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„Ich liebe dich!“: Welche Sprache der Liebe sprechen Sie?

Wie sage ich es richtig?

„Ich liebe dich!“: Welche Sprache der Liebe sprechen Sie?

Es muss nicht immer ein Strauß mit roten Rosen oder ein inbrünstiges „Ich liebe dich!“ sein: Manchmal genügt auch ein gemeinsamer Abend auf der Couch, um sich geliebt zu fühlen. Einige Menschen drücken ihre Liebe mit Worten aus, andere wiederum mit Taten oder Gesten. Was wollen Frauen? Und was wollen Männer? Finden Sie heraus, welche Sprache Sie sprechen! 

Die Basis der Liebe

Unsere Expertin und Achtsamkeitsberaterin Alexandra Brauner kennt sich mit Lebens- und Liebesangelegenheiten bestens aus. Sie startet mit einer guten Nachricht: „Alle Menschen haben die Fähigkeit zu lieben, denn der Wunsch zu lieben und geliebt zu werden ist ein zutiefst menschliches Bedürfnis.“

Gut zu wissen, aber wie funktioniert Lieben? Alexandra Brauner klärt auf: „Zu lieben bedeutet, sich selbst und anderen freundlich und wertschätzend zu begegnen. Dabei geht es um eine innere Haltung, aus der sich die äußere Form ergibt. Wenn ein Mensch sich selber zuhört und sich mit all seinen Schwächen, die zum Menschsein dazugehören, akzeptieren kann, so ist das eine wertvolle Basis, um auch mit anderen verständnis- und liebevoll zu sein.“


Welche Sprachen der Liebe gibt es?

Der erste Schritt, um sich für die Liebe zu öffnen, beginnt also bei uns selbst. Die Herausforderung dabei ist, zu erkennen, wie wir selbst Liebe geben und annehmen möchten.

„Die Sprache der Liebe kommt von Herzen. Sie hat unterschiedliche Ausdrucksformen, je nachdem, wie wir selbst gerne angesprochen werden oder wie wir gelernt haben, anderen Liebe zu zeigen“, sagt die Achtsamkeitsberaterin. „Das Kommunizieren von Liebe läuft auf verschiedenen Ebenen ab.“

Menschen haben unterschiedliche Arte, wie sie Liebe geben oder annehmen möchten, und nicht jeder kommuniziert dieses Gefühl auf dieselbe Weise. Der US-Amerikaner Gary Chapman, Autor des Buches „Die 5 Sprachen der Liebe“ und langjähriger Paarberater, definiert sie als unterschiedliche Kommunikationsstile. Jeder Mensch hat einen Bezug zu den meisten Arten, doch es gibt eine Sprache, die ihn am stärksten anspricht.  

5 verschiedene Arten, „Ich liebe dich“ zu sagen: 

Worte der Anerkennung
Menschen mit dieser Sprache der Liebe mögen verbale Bestätigung der Zuneigung und Wertschätzung. Komplimente, häufiges „Ich liebe dich“, viele Textnachrichten etc. kommen bei ihnen gut an.
 
Wertschätzung durch Taten und Worte der Unterstützung
Menschen mit dieser Sprache verbringen besonders gern aktiv Zeit mit ihrem Partner, etwa durch Zuhören, Augenkontakt und volle Präsenz.
 
Qualitätszeit zu zweit
„Taten sprechen mehr als Worte!“ Menschen, die diesen Kommunikationsstil bevorzugen, ist wichtig, dass man ihnen zeigt, wie sehr man sie mag. Etwa das Servieren des morgendlichen Kaffees, das Zudecken beim abendlichen Fernsehen oder andere Kleinigkeiten.
 
Geschenke 
Wenn Menschen ein Geschenk bekommen, fühlen sie sich besonders wertgeschätzt. Dabei ist der Geldwert nicht sonderlich wichtig, es zählt mehr der Gedanke hinter dem Gegenstand.
 
Körperliche Nähe und zärtliche Berührung
Körperliche Bemühungen wie Küssen, Händchenhalten und Sex sind für Menschen, deren Sprache der Liebe körperliche Berührung ist, das A und O. 


Kann eine Beziehung mit unterschiedlicher Liebessprache funktionieren?

Was ist Ihnen lieber: einen Strauß Rosen zu bekommen oder ein paar Stunden miteinander auf der Couch zu kuscheln? Kennt Ihre Partnerin/Ihr Partner die Antwort? Wenn ja, Gratulation! Wenn nicht, dann trauen Sie sich, über Ihre Wünsche und Bedürfnisse zu sprechen.
 
„Wenn zwei Menschen aufeinandertreffen, die unterschiedliche Sprachen der Liebe sprechen, gibt es weitere Lernfelder und Potenzial, den Sprachschatz zu erweitern und zu verfeinern“, sagt Expertin Alexandra Brauner.
 
„Es kann zu Missverständnissen kommen, wenn die Sprache des anderen nicht die ist, die wir uns erwarten würden. Erwartungen loslassen und erst einmal zuhören kann helfen, gegenseitiges Verständnis zu vertiefen.“

Wie so oft ist Kommunikation der Schlüssel zum Erfolg, das bestätigt auch die Expertin: „Das Grundrezept ist das Zuhören. Sich selbst und dem geliebten Menschen. Je tiefer wir zuhören, desto stärker sind wir in Verbindung. Wenn der Wunsch nach Bindung auf beiden Seiten da ist und Verständnis kultiviert werden kann, dann ist das die beste Basis. Unterschiede sind die Würze des Lebens.“