Krankes Kind schläft auf Bett, geschwächt vom Magen-Darm-Virus.
Magen-Darm-Infekt: Die gefürchtete Winterkrankheit

Ganze Familie hat Magen-Darm? 7 Dinge gegen das Virus

Trifft es einen, haben es alle: Wenn ein Magen-Darm-Virus die ganze Familie im Griff hat, braucht es nicht nur gute Abwehrkräfte, sondern gute Tipps, wie Mama und Papa den Alltag meistern.

Der Alltag ist mit Kindern ohnehin schon oft eine Herausforderung. Wenn Sie dann aber sagen müssen: „Wir haben alle Magen-Darm-Grippe“, dann braucht es diese Tipps, um die Lage zu überstehen. Übrigens: Es muss nicht immer gleich das aggressive Noro-Virus sein. So oder so kann ein Magen-Darm-Virus aber alle in der Familie treffen, aber bei jedem unterschiedlich ausfallen: Der eine hat alle Symptome inklusive Kreislaufproblemen und Kopfschmerzen, der andere leidet nur unter Durchfall oder Erbrechen.

Alle haben Magen-Darm-Virus: 7 SOS-Tipps

1. Vorbeugen, damit es vielleicht doch nicht alle trifft

Die schlechte Nachricht zuerst: Eine Magen-Darm-Grippe ist hochinfektiös und damit extrem ansteckend. Einige Erreger verbreiten sich so schnell, dass sogar das Tragen eines Mundschutzes nicht ausreichen würde, um sich zu schützen. Dennoch sind Sie nicht machtlos. Wer schnell handelt, hat wenigstens ein paar Chancen, gesund davon zu kommen. Wichtig hierbei: Zeigt ein Familienmitglied erste Symptome, müssen sämtliche Textilien (der gesamten Familie; auch Handtücher) gewaschen und im Idealfall gebügelt werden.

Oft tötet erst die Hitze des Bügeleisens die Erreger vollständig ab. Außerdem sollten Sie Türgriffe, Lenkräder (Fahrrad und Auto), Badezimmer, Toilette(n), Einkaufskörbe und alles, was sonst noch häufig berührt wird (z. B. Spielzeug) gründlich desinfizieren. Gleiches gilt für die Hände: bitte regelmäßig waschen und desinfizieren.

2. Vorkochen für den Fall der Fälle

Im Winter sind ansteckende Infekte wie eine Magen-Darm-Grippe keine Seltenheit. Wenn es bei Ihnen und Ihrer Familie heißt, „Wir haben Magen-Darm“ (oder Grippe), sollten Sie vorbereitet sein: Vorgekochte und eingefrorene Brühen tun im Krankheitsfall nicht nur gut, sondern ersparen auch anstrengendes Einkaufen oder Kochen. Außerdem sollten stilles Mineralwasser, magenfreundlicher Tee, etwas Zwieback und Salzstangen in den Wintermonaten immer vorrätig sein.

3. Notfallapotheke frühzeitig bestücken

Ist die ganze Familie vom Infekt betroffen, fehlt Mama und Papa die Kraft, das Haus zu verlassen. Rezeptfreie Medikamente sollten daher immer auf Vorrat und in ausreichender Menge zuhause gelagert werden. Achtung: Achten Sie darauf, dass die Medikamente auch für Kinder verträglich sind.

4. Hausbesuche und Notfallhilfe

Einige Ärzte bieten Hausbesuche an, wenn die ganze Familie von einer Magen-Darm-Grippe niedergestreckt wird. Idealerweise klären Sie das im Vorfeld mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin ab. Im Extremfall kann auch ein Rettungsdienst gerufen werden – vor allem, wenn ein Familienmitglied zu dehydrieren droht, etwa weil das aggressive Noro-Virus ständiges Erbrechen und/oder Dauerdurchfall hervorruft.

Ebenfalls hilfreich: So genannte Notfallmamas sind professionelle Betreuerinnen, die in betroffene Haushalte kommen und die Kinder für einige Stunden betreuen. So bekommen auch die Eltern ein paar Stunden zur Erholung.

5. Eltern wechseln sich ab

Schlaf und Ruhe ist die beste Medizin. Ein geschwächter Körper braucht ausgedehnte Ruhephasen am Stück, um wieder fit zu werden. Kranke Eltern, die sich ständig um ihre ebenfalls kranken Kinder kümmern müssen, finden diese Ruhe oft nicht. Ein geschicktes Teamwork macht daher Sinn.

Teilen Sie sich so ein, dass ein Elternteil für mehrere Stunden ruhen kann, während das andere die Stellung bei den Kindern hält. Nach wenigstens drei bis vier Stunden ist Schichtwechsel und der andere Elternteil kann sich erholen.

6. Ablenkung für die ganze Familie ist bei Magen-Darm-Virus alles!

Kranksein ist doof. Kein Wunder, dass Kinder (und auch Erwachsene) nörgelig sind. Was hilft? Ein gutes Ablenkungsprogramm. Hat die ganze Familie einen Magen-Darm-Infekt, kuscheln sich am besten alle auf das Sofa und schauen einen lustigen Kinderfilm. Oder zwei. Oder drei. Alles, was glücklich macht, ist erlaubt.

7. Tagsüber ruhen, nachts schlafen

Ein kranker Körper braucht Ruhe, um sich zu erholen. Doch Vorsicht: Wer am Tag zu viel schläft, ist abends nicht mehr müde und in der Nacht wach. Eltern sollten also so gut es geht darauf achten, dass die Familie am Tag zwar ruht, aber nicht unbedingt länger als eine Stunde am Stück schläft.

Halten Sie sich mit einem netten Film oder einer vorgelesenen Geschichte wach. Dafür geht es am Abend früh ins Bett und man nutzt die Nacht zu einer erholsamen Regeneration. Dann sieht der nächste Tag nämlich schon viel besser aus. Ganz bestimmt!

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