Active Beauty
Unser Lieblingshobby im Herbst: Schwammerl suchen

Waldbaden

Unser Lieblingshobby im Herbst: Schwammerl suchen

Wir packen einen Korb und ein Schwammerlmesser ein und schon geht’s los zum Schwammerl suchen. Was wir dabei aber nicht vergessen dürfen: einen Ratgeber zur Bestimmung unserer Funde, damit wir nur Genießbares aus dem Wald mitnehmen. Dafür gibt es jetzt auch schon eine App!

Schwammerl suchen: Darauf müssen Sie achten

Wer noch nie im Wald auf Pilzsuche war, wird überrascht sein, wie viele Faktoren zusammenspielen müssen, damit es gelingt. Diese sechs Tipps helfen:
 

1. Mit App und Ratgeber unterwegs sein

Wer zum ersten Mal Schwammerl suchen geht, informiert sich am besten vorher, welche Pilze überhaupt in den heimischen Wäldern wachsen. Denn bevor man einen Pilz pflückt, sollte man ihn einwandfrei identifizieren können. In Österreichs Wäldern wachsen zahlreiche Speisepilze. Besonders beliebt sind Rotkappen, Maronenröhrlinge, Eierschwammerl, der Kaiserling, die Krause Glucke, der Parasol, der Riesenbovist, Semmelstoppelpilze, die Speisemorchel, der Stein- oder Herrenpilz und Wiesenchampignons. Bevor man sich auf die Suche macht, einfach einen kurzen Blick auf die Identifikationsmerkmale im Ratgeber oder auf der App werfen. Oft haben Speisepilze giftige Doppelgänger, deren Identifikationsmerkmale man auch kennen sollte, um sie nicht zu verwechseln.
 

2. Auf der Suche nach bestimmten Pilzen? So werden Sie fündig!

Pilze gehen bevorzugt eine Symbiose mit bestimmten Baumarten ein und sind oft in der Nähe dieser Bäume zu finden. Birkenpilze bevorzugen beispielsweise Birken, Eierschwammerl wachsen oft in Fichtenforsten und Steinpilze sprießen unter Eichen. Wenn wir Schwammerl suchen, spielt außerdem das Wetter eine große Rolle. Nach langen Trockenperioden wachsen keine Pilze. Bei feuchtwarmem Wetter ist die Chance groß, Pilze zu finden.
 

3. Die richtige Ausrüstung

Weil Pilze sich sehr schnell zersetzen, sind der richtige Transport und die pilzgerechte Lagerung besonders wichtig. Schwammerl suchen gehen wir nur mit der passenden Ausrüstung: feste Schuhe, ein Korb (Plastiksackerl sind ungeeignet) und ein scharfes Messer, um den Pilz vor Ort abzuschneiden und zu reinigen.

4. Das richtige Pflücken von Pilzen

Weil Pilze so wichtig für das Ökosystem Wald sind, ist es besonders wichtig, sie richtig zu pflücken. Abgetrennt wird nur der Fruchtkörper. Damit der Mycel, der eigentliche Pilz, verschont bleibt, den Pilz vorsichtig herausdrehen oder abschneiden und dann die Stelle wieder mit Walderde bedecken. So bleibt der Mycel, der als weißes Geflecht im Waldboden wächst, geschützt. Wenn Sie Schwammerl suchen, lassen Sie junge Pilze, die man noch nicht eindeutig identifizieren kann, stehen. Dasselbe gilt auch für alte, angefressene Pilze oder giftige.


5. Wo darf man Sammeln und wie viel?

Gesetzlich gehören Pilze zum Waldobst und somit dem jeweiligen Waldbesitzer. Steht kein explizites Schild, ist das Sammeln aber meistens erlaubt. Ausnahmen gelten in Nationalparks oder Naturschutzgebieten, wo das Pilzsammeln oft verboten ist. Pro Person und pro Tag darf man in Österreich zwei Kilo Schwammerl ernten. Da Pilze aber relativ zeitnah verkocht werden sollten, nimmt man nur so viele mit, wie man auch essen kann.


6. In fremden Wäldern auf den Weg achten

Auch in der heutigen Zeit besteht die Möglichkeit, dass Sie sich im Wald verirren, wenn Sie Schwammerl suchen. Besonders in großen Waldstücken oder in den Bergen ist der Handyempfang oft schlecht und Sie müssen sich auf Ihren eigenen Orientierungssinn verlassen. Daher in fremden Wäldern nie zu weit vom Weg abkommen.


Schwammerl erkennen: Diese Apps unterstützen beim Schwammerl suchen

Pilzapps lassen sich super in Kombination mit Ratgebern verwenden. Diese Pilz-Apps für Android oder iOS sind unsere Favoriten: Pilzator, Pilz Erkenner, Pilzführer Lite, Meine Pilze, ObsIdentify und Shroomify.

Schwammerl suchen ist eine Wissenschaft, und auch wenn man alles richtig macht, kann es sein, dass man nichts findet. Aber auch wenn man mit leerem Korb wieder heimkehrt, hat man eine schöne und entspannte Zeit in der Natur verbracht.