Innere Stimme: Die Augen schließen und aufs Bauchgefühl hören.
Der Intuition vertrauen

Bauchgefühl: Wie klingt unsere innere Stimme?

Ein innerer Kompass, der sagt, wo es langgeht: Wäre manchmal sehr hilfreich, oder? Die gute Nachricht: Jeder Mensch trägt einen solchen Wegweiser in sich! So lernen Sie, auf Ihre innere Stimme (wieder) zu hören.

Innere Stimme, Intuition oder Bauchgefühl: Je nachdem, über welche Sinne Menschen ihren inneren Kompass wahrnehmen, benennen sie ihn unterschiedlich. Wir alle haben also ein Wort dafür. Doch viele von uns haben im Laufe des Lebens verlernt, auf diese innere Stimme zu hören. Dadurch wissen wir oft nicht, welche Sehnsüchte und Wünsche wir wirklich haben. Dabei ist unser Bauchgefühl so wichtig, denn dadurch „bauen wir eine innere Beziehung zu uns selbst auf“, sagt Irene Itene, Mentaltrainerin und Yogalehrerin.

Warum das so ist? Ein Grund: Wir handeln vor allem nach gewohnten Mustern, einfach, weil das für unser Gehirn am einfachsten ist. Unser Kopf hilft uns nicht unbedingt dabei, zu unserer inneren Stimme zu finden. Zum Glück können wir unsere Gedanken aber selbst steuern und lernen, wie wir aus bekannten Mustern ausbrechen.

4 Tipps, wie wir lernen, aufs Bauchgefühl zu hören

  1. Spüren, was wir wirklich wollen

    „Jeder hat einen inneren Kompass und auch andere Gedankenkonzepte im Kopf. Diese sieht man auf den ersten Blick nur nicht immer“, sagt Irene Itene. Um diese innere Ausrichtung freizulegen und zu spüren, was wir wirklich wollen, rät die Mentaltrainerin, einen Schritt zurück zu gehen und regelmäßig bewusst aus dem Alltag auszusteigen. Etwa durch Momente, in denen man bewusst gar nichts macht oder beim Meditieren lernen.

  2. Den inneren Kritiker identifizieren

    Die innere Stimme ist nicht die einzige, die zu uns spricht – der „innere Kritiker“ ist oft viel lauter und übertönt unser Bauchgefühl: „Man hat viele Stimmen in sich. Der Kritiker ist dabei oft gar nicht die eigene Stimme, sondern zum Beispiel jene einer Bezugsperson aus der Kindheit. Aufgrund von eingefahrenen Mustern kann es aber passieren, dass diese Stimme ein Leben lang an einem herumkritisiert. Sie hinterfragt Entscheidungen und verunsichert.“ Gerade deshalb ist es so wichtig, zu lernen, auf seine Intuition zu vertrauen – und Strategien gegen negative Gedanken zu entwickeln.

  1. Nicht alles glauben, was wir denken

    Wie schaffen wir es, auszubrechen, wenn der innere Kritiker zu laut wird? Indem wir nicht alles glauben, was wir denken: „Sich bewusst machen, dass sich Gedanken verselbständigen und nichts mehr mit der Realität zu tun haben können. Denn oft sind es fiktive Bilder im Kopf, die ein negatives Gefühl verursachen.“ Wird einem das klar, kann man gezielt versuchen, die Gedanken auf etwas Positives zu lenken. Manchmal kann es helfen, auch mit einer außenstehenden Person, die Perspektive zu wechseln. Und so die Dinge in ein neues Licht zu rücken.

  2. Bewusst atmen und andere Auszeiten

    Um zum Kern seiner Bedürfnisse und Wünsche vorzudringen, rät die Mentaltrainerin, sich regelmäßig eine Auszeit zu gönnen. Denn der Alltag bindet oft unsere ganze Aufmerksamkeit – wir sind abgelenkt vom Außen und können unsere innere Stimme nicht mehr wahrnehmen. Deshalb sind Auszeiten so wichtig: „Wenn wir uns immer wieder bewusst aus dem Alltagsbetrieb zurücknehmen und mit uns selbst in Kontakt treten, merken wir mit der Zeit, wonach wir uns sehnen und was wir am liebsten tun würden.“ Ganz einfach und wirkungsvoll geht das mit bewusstem Atmen! Aber auch Spaziergänge in der Natur können uns in den Moment zurückholen und damit zu uns selbst zurück.

Irene Itene ist Mentaltrainerin und Yogalehrerin. Sie hat mit „Power Relax“ eine Entspannungs-App entwickelt, die dabei unterstützen soll, mit sich selbst besser in Kontakt zu kommen – und die Intuition zu stärken.

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