Deko-Häuschen auf Kaminsims vor türkisem Hintergrund
Sich es sich daheim richtig schön machen

Cocooning: Vom kleinen Glück in den eigenen vier Wänden

Es ist nirgends schöner als daheim! – Was bereits Dorothy aus dem Film Der Zauberer von Oz erkannt hat, gewinnt heute wieder an Bedeutung. Cocooning heißt der Trend, der Heimeligkeit hip macht. Wir haben ihn unter die Lupe genommen.

Cocooning: Ich bleib‘ dann mal zuhause

Während sich Dorothy mit geflügelten Affen, bösen Hexen und einem unheimlichen Zauberer herumschlagen muss, haben wir heute natürlich andere Probleme. Die aktuelle Wirtschaftslage, politische Umwälzungen und gesellschaftliche Unsicherheit wecken in vielen die Sehnsucht nach Geborgenheit – da ist der Rückzug in die eigenen vier Wände naheliegend. Denn hier scheinen die „Welt da draußen“ und Alltagsstress fern und ein Gefühl von Entschleunigung stellt sich ein. Dabei ist das Bedürfnis nicht neu: Schon in den 1980er-Jahren beschrieben Soziologen das Phänomen des gesellschaftlichen Rückzugs ins Zuhause. Und fanden mit Cocooning einen treffenden Namen dafür: Wie eine Raupe in ihrem Kokon möchte man sich in seinen eigenen vier Wänden einspinnen.

Zusammen ist man weniger allein: Social Cocooning

Die freiwillige Isolation vor der Außenwelt hat jedoch nur bedingt mit Einzelgängertum zu tun, denn man zieht sich heute gemeinsam zurück. So verschiebt sich das soziale Leben immer mehr weg von öffentlichen Orten hin in den privaten Raum: gemeinsames Kochen statt Restaurantbesuch, Netflix-Streamen statt Kino, Spieleabend statt Club. Als Social Cocooning oder Homing wird der Trend daher oft bezeichnet. Beide Begriffe betonen die Geselligkeit, da der Wunsch nach Zugehörigkeit wächst. Und welcher Ort eignet sich besser fürs Zusammensein mit seinem „Tribe“ als die eigene „Höhle“? Gemeinsam Zeit zu verbringen und die kleinen Freuden des Alltags zu genießen – es sind die einfachen Dinge, die beim Social Cocooning in den Fokus rücken.

Wohnst du noch oder „cocoonst“ du schon?

Echtheit und Beständigkeit sind die „neuen alten“ Werte des Cocoonings. Das gilt nicht zuletzt fürs Wohnen – denn das Zuhause gewinnt beim Social Cocooning an Bedeutung: als Wertanlage für die Zukunft, aber auch als jener Ort, wo Gemeinschaft gelebt wird. Während bei der Freizeitgestaltung Sparen angesagt ist, wird hier bereitwillig investiert. Neben Designermöbeln lässt man sich auch die Kaffeemaschine oder den neuen Flatscreen etwas kosten. So findet auch die junge Generation Cocooning ganz und gar nicht spießig, wobei angesagte Wohntrends wie Hygge und Lagom kräftig mithelfen, die neue Heimeligkeit hip zu machen.

Die Must-haves für den Cocooning-Style

  • Die offene Küche wird beim Cocooning wieder zum Mittelpunkt des (Familien-)Lebens und verschmilzt mit dem Wohnzimmer zu einem großen, vielseitig genutzten Bereich.
  • An einem großen Esstisch kommen alle zusammen. Auch die Eckbank ist längst nicht mehr verpönt.
  • Große, gemütliche Wohnlandschaften dürfen im Cocooning-Zuhause nicht fehlen. Daneben darf auch gerne ein Ohrensessel Platz nehmen.
  • Denn mit Gemütlichkeit kommt auch das Glück zu dir: Kuscheldecken im Strick-Look, Zierkissen und Kerzen sorgen für den Wohlfühlfaktor. Dazu passen zurückhaltende Farben und Naturmaterialien.
  • Für das ultimative Cocooning-Gefühl unverzichtbar: ein eigener Kamin.
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