird ihre heilende Kraft heute im Rahmen von psychotherapeutischen Verfahren genutzt. Etwa in der Tanztherapieform namens Biodanza. Eine Biodanza-Session startet mit einer Gesprächsrunde, dann folgt die „Vivencia“ – eine spezielle Abfolge von einzelnen Tänzen, die auf die Situation in der Gruppe angepasst wird. Getanzt wird einzeln, mit einem oder mehreren Tanzpartnern oder gemeinsam mit der ganzen Gruppe.

Nicht die Technik steht im Vordergrund, vielmehr soll jeder einzelne sich individuell über das Tanzen ausdrücken und dem Rhythmus des eigenen Körpers folgen. „In Biodanza lernen wir wieder, das eigene Leben zu tanzen“, nannte Rolando Mario Toro Araneda das einmal.

Bauchtanz: Weiblichkeit ausleben

Die Freude an sanften, femininen Bewegungen steht beim Bauchtanz im Mittelpunkt. Es macht Spaß, seine Weiblichkeit auszuleben und dabei ganz nebenbei auch viel für die eigene Fitness und das Körperbewusstsein zu tun.

Bauchtanz stärkt den Beckenboden und lockert Verspannungen. Frau trainiert, sich in ihrem Körper schön zu fühlen und das auch auszustrahlen. Ausgehend von der eigenen Mitte können so alle Körperbereiche tanzend zum Leben erweckt werden.

Flamenco: Körperhaltung und Spannung

Der andalusische Tanz ist eng mit der gleichnamigen Musikrichtung und dem dazugehörigen Gesang verbunden. Die dabei ausgedrückten Stimmungen sind vielfältig – von ernst und getragen über schmerzerfüllt und leidend bis zu ausgelassen und fröhlich.

In jedem Fall braucht es ein stolzes und stilvolles Auftreten. Entscheidend dafür ist zunächst die richtige Körperhaltung. Obwohl die Bewegungen bei Flamenco-Tanzarten eher klein sind, erfordern sie durch die stetige Spannung ein hohes Maß an Energie.

Salsa & Co.: Lateinamerikanische Lebensfreude

Salsa, Merengue, Bachata, Bolero und wie sie alle heißen: Bei den lateinamerikanischen Tanzstilen geht es nicht um die perfekte Tanzhaltung und fehlerfreie Schrittfolgen, sondern um Lebensfreude und Sinnlichkeit.

Nebenbei formt man die Körperkurven, die Kalorien purzeln und Kondition und Ausdauer bessern sich. Unser Tipp: Besuchen Sie einen Salsa-Club, sobald es wieder möglich ist. Latindance-Veranstaltungen sprühen vor guter Stimmung und dauern nicht grundlos meist die ganze Nacht.

Lindy Hop: Tanzen wie in den Zwanzigern

Frauen in taillierten Retro-Kleidern wirbeln mit Männern mit Hut und Hosenträgern zu alten Swing-Nummern über die Tanzfläche. Was wirkt wie eine Szene aus einem Hollywood-Klassiker, ist ein typisches Lindy-Hop-Event.

Der Swing-Tanz entstand Ende der 1920er in den USA, war der Vorläufer von Jive, Boogie und Rock ’n’ Roll und erlebt seit einigen Jahren weltweit ein großes Comeback. Getanzt wird locker, dabei geht man in die Knie und bewegt sich mit hohem Tempo, was natürlich fit hält.

Afro Dance: Spaß haben & Energie freisetzen

Tanzen, Trommeln und Singen gehören in Afrika zum Leben dazu. Beim afrikanischen Tanz entsprechen die Bewegungen der natürlichen Struktur des Körpers. Man aktiviert dabei viele Körperteile, die im europäischen Tanz oft vernachlässigt werden, wie das Becken, die Schulterblätter oder den Brustkorb.

Der Fokus bei den afrikanischen Tanzarten liegt trotzdem auf Spaß und Entspannung, überschüssige Energien sollen entladen und die Muskeln gelockert werden.

Welcher Tanz passt zu mir?

Sie fragen sich, welcher Tanzstil denn nun zu Ihnen passt? Diese Frage können nur Sie selbst beantworten. Welche Musik gefällt Ihnen besonders gut? Auf welchen Tanz haben Sie spontan am meisten Lust? Hören Sie auf Ihr Bauchgefühl.

Die beste Methode ist allerdings immer noch: Probieren Sie es aus! Versuchen Sie zuhause verschiedene Tanzstile mit Youtube-Videos und schwingen Sie das Tanzbein zu unterschiedlicher Musik. Vielleicht stolpern Sie sogar über einen Tanzstil, den Sie in einem Kurs erlernen möchten, wenn es wieder möglich ist. Viel Spaß dabei!