Olympia 2026: 5 berührende Momente der ersten Woche
Am 6. Februar wurden die Olympischen Winterspiele 2026 im Mailänder Stadion San Siro und in Cortina d’Ampezzo eröffnet – ein aufregendes Schauspiel aus Farbe, Musik, Glamour und Kultur. Dieser Geist zog sich wie ein roter Faden durch die erste Woche und bot neben sportlichen Höchstleistungen (und fatalen Stürzen) auch zwischenmenschliche Highlights. Entdecken Sie hier die schönsten Momente des Olympia-Auftakts.
Die Winterspiele sind in die Alpen zurückgekehrt: Nachdem sie in den vergangenen Jahren in China, Südkorea, Russland und Kanada ausgetragen wurden, finden die 25. Olympischen Winterspiele 2026 in Norditalien statt. Die erste Woche verlief ganz im Zeichen der Eröffnung: Sie war emotional, feurig und bunt.
Gold-Mama Francesca Lollobrigida
Goldmedaille hin oder her – Mama bleibt einfach Mama. Das fand wohl auch Klein-Tommaso, der auf herzerwärmende Art um Aufmerksamkeit rang, als seine Mutter, Francesca Lollobrigida, ein Interview nach ihrem Sieg im Eisschnelllauf über 3.000 Meter gab. Die Sportlerin aus dem Latium widmete die erste Olympia-Goldmedaille des Gastgeberlandes ihrem kleinen Sohn und zeigte auf amüsante Weise, dass sich Familie und Karriere nicht ausschließen müssen.
Konkurrenz auf dem Eis, Liebe im Leben
Dass Sport vereint statt trennt, selbst wenn man gegnerischen Mannschaften angehört, zeigt diese Liebesgeschichte: Kim Meylemans aus Belgien und Nicole Silveira aus Brasilien sind auf dem Olympia-Eis Konkurrentinnen – genauso wie bereits 2022 in Peking. Privat sind sich die beiden Skeleton-Sportlerinnen jedoch ganz nah: Das Paar ist seit Sommer 2025 verheiratet.
Karibische Mode mit italienischen Wurzeln
Sportswear trifft auf Handwerkskunst: Die Karibikinsel Haiti tritt erst seit 2022 bei den Olympischen Winterspielen an und setzte sich bei der Eröffnungsfeier mit Wumms in Szene. Die Outfits der Sportlerinnen und Sportler waren ein exotisches, farbenfrohes Kunstspektakel. Für die Looks verband die Modemarke Stella Jean alpine Daune mit orientalischen Turbanen, Kreolen und indigener Malerei. Die Markeninhaberin Stella Novarino ist als Tochter eines Italieners und einer Haitianerin ein Bindeglied zwischen Haiti und dem Austragungsort. Übrigens: Die handbemalten Outfits sorgten bis kurz vor dem Auftritt für Nervenkitzel, da die Regenbeständigkeit der Farben nicht garantiert war. Ihre Motive erinnern an die Werke des haitischen Künstlers Édouard Duval-Carrié.
Vielfalt der Austragungsorte
Zum ersten Mal in der Geschichte der Olympischen Spiele finden die Wettkämpfe an vier verschiedenen Orten gleichzeitig statt: Mailand, Cortina, Predazzo und Livigno. Die weitläufige Verteilung dieser Orte ist wohl auch der Grund, weshalb zwei Olympia-Feuer entzündet wurden: eines am Arco della Pace („Friedensbogen“) in Mailand und eines auf der Piazza Dibona in Cortina d'Ampezzo. Bei der Eröffnungszeremonie entzündeten die italienischen Skilegenden Deborah Compagnoni und Alberto Tomba das olympische Feuer in Mailand – Sofia Goggia tat dasselbe in Cortina.
Hommage an den großen Meister
Schlichte Eleganz, die auf beeindruckenden Passformen und hochwertigen Materialien beruht. Die Modenschau in den Farben der italienischen Nationalflagge mit Entwürfen des Designers Giorgio Armani war eine Hommage an den im vergangenen Jahr verstorbenen Modemacher und zeigte einige seiner letzten Entwürfe. Dutzende Models in einfarbigen Anzügen bildeten eine lebendige Trikolore mit perfekter Schnittführung.