Bis zu 17.000 Tampons und Binden benötigen Frauen im Laufe ihres Lebens. Slipeinlagen sind da noch gar nicht eingerechnet. So viele Produkte – Nachhaltigkeit im Alltag geht anders. Hinzu kommt: „Die Entsorgung ist leider, wie auch die Menstruation selbst, noch ein Tabuthema“, sagt Bettina Steinbrugger, Geschäftsführerin und Gründerin des Informationsportals Erdbeerwoche. Mehr als 80 Prozent der Mädchen entsorgen Tampons, Slipeinlagen und Binden über die Toilette, besagt eine Studie. Und das hat fatale Folgen:

Denn die meisten Hygieneartikel sind reißfest und verstopfen Abwasserrohre und Pumpen regelmäßig. Gleiches gilt auch für Windeln, Reinigungstücher und sogar für feuchtes Toilettenpapier. Es verstopfen nicht nur die Rohre, der Müll muss auch mit Rechen aus den Kläranlagen geholt und in Müllverbrennungsanlagen transportiert werden – das kostet und belastet die Abwassersysteme und damit die Umwelt unnötig. Höchste Zeit, unsere Tampons und Feuchttücher richtig zu entsorgen, Plastik zu vermeiden und Nachhaltigkeit auch in diesem Bereich zu leben: