Tipps für Eltern: So lösen Sie mit Ihren Kindern Probleme in der Pubertät
Eltern als Mutmacher in der Pubertät

Teenie-Probleme: So reagieren Sie richtig bei Liebeskummer und Co

Pubertierende Kinder können die Nerven ganz schön strapazieren. Wenn es Eltern gelingt, ein offenes Ohr zu haben und für ihr Kind da zu sein, haben es alle ein bisschen leichter. Tipps für typische Probleme in der Pubertät:

Mama und Papa sind mit Pubertierenden oft überfordert. Wichtige Tipps für die Mutter-Kind-Beziehung können helfen. Hier haben wir die häufigsten Teenie-Probleme gelistet – und verraten Ihnen, wie Sie am besten darauf reagieren sollten:

1. Wenn pubertierende Kinder Liebeskummer haben

Egal, warum eine Beziehung scheitert, Liebeskummer ist immer fies. Eltern wissen das aus eigener Erfahrung. Auch, dass man irgendwann darüber hinwegkommt. Das bringt dem Sohn oder der Tochter aber herzlich wenig.

Wichtige Erziehungstipps: Dasein. Mitheulen. Gemeinsam ein Eis essen. Oder ins Kino gehen. Erzählen, wie das früher bei einem selbst war. Verständnis zeigen. Und nicht zu streng sein, wenn jetzt die beste Freundin oder das Ausgehen Vorrang hat.

2. Das erste Treffen mit den „Schwiegereltern“ steht an

Wenn Teenager die Eltern ihres oder ihrer Liebsten kennenlernen sollen, bekommen selbst robuste Buben und Mädchen großen Bammel. Sie wollen einen möglichst guten Eindruck hinterlassen. Gar nicht leicht, wenn man gerade in der Selbstfindungsphase ist. Deshalb ist das erste Aufeinandertreffen auch von enormer Anspannung geprägt.

Raten Sie Ihrem Sohn oder Ihrer Tochter, einfach so zu sein wie immer. Sagen Sie Ihrem Nachwuchs, dass er genau so perfekt ist, wie er oder sie ist. Und geben Sie mit Augenzwinkern mit auf den Weg: Solange das eigene Kind in der Beziehung glücklich wirkt, werden die „Schwiegereltern“ auch zufrieden sein.

3. Ein typisches Problem in der Pubertät: Schulstress

Druck, Erwartungen, Versagensängste. Die Schule kann Kindern in der Pubertät ganz schön Probleme bereiten. Was sie bei Schulstress von ihren Eltern brauchen: Motivation, um dran zu bleiben und zu lernen. Und Kommunikation, sollte ein Schulwechsel als Lösung des Problems erscheinen.

Wie geht das konkret? Dem Nachwuchs auf Augenhöhe klarmachen, dass sich das Lernen später bezahlt machen wird. Erklären, dass Schule auch spannend sein kann, wenn man sich reinhängt, versteht und aus eigener Kraft etwas leistet. Belohnungen verteilen und kleine Erholungspausen organisieren. Wenn nötig, gemeinsam lernen, abfragen oder Nachhilfe organisieren.

4. Wer Ärger mit Freunden hat, braucht gute Zuhörer

Die Pubertät ist eine prägende Zeit, in der Freundschaften einen besonders hohen Stellenwert haben. Gleichzeitig ist das Gefühlsleben manchmal ziemlich turbulent. Dann gibt’s „Schluss machen“ nicht nur in der Liebe, sondern auch mit dem besten Freund oder der besten Freundin.

Was Sie aktiv tun können: zuhören und trösten. Vielleicht helfen auch folgende Ratschläge: Erstmal Zeit vergehen und die Wut abklingen lassen. Danach vielleicht zu einem späteren Zeitpunkt in Ruhe miteinander reden. Erklären Sie außerdem, dass richtig gute Freundschaften auch durch schwere Zeiten gehen – so wie Liebesbeziehungen. Beispiele aus dem eigenen Leben von Mama und Papa zu hören, tut pubertierenden Kindern manchmal auch gut.

5. Wenn pubertierende Kinder Weltschmerz verspüren

Die Welt ist in den Augen von Teenagern manchmal einfach nur schlecht: Schule, Freunde, Umwelt, Politik. Alles scheint den Bach hinunter zu gehen und alle scheinen gegen sie zu sein. Die ohnehin schon lästigen Probleme in der Pubertät werden noch dramatischer wahrgenommen, wenn dieser ganz spezielle Weltschmerz dazukommt.

Wie können Sie als Eltern die Stimmung wieder aufheitern? Sorgen Sie für gemeinsame positive Erlebnisse. Oder motivieren Sie Ihren Nachwuchs zum Sport, das verschafft indirekt Stärkung. Scheuen Sie bei gröberen Problemen nicht davor zurück, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen.

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