drei Gipsköpfe
Weil Bildung so wichtig ist

Bildung neu: Hier werden coole Schulprojekte umgesetzt

Die Chancen auf Bildung sind in Österreich ungleich verteilt. Genau hier setzt das Programm SEED an. Es unterstützt Projektideen im Bereich Schule. Jeder kann mitmachen.

Theoretisch sollte jedes Kind in Österreich dieselben Chancen haben. Praktisch ist das aber nicht so. Bildung und Status werden vererbt. Studien zeigen: Sind die Eltern Akademikerinnen oder Akademiker, wird auch das Kind gut ausgebildet sein. Und in Folge mehr verdienen und ein längeres, gesünderes Leben führen.

Anders ist das bei Kindern, deren Eltern höchstens die Pflichtschule beendet haben. Die Chancen dafür, dass diese später ein Studium abschließen, sind relativ gering. Sie werden einen niedrigeren sozialen Status haben. Und diesen wiederum an ihre Kinder weitervererben.

Bildung ist ungleich verteilt

Das sind freilich nur zwei ausgewählte Beispiele. Aber sie zeigen auf: Bildung ist ungleich verteilt. Die Gründe dafür sind vielschichtig. Das Programm SEED will entgegensteuern. Gegründet wurde es vom Verein „mehr ist möglich!“ und Western Union in Kooperation mit dem Bildungsministerium.

Der Gedanke dahinter: Mithelfen kann jeder. Vor allem Lehrpersonal, Ausbilderinnen und Ausbilder sowie andere Menschen im Bildungsbereich im Raum Wien sind dazu aufgerufen, passende Projekte vorzuschlagen. Ausgewählte Ideen werden finanziell unterstützt und inhaltlich und durch Coaching begleitet.

Das Besondere an den Projekten von Seed: Jeder, der selbst mit Kindern und Jugendlichen zu tun hat, kann mit eigenen Ideen etwas bewirken. Vor allem Lehrpersonal und Vereine haben diese Möglichkeit bisher genutzt. Neuerdings lassen sich auch kleine Projekte fördern, schnell und unbürokatisch dank dem Mini-Seed-Programm.

Beispielhafte Projektideen für Schulen, Kinder und Jugendliche:

Was im Jahr 2019 umgesetzt wurde:

  • eine Bienenwerkstatt in der Schule
  • ein Videoportal, dass Fragen zu politischen Themen beantwortet
  • gemeinsame Lern-Nachmittage für Kinder und Senioren
  • eine Workshop-Woche rund um das Thema Diversität
  • ein von den Schülern selbst betriebenes Schulbuffet
  • ein iPad-Schwerpunkt, um auf ein neues Unterrichtskonzept vorzubereiten

Auch dm hat im Jahr 2019 die Chancengleichheit gefördert: Von März bis Juni begleitete das Unternehmen 20 ausgewählte Kinder- und Jugendprojekte. Möglich macht das die Initiative dm {miteinander}: Schon im Vorjahr konnten Mitarbeiter, Kunden und Partner soziale Projekte in ganz Österreich einreichen. Im Fokus standen ökologische, kulturelle, soziale und pädagogische Themen. Eine Fachjury und dm Kunden wählten 20 Initiativen aus, die nun mit viel Motivation und Freude umgesetzt werden.

Ideen sammeln und eigene Projekte einreichen

Ab Herbst 2020 gibt es wieder die Möglichkeit, neue Projekte einzureichen. Wer Ideen hat, kann sie in den nächsten Monaten langsam reifen lassen und weiterentwickeln. Um die Vorgaben und Termine nicht zu verpassen, hilft es sich, am Newsletter anzumelden.

Als ersten Schritt macht es Sinn, sich genau mit den Kriterien zu befassen:

• Jedes eingereichte Projekt muss darauf abzielen, Bildungschancen zu erhöhen, Integration zu fördern oder Kinder und Jugendliche auf den Arbeitsmarkt vorzubereiten.

• Die Projekte müssen auf benachteiligte Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene bis zum Alter von 24 Jahren in Wien oder anderen Städten ausgerichtet sein.

• Die Projektideen sollten so gestaltet sein, dass sie eine Wirkung auf „eine Klasse“ (rund 20 Kinder) haben.

• Die Vorschläge müssen spannende, neuartige Ansätze beinhalten und konkrete Probleme lösen. Das Überthema ist Chancengleichheit.

• Es können auch bereits bestehende Projekt mit neuen Zielen eingereicht werden. Dabei muss aber klar hervorgehen, was neu ist oder erweitert wird.

• Einmalige Aktionen sind weniger gewünscht. Sondern Projekte, die wiederholbar sind und das Potenzial haben, weiter zu wachsen.

Eines sei schon jetzt gesagt: „Künftig werden vor allem jene Ideen bevorzugt, die Kooperationen zwischen Schulen fördern und schulübergreifende Ideen aufgreifen“, verrät Teresa Torzicky vom SEED Programm. „Außerdem Projekte, bei denen Schulen mit Einrichtungen von außen zusammenarbeiten. Kurzum: Alle Vorschläge, bei denen Schulentwicklung langfristig gedacht wird.“

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