Schnee und niedrige Temperaturen: Wenn die Welt in eine weiße Decke gehüllt ist, wird einem zwar warm ums Herz, aber oft kalt in den Fingerspitzen. Da stellt sich natürlich die Frage, wie man sein Baby im Winter anziehen soll. Denn damit auch ein Baby den Winter genießen kann, sollte es passend angezogen an die frische Luft. Dann können wir uns auf das erste Weihnachten mit Baby freuen.

Ein Spaziergang im Winterwonderland kann durchaus positive Eigenschaften haben. So kann frische Luft dazu beitragen, dass die Kleinen am Abend besser zur Ruhe kommen. Auch im Winter tut Tageslicht gut. Fragen zur Vitamin-D-Versorgung Ihres Babys besprechen Sie am besten mit Ihrer Kinderärztin oder Ihrem Kinderarzt.

Sie fragen sich jetzt, ob Ihr Baby für die Kälte schon groß genug ist? Das hängt von der Temperatur ab. Bei starken Minusgraden bleiben Sie besser zuhause. Ist es wärmer, ist ein Winterspaziergang schon zwei bis drei Wochen nach der Geburt möglich. Ihr Baby sollte gesund wirken und keine Anzeichen von Krankheit zeigen. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an Ihre Kinderärztin oder Ihren Kinderarzt.

Was Sie in Ihrem ersten gemeinsamen Baby-Winter sonst noch beachten sollten? Wir haben die wichtigsten Tipps im Überblick.

Das Baby im Winter anziehen: 5 Tipps von Kopf bis Fuß

Hier kommen unsere Tipps, wie Sie Ihr Baby warm anziehen.

Wetterfeste Hautpflege

Grundsätzlich ist die zarte Babyhaut im Winter nicht viel anders zu pflegen als im Frühling oder Sommer. Einziger Unterschied: Auf wasserhaltige Cremes sollten Sie jetzt lieber verzichten, da diese bei Minusgraden auf der Haut gefrieren könnten. Besser: Wind- und Wettercremes verwenden, die für Babyhaut geeignet sind und die Haut im Gesicht bei Kälte pflegen. Ist die Haut nach einem Tag im Freien gereizt, können für Babys geeignete Pflegecremes mit Panthenol ausprobiert werden. Bei anhaltenden Hautreizungen bitte ärztlich abklären lassen.

Zwiebellook statt dicker Jacke

Den kleinen Liebling nicht zu warm und nicht zu kalt einpacken. Tipp zum Merken: Dem Baby immer eine Schicht mehr anziehen, als man selbst anhat. Außerdem beim Anziehen des Babys warme, aber dennoch luftdurchlässige Materialien wie Wolle wählen. Dabei lieber auf mehrere Schichten als nur ein dickes Kleidungsstück setzen. Der Zwiebellook wärmt besser, da die Luft in den Zwischenräumen isolierend wirkt. Außerdem nicht vergessen: Haube und Handschuhe!

Achtung: Bei niedrigen Temperaturen sollte ein Kind nie schwitzen. Überprüfen Sie dies mit einem Griff an Babys Nacken. Ist dieser angenehm warm: alles gut. Eiskalt sollte die Stelle allerdings auch nicht sein – dann friert Ihr Baby!

Tipp von Hebamme Julia Reichl: „Besonders wichtig ist ein gut isolierender Fußsack für den Kinderwagen. Achten Sie darauf, dass er zur Temperatur passt und Ihr Baby weder friert noch schwitzt.“

Übrigens: Egal ob bei Nullgraden oder heißen Sommertemperaturen, gerade bei den Kleinsten lohnt sich Second-Hand-Shopping besonders. Schließlich hat Gewand bei Babys und Kleinkindern eine sehr kurze Nutzungsdauer. Das Baby richtig anziehen für den Winter fällt so auch viel leichter, weil es oft schon ganze Secondhand-Pakete in einer Größe zu kaufen gibt. Halten Sie Ausschau nach lokalen Kinderkleidungsbörsen oder durchstöbern Sie Onlineshops wie Babäm! oder Fabihaft.

Damit können Sie Geld sparen und vorhandene Baby- und Kinderkleidung weiterverwenden. Die Herstellung neuer Kleidung benötigt Rohstoffe, Energie und Wasser. Wir empfehlen für Ihre Kleinen einen Mix aus Second-Hand-Kleidung und qualitativ hochwertiger Babykleidung mit anerkannten Textilsiegeln, z. B. GOTS, oder aus zertifizierter Bio-Baumwolle.

Nicht übertreiben

Sie sind unsicher, ob es nicht doch zu ungemütlich für einen winterlichen Spaziergang ist? Dann vertrauen Sie Ihrem Gefühl und bleiben Sie mit Ihrem Baby lieber im Warmen. Auch Kuscheln kann dem Wohlbefinden guttun und Nähe geben – sowohl Babys als auch Eltern. Ob drinnen oder draußen: Wie im Sommer sollte dem Baby auch im Winter nicht zu warm oder kalt sein. Auch hier hilft der Test im Nacken oder am Hals. Es sollte sich warm, aber nicht heiß anfühlen.

Frische Luft, aber kein Durchzug

Wie für Erwachsene gilt auch für Babys: Trockene Heizungsluft kann die Schleimhäute reizen. Daher bitte auch im Kinderzimmer regelmäßig lüften, während das Baby nicht im Zimmer ist. Feuchte Tücher auf der Heizung können für ein angenehmeres Raumklima sorgen. Achten Sie auf ein angenehmes Raumklima und orientieren Sie sich an den Empfehlungen Ihrer Kinderärztin, Ihres Kinderarztes oder fachlicher Stellen. Aber – auch das ist kein Geheimnis – das Baby bitte keinem Luftzug aussetzen. Daher das Kinderbett am besten geschützt im Raum platzieren.