Duftend, frisch und praktisch: Fertige Baby-Feuchttücher gehören oftmals zur Standardausstattung am Wickeltisch. Sie sparen ganz bequem Zeit. Schließlich müssen Neugeborene sechs- bis zehnmal Mal am Tag gewickelt werden. Doch was steckt eigentlich drin in den praktischen Alltagshelfern?

Duftstoffe, Konservierungsstoffe, Alkohol, Tenside, Parabene, Alkohol: Die Liste chemischer Inhaltsstoffe in fertigen Baby-Feuchttüchern ist lang. Dank ihnen trocknen die Tücher nicht aus, sie reinigen, duften frisch und sind lange haltbar. Für die zarte Babyhaut sind sie jedoch häufig zu viel. Denn nicht nur das große Geschäft wird weggeputzt, auch der Säureschutzmantel der Haut wird gleich mit entfernt. Die Folge: ein wunder Babypop. Hinzu kommt: Wer Feuchttücher im Klo entsorgt, schadet Umwelt und Kläranlagen!

Baby-Feuchttücher: Gibt es Alternativen?

Eltern müssen nicht erst warten, bis die Babyhaut gereizt ist. Hebammen und Kinderärztinnen und -ärzte raten dazu, den Intimbereich des Babys generell nur mit einem Waschlappen und lauwarmem Wasser zu säubern. Schließlich ist Urin sogar steril und enthält von Natur aus den Hautpflegestoff Urea, der von der Kosmetikindustrie gern in Gesicht- und Körpercremes eingesetzt wird. Ist die Windel also nur nass, genügt es, die Babyhaut vor dem Wickeln lediglich trocken zu tupfen.

Wer auf den Komfort von Feuchttüchern dennoch nicht verzichten möchte oder praktische Helfer für unterwegs braucht, kann Baby-Feuchttücher selber machen – mit gänzlich natürlichen Inhaltsstoffen: Mehr als Wasser und Öl braucht es für die hautfreundlichen Baby-Feuchttücher nicht.