Liebeskummer lohnt sich nicht? Doch, das tut er: „Wenn man Liebeskummer richtig anpackt, steckt darin eine ganz große Chance, sich weiterzuentwickeln“, sagt Elena Sohn, Autorin und Gründerin der Liebeskümmerer.

Ein gebrochenes Herz nutzen, um sich selbst neu zu erfinden? Klingt erst einmal abwegig – aber auch gut! Wie das klappen kann, verraten uns die Liebeskümmerin und Stefan Doering, Psychoanalytiker, Universitätsprofessor in Wien und ebenfalls Autor.

Liebeskummer: eine Definition

„Liebeskummer ist die Kehrseite des schönsten Gefühls das wir Menschen kennen“, sagt Sohn. Es ist die Trauer und der Schmerz über den Verlust eines geliebten Menschen – ob durch Trennung, unerwiderte Liebe oder Tod.

Liebeskummer ist ein verniedlichendes Wort eines tiefen Gefühls, das man mit Teenagern assoziiert – und leider auch nur Teenagern wirklich zugesteht. Gerade im Erwachsenenalter kann ein gebrochenes Herz aber eine fundamentale Lebenskrise darstellen: Man hat gemeinsame Kinder, wohnte zusammen, hatte einen gemeinsamen Lebensentwurf. „All das kann mit dem Beziehungsende in die Brüche gehen“, weiß Elena Sohn.