7 Tipps für Kaffeefans: So kannst Du rund um Kaffee Verpackung, Einwegbecher und Energieverbrauch reduzieren
Diese Zusammenfassung wurde mit KI erstellt und menschlich kontrolliert
Kaffee ist mit Wasserverbrauch, Energiebedarf und CO₂-Emissionen verbunden – vom Anbau über den Transport bis zur Zubereitung. Wer Kaffee liebt, kann dennoch an mehreren Stellen bewusste Entscheidungen treffen: beim Einkauf, bei der Verpackung, bei der Zubereitung und beim Kaffee zum Mitnehmen.
Rund drei Tassen Kaffee pro Tag oder umgerechnet etwa 1.000 Häferln pro Jahr trinken die Österreicher im Durchschnitt. Dabei verbrauchen sie pro Kopf rund 8,3 Kilogramm Röstkaffee über das ganze Jahr. Deshalb lohnt sich ein Blick darauf, welche Umweltaspekte beim Kaffeetrinken eine Rolle spielen.
Anbau, Transport und Zubereitung von Kaffee verursachen CO₂-Emissionen. Hinzu kommt der Wasserverbrauch: Laut WWF können für eine Tasse Kaffee – je nach Anbau, Verarbeitung und Zutaten wie Milch und Zucker – bis zu rund 200 Liter Wasser anfallen. Zusätzlich entsteht bei Kaffee zum Mitnehmen oder bei Portionssystemen häufig Verpackungsabfall, zum Beispiel durch Einwegbecher, Deckel oder Kapseln.
Unser Kaffeekonsum ist also mit mehreren Umweltwirkungen verbunden – unter anderem durch Wasserverbrauch im Anbau, Transport, Energieverbrauch bei der Zubereitung und Verpackungsabfälle. Mit den folgenden Tipps lassen sich einzelne Aspekte verbessern: weniger Einwegverpackung, bewussterer Einkauf und eine Zubereitung mit geringerem Energiebedarf.
Tipps für weniger Abfall und bewussteren Kaffeekonsum
1. Kaffee kaufen, der im Herkunftsland geröstet wird
Warum kann das interessant sein? Wenn Produzent:innen nicht nur Rohkaffee verkaufen, sondern auch an der Verarbeitung beteiligt sind, kann ein größerer Teil der Wertschöpfung im Anbauland entstehen. Besonders die Röstung ist ein wichtiger Verarbeitungsschritt. Wer beim Kaffeekauf auf ökologische oder soziale Kriterien achten möchte, kann auf anerkannte Siegel achten, zum Beispiel EU-Bio oder Fairtrade. Diese Siegel stehen für definierte Kriterien im Anbau bzw. Handel. Eine weitere Möglichkeit sind Kaffees, bei denen Anbieter transparent machen, welche Handelspartner beteiligt sind und wie viel Wertschöpfung im Anbauland verbleibt.
2. Auf den Transport des Kaffees achten
Mittlerweile gibt es Initiativen, die Kaffee per Segelschiff nach Europa transportieren. Ein Beispiel ist „Slokoffie“ aus Bremen mit gesegeltem Bio-Kaffee aus Honduras. Die Fahrt mit dem Segelschiff über den Atlantik dauert rund zwei Monate.
Nach Angaben einzelner Anbieter kann der Transport per Segelschiff die transportbedingten CO₂-Emissionen gegenüber bestimmten Vergleichstransporten per Containerschiff senken. Die konkrete Ersparnis hängt von Route, Schiff, Auslastung und Berechnungsmethode ab.
3. Kaffeebohnen unverpackt einkaufen
Egal, ob Kapsel oder Plastiktüte: Kaffeeverpackungen können zusätzlichen Abfall verursachen. Eine Möglichkeit ist es, Kaffee lose einzukaufen und dadurch Einwegverpackungen zu vermeiden.
Das geht zum Beispiel in Unverpackt-Läden. Zero Waste Austria listet unter dem Stichwort Tee, Kaffee und Kakao Geschäfte, in denen lose Ware erhältlich ist. So lässt sich Verpackungsabfall beim Kaffeekauf reduzieren.
4. Regionale Kaffee-Alternativen ausprobieren
Kaffee kommt üblicherweise aus Regionen rund um den Äquator, zum Beispiel aus Afrika oder Südamerika. In Europa wird Kaffee bislang nur auf der Kanareninsel Gran Canaria angebaut. Es gibt aber regionale Alternativen zur beliebten Kaffeebohne: Dazu zählen etwa Malzkaffee oder Lupinenkaffee – beide sind koffeinfrei.
Man muss nicht gleich ganz umsteigen. Wer einen Teil seines Kaffeekonsums durch regionale koffeinfreie Alternativen ersetzt, kann neue Geschmacksalternativen ausprobieren und den Bedarf an importierten Kaffeebohnen verringern.
5. Kapselsysteme kritisch prüfen
Kaffeemaschinen, die mit Kapseln befüllt werden, waren lange beliebt. Sie werden jedoch auch kritisiert, weil durch Einwegkapseln zusätzlicher Abfall entsteht. Wer bereits eine Kapselmaschine nutzt, kann auf Kapseln ohne Aluminium und erdölbasierten Kunststoff achten. Wichtig ist: Die Entsorgung richtet sich nach den Herstellerangaben und den Vorgaben der jeweiligen Gemeinde. Nicht jede kommunale Bioabfallsammlung nimmt kompostierbare Kapseln an. Bei dm erhalten Sie etwa den Bio-Kaffee „My-CoffeeCup“ für Kapselmaschinen von der Firma Unicaps. Bitte beachten Sie die Entsorgungshinweise auf der Verpackung.
6. Kaffee mit weniger Energieaufwand zubereiten
Auch bei der Zubereitung lässt sich Energie bewusster einsetzen. Elektrische Kaffeemaschinen benötigen Energie – sowohl bei der Nutzung als auch durch Herstellung und Materialeinsatz.
Wer Energie sparen möchte, kann zum Beispiel nur die benötigte Wassermenge erhitzen, Warmhaltefunktionen möglichst kurz nutzen und Geräte nach Gebrauch ausschalten. Auch Zubereitungsarten wie Handfilter, French Press oder Espressokocher können eine Alternative sein – abhängig davon, wie sie im Alltag verwendet werden.
Slow Coffee ist außerdem eine Möglichkeit, die Kaffeezubereitung bewusster zu gestalten: mit mehr Zeit, weniger Automatik und einem genaueren Blick auf Menge, Mahlgrad und Zubereitung.
7. Kaffee zum Mitnehmen im Mehrwegbecher
Viele Menschen trinken ihren Kaffee gerne unterwegs. Ein Einwegbecher mit Kaffee to go wird oft nur kurz verwendet und landet danach im Restmüll.
Eine einfache Alternative ist ein wiederverwendbarer Mehrweg-Kaffeebecher, den man immer wieder befüllen kann. Wichtig ist, dass der Becher tatsächlich regelmäßig genutzt wird.
In Wien gibt es außerdem Pfandsysteme für Mehrwegbecher. Beim Projekt „Mehrweg is mei Kaffee“ kann man in teilnehmenden Partner-Shops Kaffee im myCoffeeCup kaufen. Den leeren Becher gibt man in einem Partner-Shop oder an einem Rückgabeautomaten zurück und erhält den Einsatz retour. So kann ein Becher vielfach wiederverwendet werden.
Sie möchten sich gerne einen besonderen Kaffee machen? Dann probieren Sie es doch einmal mit einem Pumpkin Spice Latte oder einer Horchata mit Kaffee.