Kinder und Jugendliche haben Talente, helfen Sie Ihrem Kind, seine zu entdecken.
Talent heißt nicht Hochbegabung

Jedes Kind hat ein Talent – So wecken Sie Potenziale

Teenies wissen häufig nicht (mehr), worin sie wirklich gut sind, wofür sie sich begeistern und was sie ausmacht. Mit diesen sechs Tipps vom Kinder- und Jugendcoach lassen sich Talente aus dem Schlummerschlaf holen und Blockaden lösen.

Egal, ob Schule oder Lehrberuf: Viele Kinder und Jugendliche scheinen unzufrieden, unmotiviert und unkonzentriert zu sein. Schlechte Voraussetzungen, um gute Leistungen abzurufen. Eltern dringen oft nicht durch und stoßen an ihre Grenzen. Sie appellieren und motivieren, aber der Effekt ist meist von kurzer Dauer.

„Es hilft nichts, wenn dir jemand sagt, dass du gut bist und Herausforderungen bewältigen kannst. Du musst es selbst spüren“, weiß Kinder- und Jugendcoach Christina Müller-Thayer. Mit Techniken der Gehirnforschung sowie der Resonanzmethode hilft sie Schülern und Lehrlingen, ihr persönliches Talent aufzuspüren und ihr volles Potenzial zu entfalten. (Übrigens: Wenn Ihr Kind nicht gerne von der Schule erzählt, bringen Sie es so zum Reden.) Wie das gelingen kann, fasst sie für activebeauty in den folgenden sechs Ratschlägen und Erziehungstipps zusammen:

  1. Talent heißt nicht Hochbegabung

Die eigenen Talente und Fähigkeiten zu entdecken, das klingt oft so groß. Dabei geht es nicht um Hochbegabung. Es gibt auch viele kleine Talente, die sehr wertvoll sind. Wie etwa längere Zeit still sitzen zu können, ein aufmerksamer Beobachter zu sein oder gut zeichnen zu können. Was auch oft vergessen wird: Talent allein hilft nichts. Man muss das, was man tut, auch gerne machen. Ein Skifahrer kann noch so talentiert sein. Wenn er keinen Spaß bei der Sache hat, wird er auch keine Erfolge einfahren.

  1. Dem eigenen Körper eine Stimme geben

Jugendliche wissen eigentlich, was ihnen guttut und was sie brauchen. Viele haben allerdings verlernt, auf ihre innere Stimme zu hören und in ihren Körper hinein zu spüren. Lieber machen sie das, was FreundInnen auch machen. Aber jeder funktioniert anders. Der eine braucht nur sechs Stunden Schlaf, für den anderen sind aber acht Stunden nötig, um am nächsten Tag gute Leistungen zu bringen. Genauso ist es beim Sport. Zu viel Training ist genauso schlecht wie zu wenig.

  1. Von den guten Tagen lernen

Es geht nicht darum, das Positive an einem schlechten Tag zu finden. Sondern herauszufinden, was an einem guten Tag gut war. Wie habe ich mich gefühlt? Wann konnte ich meine Fähigkeiten voll entfalten? Was war anderes als sonst? Wenn man das weiß, lässt sich mit etwas Übung ein schlechter zu einem guten Tag wandeln.

  1. In den Flow-Zustand kommen

An den Fähigkeiten scheitert es meistens nicht. Vielmehr muss die Leistung im entscheidenden Moment auch abgerufen werden können. Es geht darum, entspannt und gleichzeitig voll konzentriert zu sein. Wir geben den Jugendlichen in unseren Trainings daher Werkzeuge mit, damit sie im Kopf frei sein und auftanken können. Sie lernen, sich an ihren persönlichen Kraftplatz zu wünschen und daraus Konzentration, Kraft, Gelassenheit und Ruhe zu ziehen.

  1. Vom Mut zur Individualität und dem Willen zur Gemeinschaft

Viele Jugendliche können nur miteinander. Dabei ist Zeit für sich alleine und Individualität etwas sehr wichtiges. Aber dazu braucht es Mut. Gleichzeitig ist es zentral, auch das Miteinander zu leben, gemeinsam Aufträge erfüllen und sich in die Gemeinschaft integrieren zu können. Egal ob in der Schule oder im Lehrbetrieb. Denn nur gemeinsam kann Großes entstehen.

  1. Ziele als Navigator

Egal ob SchülerInnen oder Lehrlinge: Viele haben das Gefühl, ihrer Situation ausgeliefert zu sein. Dabei sind sie eigenverantwortlich und können mitbestimmen, wie ihr Leben verläuft – indem sie ihren Träumen folgen und sich ihre Ziele entsprechend stecken.

Oder wie Walt Disney sagte: If you can dream it, you can do it!

Christina Müller-Thayer ist Kinder-, Jugend- und Familiencoach, Dipl. Lebens- und Sozialberaterin, spezialisiert auf Resonanz-, Schul- und Lehrlingstrainings und seit 2007 selbstständige Franchisenehmerin des Instituts Kutschera.

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