Eisen hat viele Funktionen im Körper. Eine der wichtigsten: als Teil der roten Blutzellen den Sauerstofftransport zu unterstützen. Doch auch fürs Immunsystem und den Energiestoffwechsel spielt Eisen eine wichtige Rolle. Und: Es hilft bei der Bildung von Haaren, Haut und Nägeln. Bei Eisenmangel ist ein Haarausfall ein häufiges, erstes Zeichen. Woran Sie einen Eisenmangel sonst noch erkennen, welche Werte beim Bluttest wichtig sind und was hilft, wenn man betroffen ist, verrät der Salzburger Eisenmangelexperte Dr. Darius Chovghi im Interview.

Eisenmangel: Ursache, was essen, was hilft – die wichtigsten Fakten

  1. Ursachen: Wie entsteht ein Eisenmangel?

    „Die häufigste Ursache: Die Eisenaufnahme im Darm ist nicht optimal, sodass nicht genug Eisen aufgenommen werden kann. Leider kann das oft auch nicht korrigiert werden. Teils hängt es mit einem Reizdarm oder häufigen Stresssituationen zusammen, dass die Eisenaufnahme nicht richtig funktioniert. Auch wenn wir viel Sport treiben und wenn wir älter werden, ist bzw. wird ein Eisenmangel wahrscheinlicher.“

  2. Warum leiden vor allem Frauen darunter?

    „Ein überwiegender Teil der Patienten sind tatsächlich Frauen. Das hat zum einen mit der Menstruation zu tun. Durch den hohen monatlichen Blutverlust scheiden Frauen viel Eisen aus. Es gibt aber noch einen weiteren Grund: Das beste Eisen, das wir über die Nahrung bekommen ist tierischen Ursprungs. Sprich: Das im Fleisch vorhandene Hämeisen ist pflanzlichen Varianten deutlich überlegen – und Frauen essen nun mal viel weniger Fleisch als Männer. Aus diesen zwei Gründen leiden sie auch häufiger unter Eisenmangel.“