Nur noch Streit? Tipps, wie Sie Ihre Beziehung retten.
Tipps für die Liebe

Wie Ihre Beziehung sicher schiefgeht – und 7 Wege, wie Sie sie retten

Bei Ihnen herrscht Liebesfrust? Sie wissen nicht, ob Sie Ihre Beziehung retten können? Yes, you can: Diese Tipps aus der Paarberatung helfen!

Die Tage werden länger, die Vögel zwitschern, die Natur erwacht: Frühlingsgefühle in der Luft. Doch was tun, wenn trotz Sonnenschein kein Gefühl von Leichtigkeit aufkommt, sondern die Beziehung im gleichen Trott weitergeht? Wie kann man seine Beziehung retten? Das Salzburger Coach-Ehepaar Angela und Dieter Ehrenreich kennt aus seiner Therapeuten-Erfahrung sieben Dinge, die auf jeden Fall eine Beziehung scheitern lassen. Aber sie haben natürlich auch Tipps, wie Sie Ihre Beziehung retten – und das geht so:

Beziehung retten? Vermeiden Sie diese 7 Fehler:

  1. "Ich bin wie ich bin."

    „Er/Sie wird sich nie ändern!“ „Ich habe es ihm/ihr schon 1000-mal gesagt und nichts ändert sich!“: Wem Sätze wie diese bekannt vorkommen, hat sich vermutlich damit abgefunden, dass sich der Partner/die Partnerin nie ändern wird. Hier ist Frustration vorprogrammiert und die Beziehung schwer zu retten. Nicht zu vergessen ist allerdings auch eine Seite im eigenen ICH: Nämlich „So bin ich halt“. Veränderung kann jeweils nur in der eigenen Sphäre passieren. 

    Und so retten Sie Ihre Beziehung: 

    Ja, Sie können den Menschen als sehr stabiles, im Wesentlichen unveränderliches Wesen sehen: Geprägt von seiner Vergangenheit mit unausweichlichen Verhaltensweisen im Hier und Jetzt. Aber: Laut dem Neurologen und Psychiater Viktor E. Frankl gibt es neben Körper und Psyche noch eine dritte Komponente – die „geistige Person“. Und diese ist immer gesund und treibt die immerwährende Veränderung und Entwicklung an. Deshalb: Vertrauen Sie darauf, dass sich Menschen auch in scheinbar festgefahrenen Beziehungen ändern können. Das gilt allerdings für beide Seiten: für Ihren Partner/Ihre Partnerin UND für Sie! 

  2. "Meine Gefühle halte ich besser raus."

    „Wenn ich meiner Partnerin/meinem Partner erst gar nicht zeige oder sage wie es mir (wirklich) geht, dann sind wir beide besser dran. Oder noch besser bin ich dran, wenn ich mir meine Gefühle selbst nicht zeige.“ Also verschließen wir uns lieber vor unseren Gefühlen – ein Zustand, der auf Dauer unzufrieden macht. 

    Und so retten Sie Ihre Beziehung: 

    Menschsein heißt auch Gefühle zu haben und mit diesen Gefühlen angenehmen und unangenehmen zu leben. Machen Sie sich also auf die Suche nach Ihren Gefühlen. Nehmen Sie sich dafür Ruhe und Zeit und üben Sie dabei, Ihre Gefühle zu benennen. Indem Sie Verantwortung für Ihre Gefühle übernehmen, entlasten Sie auch Ihre Partnerschaft. Und retten die Beziehung damit letztlich. Nicht der Partner ist verantwortlich für Ihre Laune, sondern Sie selbst haben großen Einfluss darauf, wie es Ihnen geht. 

  1. "Und über meine Gefühle spreche ich auch nicht."

     „Gefühle haben doch nichts mit der Realität zu tun. Wenn ich sie gut genug ausblende und mich auf die Fakten konzentriere, dann geht es uns allen viel besser.“ Immer noch ist es für viele, vor allem für Männer, ein Zeichen der Schwäche über Gefühle zu sprechen. Trotzdem erwartet man sich, dass der Partner/die Partnerin die eigene Gefühlswelt versteht und wartet, und wartet, und wartet 

    Und so retten Sie Ihre Beziehung: 

    Sie haben Verantwortung für Ihre Gefühle übernommen (siehe Punkt 2)? Gut, dann beginnen Sie diese nun dem oder der Liebsten mitzuteilen. Ein wichtiger Schritt, um Ihre Beziehung zu leben. Anstatt sich wie sonst hinter einer Schutzarmee bestehend aus Wut, Ärger, Zorn und emotionalem Rückzug zu verstecken, sollten Sie zu Ihren Verletzlichkeiten stehen und, wichtig, Ihrem Gegenüber stets in emotionalen Ich-Botschaften mitteilen.  

  2. "Ich bin besser vorsichtig als verletzt."

    „Ich spreche lieber nicht über meine Wünsche oder Ängste, denn das würde mich angreifbar machen.“ Aus Angst verletzt zu werden, wird deshalb lieber auf emotionale Nähe verzichtet. Kennt das Gegenüber aber weder Wünsche noch Ängste des Anderen, kann es auch nicht darauf eingehen. 

    Und so retten Sie Ihre Beziehung: 

    Hier kommt wieder die Verletzlichkeit ins Spiel: Durch dieses „sich verletzlich zeigen“ bauen Sie Schritt für Schritt Vertrauen zueinander auf. Beziehung leben heißt: sich inklusive aller Ängste und Wünsche offenbaren und authentisch sein. Denn es geht in Partnerschaften nicht darum, wer der Stärkere, Bessere oder Beliebtere ist. Es geht darum, einander emotional nahe sein zu können: eine Nähe, die nur durch Vertrauen hergestellt werden kann, was wiederum die Verletzlichkeit stets impliziert! 

  3. "Nur nicht streiten!"

    „Wir wollen uns weniger streiten!“ Ein Satz, der leider häufig mit einer völligen Konfliktvermeidung einhergeht. Doch kleinere Konflikte, die nie ausgetragen, sondern nur hinuntergeschluckt werden, drohen zu einer tickenden Streit-Zeitbombe heranzuwachsen. 

    Und so retten Sie Ihre Beziehung: 

    Das Geheimnis lautet: würdevolle Konflikte führen. In denen es nicht um Sieg oder Niederlage geht, sondern darum, mehr vom Anderen kennen zu lernen unter dem Motto „Erkläre mir deine Welt!“. Anstatt immer Recht haben zu wollen, steht als Paar das gegenseitige Entdecken im Mittelpunkt. 

  4. "Gönne dem anderen nichts!"

    „Warum möchte er/sie etwas ohne mich unternehmen? Muss er/sie sich etwa von mir erholen?“ Anstatt dem Lieblingsmenschen die Zeit für sich zu gönnen, hinterfragen Liebende oft den Grund dafür. Die Folge: Eifersucht – schließlich möchte man selbst die Kraftquelle des Anderen sein. 

    Und so retten Sie Ihre Beziehung: 

    Dauerhaft glückliche Beziehungen haben nicht nur durch vollkommene Symbiose Bestand. Es gibt Zeiten, in denen man einander näher ist, trotzdem sollte jeder auch noch sein eigener Mensch sein. Die meisten haben sich schließlich auch in die Lebensfreude, Kraft und Eigenständigkeit des Anderen verliebt. Menschen kommen einander nämlich gerade dann besonders nahe, wenn sie einander aus diesem Verständnis der Selbstständigkeit und Unabhängigkeit begegnen können. 

  5. "Nur nichts gemeinsam tun."

    „Jeder von uns hat seine eigenen Hobbys, gemeinsame Zeit haben wir im Alltag ja genug.“ Doch gemeinsame Aktivitäten bleiben im Alltag oft auf der Strecke. Und mit der fehlenden gemeinsamen Zeit kann auch die emotionale Nähe möglicherweise verloren gehen. 

    Und so retten Sie Ihre Beziehung: 

    Um in einer Beziehung Verbindungen zu schaffen braucht es drei Ebenen: Die faktische Ebene verbindet Paare durch gemeinsame Aufgaben und Tätigkeiten z. B. Kindererziehung, Haushalt, Wirtschaftliches, aber auch Urlaube und Co. Die emotionale Ebene schafft Verbindung – hier ist Platz für Gefühle. Und die Potentialebene: gemeinsame Zukunft, Träume, Wünsche und Visionen. Nehmen Sie sich mit Ihrem oder Ihrer Liebsten einen Abend Zeit und versuchen Sie die drei Ebenen für das gemeinsame „WIR“ niederzuschreiben. Welche der Ebenen ist ganz einfach zu befüllen? Bei welcher ist es am schwierigsten? Was wäre das nächste „gemeinsame erste Mal“? 

Angela und Dieter Ehrenreich sind seit über 19 Jahren ein Paar, 15 davon verheiratet und leben mit ihren 3 Kindern in Salzburg. Ihrer Vision, Menschen in Partnerschaften in schwierigen Zeiten zu unterstützen, folgen sie hauptsächlich in Beratungen, die sie als Paar für Paare anbieten. Mehr dazu auf: www.ehrenreich.info

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