Ein junges Mädchen mit rötlichen Haaren die Blumen in den Händen hält.
Tauschen Sie die Rollen!

Was Erwachsene von Kindern lernen können

Normalerweise lehren Erwachsene den Kindern wie die Welt läuft. Das ist nicht immer von Vorteil. Daher ist es manchmal Zeit, die Rollen zu tauschen.

Eigentlich war es fix ausgemacht: Am Samstag sollte den ganzen Tag nur Spielen auf dem Programm stehen. Die Kinder hatten sich schon die ganze Woche darauf gefreut, extra ihre Legosteine geordnet, die Puppen fein angezogen und sich eine ganz neue Variante von Uno ausgedacht.

Stimmt’s Mama, heute spielst du den ganzen Tag mit uns!

Aber noch bevor die Nutellabrote und Erdbeer-Cornflakes aufgegessen und die Kakaotassen leer getrunken waren, läutete Mamas Handy. Nachdem sie das Gespräch beendet hatte, runzelte sie die Stirn und sagte: „Ich muss nur schnell noch eine wichtige E-Mail schreiben und dann legen wir los!“

Aus der E-Mail wurden drei, und während sie auf die Antwort auf die zweite wartete, fiel ihr auf, dass der Fußboden nicht sonderlich sauber war. Als schließlich in der ganzen Wohnung der Boden gewischt war, putzte sie auch gleich noch die Fenster.

Als sie endlich alle gemeinsam die Spielsachen auspackten, dämmerte es schon. Und dann läutete noch einmal das Telefon. „Mama, nicht!“, riefen die Kinder. Sie seufzte. „Aber ich muss doch schauen, wer dran ist“, murmelte sie und ihre Stimme triefte vor schlechtem Gewissen. „Warum?“, fragten die Kleinen. „Warum spielen wir jetzt nicht einfach?“

Die Antwort lautet: Weil Erwachsene viel zu selten das Wort „Warum“ verwenden. Statt zu hinterfragen, ob an einem gemütlichen Familiensamstag das Handy wirklich eingeschaltet bleiben muss, nehmen sie es als gegeben hin, dauernd erreichbar zu sein. Statt zu überlegen, ob man nicht eine andere Lösung für ein Haushaltsproblem findet, spulen sie das gewohnte Putzprogramm ab.

Für den, der fragt, steckt das Leben voller Überraschungen. Genau denen weicht man mit zunehmendem Alter aber immer mehr aus. Schade, denn gerade sie machen den Alltag weniger grau. Jüngere Menschen freuen sich über das Neue, Unvorhergesehene, und wollen alles ganz genau wissen. Erwachsene, die es ihnen – zumindest von Zeit zu Zeit – gleichtun, stellen oft verblüfft fest, wie kinderleicht manche Dinge werden, wenn man aus den gewohnten Bahnen mit ihren ewig gleichen Hindernissen einmal ausbricht, um einfach einen neuen Weg einzuschlagen. Und auch sonst lässt sich von Kindern einiges (wieder) lernen.

Finde dein inneres Kind

Dinge die man als Erwachsener mal wieder machen sollte:

  1. Spielen

    Ob Frisbee, Federball oder Fangen – im Freien bieten sich genügend Möglichkeiten. Und man wird auch noch fit dabei!

  2. Eine Rutsche hinuntersausen

    Am Spielplatz darf man als Erwachsener meistens nicht – aber im Aquapark schon!

  3. Malen

    Erwachsenen-Malbücher liegen seit Jahren im Trend und helfen optimal beim Entspannen.

  4. Trampolin springen

    Ein tolles Ganzkörpertraining, das nicht nur Kindern Spaß macht.

  5. Schaukeln

    Das nötige Equipment lässt sich ganz in der eigenen Wohnung montieren – etwa im Türstock.

  6. Einen Zeichentrickfilm anschauen

    Schon lange nicht mehr Bambi, Arielle oder Toy Story gesehen? Dann wird es höchste Zeit!

  7. Ein Bällebad nehmen

    Tipp für den nächstesn Städtetrip: In der Londoner Bar „Ballie Ballerson“ gibts Essen, Drinks und Bällebad.

  8. Auf dem Boden krabbeln

    „Crawling“ nennt sich ein trendiges Workout, bei dem man zu ursprünglichen Bewegungsformen zurückfindet.

  9. Einfach kindisch sein

    Auf einem Bein hüpfen, eine Polsterschlacht machen, mit dem Strohhalm Luftblasen in die Frucade blubbern – viele Dinge, die Kinder machen, fördern den Stressabbau. Nachmachen lohnt sich.

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