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Immunsystem stärken – 10 Tipps, die wirken

Fit im Winter

Immunsystem stärken – 10 Tipps, die wirken

​Unser Immunsystem ist ein kleines Wunder: Es wehrt beständig schädliche Bakterien, Viren und andere Eindringlinge ab – meistens sogar, ohne dass wir etwas davon bemerken. Gerade in der kalten Jahreszeit sind unsere Abwehrkräfte sehr gefordert. Erkältungen haben Hochsaison und können sich in Innenräumen gut verbreiten. Doch es gibt viele Hausmittel und Verhaltenstipps, um das Immunsystem zu stärken und gesund durch die Wintermonate zu kommen.

Immunsystem stärken: Mit diesen 10 Tipps gelingt es Ihnen

1. Mikrobiom stärken mit der richtigen Ernährung

Der einfachste Weg, das Immunsystem natürlich zu stärken, geht durch den Magen: Denn ein Großteil unserer körpereigenen Abwehr sitzt im Darm. Damit das Mikrobiom das Immunsystem unterstützen kann, müssen die nützlichen Darmbakterien gut „gefüttert“ werden. Fermentierte Lebensmittel wie Joghurt oder Sauerkraut sind eine Wohltat für die Darmflora und sollten besonders im Winter oft auf dem Speiseplan stehen.
 

2. Pflanzenkraft gegen Viren & Co.

Nicht nur wegen der Vitamine und Mineralstoffe sind frisches Obst und Gemüse ein Muss für die immunstärkende Küche. Aber wussten Sie, dass einige Inhaltsstoffe in pflanzlichen Lebensmitteln sogar antibakteriell und antiviral wirken? Vor allem sekundäre Pflanzenstoffe und ätherische Öle können Bakterien und Viren gar nicht leiden. Dazu zählen Allicin (Knoblauch), Senföle (Kapuzinerkresse, Kren, Radieschen), Saponine (Sojabohnen, Kichererbsen, Erdnüsse) sowie Thymian undPfeffer. Auch Ingwer gehört zu den Hausmitteln für ein starkes Immunsystem.

3. Bewegung an der frischen Luft

UV-Strahlung hat eine natürliche desinfizierende Wirkung, weil sie Bakterien abtötet. Darüber hinaus hilft das Sonnenlicht dem Körper, Vitamin D zu bilden. Schon im September beginnt der Vitamin D-Spiegel zu fallen und erreicht seinen Tiefstand bei den meisten Menschen im März. Daher sollten wir jede Gelegenheit nutzen, um so viel Sonnenlicht wie möglich zu tanken (Achtung: Auch im Winter braucht die Haut einen guten Lichtschutzfaktor!).
Wie wäre es mit einer Schneeballschlacht oder einer Runde Eislaufen? Oder werden Sie selbst kreativ: Mit gefrorenen Wasserbomben kann man hervorragend bowlen. Kinder werden mit über einer Feuerschale gerösteten Marshmallows aus dem Haus gelockt.
 

Wie Tees und Waldspaziergänge das Immunsystem stärken

4. Viel trinken

Ausreichend Flüssigkeit ist wichtig für das Immunsystem, denn nur so kann der lebenswichtige Stoffwechsel reibungslos laufen. Mindestens 1,5 Liter sollten es am Tag sein. So bleiben die Schleimhäute gut befeuchtet und bilden eine wirksame Abwehr gegen Viren und Bakterien. Doch oft hat man gerade im Winter nicht so viel Durst wie in den wärmeren Monaten. Lust auf Flüssiges machen aromatische Tees, die mit ihren Inhaltsstoffen gleichzeitig das Immunsystem boosten, etwa Grüner Tee, Kamillentee und Rooibos-Tee. Alkohol und Kaffee dagegen sollte man eher meiden.
 

5. Waldspaziergänge

Ein Spaziergang im Wald tut nicht nur durch die Bewegung gut – die besondere Luftmischung macht den Unterschied: Die Bäume kommunizieren miteinander über Botenstoffe in den ätherischen Ölen, die sie ausstoßen. Diese Terpene nehmen wir beim Waldbaden über die Haut und die Atemwege auf. Dadurch wird der Herzschlag verlangsamt, das vegetative Nervensystem beruhigt und unsere Abwehrkräfte werden gestärkt.
 

6. Richtig lüften

Durchschnittlich 90 Prozent unserer Zeit verbringen wir in geschlossenen Räumen – besonders in der kalten Jahreszeit ist das kuschelige Sofa oft zu verlockend. Regelmäßig das Fenster zu öffnen sorgt für Luftaustausch und reduziert die Viren- und Schadstofflast in der Raumluft. Zwei- bis viermal täglich sollte ein Raum stoßgelüftet werden. Am besten verlässt man währenddessen den Raum, um sich nicht der Zugluft auszusetzen und aufgewirbelten Staub und Bakterien einzuatmen.
Übrigens: Auch zu viel lüften ist nicht gut: Warme Luft, die mehr Feuchtigkeit aufnehmen kann als kalte Luft, wird durch das Lüften nach draußen geleitet und durch kalte, trockenere Luft ersetzt. Sinkt die Luftfeuchtigkeit unter 30 Prozent, trocknen Haut und Schleimhäute aus und werden anfälliger für Keime. Luftbefeuchter oder feuchte Tücher über der Heizung schaffen hier Abhilfe.
 

7. Zimmerpflanzen für das Raumklima

Für ein gesundes Raumklima und eine natürliche Luftbefeuchtung sorgen Zimmerpflanzen. Bis zu 90 Prozent des Gießwassers werden von der Pflanze gefiltert und wieder an die Umgebung abgeleitet. Besonders großblättrige Arten wie Zimmerlinde, Nestfarn, Zyperngras, Ficus oder Aralien-Arten eignen sich dafür. Je nach Gießintervall lässt sich durch die Zimmerpflanzen die Luftfeuchtigkeit um etwa fünf Prozent erhöhen. Bei der trockenen Heizungsluft im Winter ist das eine Wohltat für die Schleimhäute und somit eine wirksame Vorbeugung gegen Erkältungen.
 

Lachen stärkt unser Immunsystem

8. Viel lachen ist gesund

Unsere Psyche hat einen großen Einfluss auf unser körperliches Wohlbefinden. Stress und Sorgen setzen unserem Immunsystem zu. Positive Gedanken und Lachen hingegen stärken unsere Abwehrkräfte gegen Viren & Co. Lachen setzt das Glückshormon Serotonin frei und baut Stress ab. Also keine falsche Zurückhaltung – ab ins Kabarett, in den lustigen Kinofilm oder zum Serienabend auf die Couch. Am liebsten mit Familie und Freunden, denn gemeinsam lacht es sich immer noch am besten.
 

9. Küssen und Sex

Küssen stärkt das Immunsystem und das nicht nur, weil es unsere Stimmung aufhellt. Mit dem Speichel des Kusspartners nehmen wir auch Bakterien und Viren auf – so wird das Immunsystem stimuliert. Küssen ist daher eine natürliche „Schluckimpfung“, die unsere Abwehrkräfte trainiert. Auch Sex wirkt sich positiv aus: Wissenschaftler der Wilkes-Barre-Universität in Pennsylvania fanden heraus, dass zwei Mal pro Woche sexuell aktive Menschen um 30 Prozent mehr Immunglobulin im Speichel aufwiesen als Sex-Muffel. Immunglobuline sind Eiweiße, die im Blut zirkulieren und vielfältige Aufgaben erfüllen. Sie werden auch Antikörper genannt.
 

10. Wechselduschen und Saunieren

Wechselduschen fördern die Durchblutung, bringen den Kreislauf in Schwung und stärken das Immunsystem. Die Überwindung lohnt sich also! Doch wie funktionieren Wechselduschen? Beginnen Sie immer am rechten Fuß – dieser ist am weitesten vom Herzen entfernt. Die Wechseldusche startet mit warmem Wasser und endet immer mit kaltem Wasser, der Rhythmus ist also warm/kalt, warm/kalt. Optimal ist eine Dauer von zehn Minuten. Danach werden Sie mit einem erfrischten und durchwärmten Gefühl belohnt.
Apropos warm: Auch der regelmäßige Gang in die Sauna fördert das Immunsystem. Durch die Wärme erweitern sich die Gefäße, die Durchblutung wird verbessert. Zudem gaukelt die Hitze dem Körper ein künstlich erzeugtes Fieber vor – der Körper reagiert mit der Aktivierung von Abwehrzellen. Achtung: Wer bereits erkältet ist, darf nicht in die Sauna, denn das würde den Kreislauf zu sehr belasten.