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UV-Schutz und Sonnencreme für Babys und Kinder: Das rät eine Dermatologin
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Hautkrebs-Prävention

UV-Schutz und Sonnencreme für Babys und Kinder: Das rät eine Dermatologin

Zusammenfassung Die Haut von Babys und Kindern ist viel empfindlicher als bei Erwachsenen. Sonnenbrände im Baby- und Kindesalter können im späteren Leben zu Hautkrebs führen. Deshalb ist ein guter UV-Schutz wichtig. Baby bis sechs Monate sollten gar nicht in die direkte Sonne. Die Dermatologin Dr. Xenia Illmer empfiehlt für Babys ab einem halben Jahr eine mineralische Sonnencreme mit einem Lichtschutzfaktor (LSF 50+). Die Sonnencreme soll ausreichend aufgetragen werden. Zudem ist regelmäßiges Nachcremen wichtig. Die Sonnencreme sollte jedes Jahr neu gekauft werden. Zusätzlich zur Sonnencreme sind eine Kopfbedeckung und UV-Schutzkleidung empfehlenswert. Bei einem Sonnenbrand wichtig: die Haut mit Aloe Vera oder einem After-Sun-Produkt kühlen und viel trinken.

Diese Zusammenfassung wurde mit KI erstellt und menschlich kontrolliert

Die Haut von Kindern unterscheidet sich von der von Erwachsenen. Eltern sollten deshalb besonders auf ausreichenden UV-Schutz sollten Eltern achten. Die Dermatologin Dr. Xenia Illmer beantwortet alle wichtigen Fragen rund um UV-Schutz: Warum ein Sonnenbrand in jungen Jahren so gefährlich ist, worauf es bei Sonnencremes für Babys und Kinder ankommt, ab wann man Babys damit eincremen darf und vieles mehr.

Dr. Xenia Illmer ist Fachärztin für Haut- und Geschlechtskrankheiten und hat eine Ordination in Salzburg.

Warum ist die Haut von Babys so UV-empfindlich?

Die Haut von Babys und Kindern ist noch unreif, was die Talgbildung anbelangt, und neigt daher zu Trockenheit. Zudem ist sie ungefähr viermal dünner als die Haut von Erwachsenen. Deshalb können UV-Strahlen viel tiefer in den Körper eindringen.

Es gibt aber noch einen weiteren wichtigen Grund, warum die Haut von Babys und Kleinkindern besonders vor UV-Strahlung geschützt werden muss. „Die Melanozyten, das sind bestimmte Pigmentzellen in der Haut, bilden am Anfang unseres Lebens noch kein Melanin. Der dunkle Farbstoff der Haut ist unser eigentlicher Sonnenschutz“, erklärt Dr. Illmer. Dieser entwickelt sich in den ersten Lebensmonaten und -jahren, wenn die Haut dem Tageslicht ausgesetzt wird. Menschen mit dunklerer Haut bilden mehr Melanin als Menschen mit hellerem Teint und haben deshalb einen besseren Eigenschutz vor Sonnenlicht.

Wieso ist ein Sonnenbrand bei Babys so gefährlich?

Ein Sonnenbrand ist eine Verbrennung und je nach Ausprägung entsprechend unangenehm bis schmerzhaft für Babys und Kinder. Allein deshalb sollten Eltern ihrem Nachwuchs diese Erfahrung ersparen. „Hinzu kommt, dass die Körperoberfläche von Babys und Kindern in Relation zur Körpermasse viel größer ist als bei Erwachsenen“, betont Dr. Illmer.

Aber auch langfristig hat ein Sonnenbrand gravierende Auswirkungen auf die Gesundheit. „Man muss sich das so vorstellen: UV-Licht dringt durch die Haut bis zu den Zellen. Die DNA, also die Erbgutinformation in den Zellen, ist sehr vulnerabel und kann durch UV-Strahlung beschädigt werden“, sagt die Dermatologin. „Bei Erwachsenen fungiert das Melanin wie eine Schutzhaube. Bei Babys und Kindern gibt es diese Melaninhaube noch nicht. Die entstandenen DNA-Schäden können vom Körper noch nicht vollständig repariert werden. Und da kann dann später ein Melanom, also ein bösartiger schwarzer Hautkrebs, entstehen.“

Sonnenbrände im Baby- und Kleinkindalter zählen zu den hauptsächlichen Risikofaktoren für Hautkrebs und sollten daher unbedingt vermieden werden.

Was sollte man tun, wenn das Baby einen Sonnenbrand hat?

Wenn es doch einmal passiert und das Baby oder Kind einen Sonnenbrand bekommen hat, sollte die Haut gekühlt werden. „Aber bitte keinen Eisbeutel drauflegen, sonst kühlt das Kind aus“, warnt Dr. Illmer. Am besten geeignet seien Aloe vera oder spezielle After-Sun-Produkte. Was auf keinen Fall auf einen Sonnenbrand gehört: fette Cremes, Bepanthen-Salbe oder Öle. „Diese Fette schließen quasi die Entzündung in der Haut ein“, erklärt die Expertin. Ist der Sonnenbrand sehr stark und geht mit Fieber einher, ist ein Besuch in der kinderärztlichen Praxis angebracht.

Auch Hausmittel helfen bei Sonnenbrand bei Kindern. „Topfen kann man bedenkenlos auflegen. Nach 15 bis 20 Minuten muss er wieder abgenommen werden, bevor er warm wird und das Gegenteil bewirkt“, sagt die Hautärztin.

Am Folgetag sollten Eltern die sonnenverbrannte Haut ihres Kindes mit einer feuchtigkeitsspendenden Pflegecreme einschmieren. „So ein Sonnenbrand trocknet stark aus. Deshalb ist es auch wichtig, dem Kind viel zu trinken zu geben“, ergänzt Dr. Illmer.

Wie lange dürfen Babys und Kleinkinder in die Sonne?

Das erste halbe Jahr sollten Babys gar keiner direkten oder prallen Sonne ausgesetzt sein“, empfiehlt die Hautärztin. Erst allmählich kann das Baby an die UV-Strahlung gewöhnt werden. „Und auch dann bitte nicht in die pralle Mittagssonne, sondern eher nur nachmittags und morgens, und nur die Ärmchen und die Hände“, betont Dr. Illmer.

Eine gewisse Vorsicht ist laut der Expertin angebracht – insbesondere im Hinblick auf Sonnenbrand. „Aber natürlich brauchen Kinder Sonnenlicht. Es ist gesund, draußen zu spielen und sich im Freien zu bewegen“, sagt die Hautärztin. „Man muss einfach nur aufpassen, dass die Haut nicht geschädigt wird.“ Grundsätzlich nimmt sie in ihrer Ordination ein wachsendes Bewusstsein für UV-Schutz bei der jüngeren Generation wahr.

Ab wann darf man Säuglinge mit Sonnencreme eincremen?

In den ersten sechs Lebensmonaten sollten Säuglinge gar nicht in die Sonne und es sollten auch keine Sonnenfilter verwendet werden. „Normales Tageslicht ist unproblematisch, was die UV-Strahlung anbelangt. Es geht wirklich um die direkte, pralle Sonne“, beruhigt die Hautärztin. Ab sechs Monaten dürfen Babys mit Sonnencreme eingecremt werden.

Kann man Kinderhaut auf die Sonne vorbereiten?

UV-Schutz und Sonnencreme sind für Babys und Kinder immer wichtig, denn richtig auf die UV-Strahlen vorbereiten lässt sich ihre Haut nicht. Und was ist mit Karottensaft, dem eine gewisse UV-Schutzwirkung nachgesagt wird? „Bis zu einem gewissen Grad stimmt das, aber es entspricht eben nur dem LSF 2. Es ist also eine sehr geringe Wirkung“, erklärt die Expertin. Allerdings: Bei Erwachsenen mit Sonnenallergie ist Karotin als Nahrungsergänzungsmittel durchaus empfehlenswert. Zudem kann Karotin helfen, nach einem Sonnenbrand dabei helfen, die Reparatur der Hautzellen zu beschleunigen.

Welche ist die beste Sonnencreme für Babys und Kleinkinder?

„Ich empfehle mineralische Sonnencremes, die einen Schutzfilm auf die Haut legen. Die UV-Strahlen werden auf der Hautoberfläche reflektiert“, sagt Dr. Illmer. Chemische Filter machen die Strahlung unschädlich, indem sie sie in Wärme umwandeln. „Diese chemischen Filter sind an sich sehr effektiv, aber für Babys und Kinder eben nicht die beste Wahl“, so die Expertin.

Mineralische Filter bestehen vor allem aus Zink, das für die Haut von Babys und Kindern unbedenklich ist. Nach der Erfahrung der Hautärztin sind Sonnencremes mit mineralischem Filter zwar meist klebriger als Sonnencremes mit chemischem Filter. Jedoch haben sie einen großen Vorteil: Sie hinterlassen einen weißlichen Belag auf der Haut – Eltern können so sehr gut erkennen, welche Körperpartien noch nicht eingecremt wurden.

Welchen Lichtschutzfaktor (LSF) sollte Sonnencreme für Babys und Kinder haben?

Der Lichtschutzfaktor (LSF) gibt an, um welchen Faktor sich der individuelle Selbstschutz der Haut verlängert. Dieser hängt vom jeweiligen Hauttyp ab. (Weitere Details dazu und zur richtigen Berechnung finden Sie im folgenden Beitrag: Welcher Lichtschutzfaktor für welchen Hauttyp?)

LSF 50+ ist eigentlich das Höchste, was man bei uns im normalen Handel kriegen kann“, erklärt Dr. Illmer. „Es gibt zwar spezielle Cremes mit LSF 80 oder sogar 100. Aber diese sind für vorgeschädigte Haut gedacht, also auf jeden Fall für Erwachsene.“

Wichtig ist auch, ausreichend Sonnencreme aufzutragen und regelmäßig nachzucremen. Denn Wasser, Schweiß und der Abrieb durch Sand oder Kleidung verringern den Schutz. „LSF 50 auf einem Produkt sagt nur aus, dass dies der maximal mögliche Schutzfaktor ist. Aber den erreicht man nur, wenn man ordentlich viel davon aufträgt“, so die Expertin. Bei Babys braucht man etwa drei bis vier Teelöffel für den ganzen Körper.

Dürfen Kinder mit Sonnencreme für Erwachsene eingecremt werden?

Eltern sollten eine spezielle Sonnencreme für Babys und Kinder verwenden. „Die Inhaltsstoffe in Sonnencremes für Erwachsene sind für die Babyhaut nicht geeignet und werden auch nicht darauf getestet“, sagt Dr. Illmer. Die eigene Sonnencreme sollte daher nur im Notfall beim Nachwuchs eingesetzt werden.

Darf man Sonnencreme vom letzten Jahr noch verwenden?

Die Tube Sonnencreme vom vorigen Sommer ist noch fast voll? Leider heißt es dennoch: lieber entsorgen und eine neue kaufen. „Sonnencremes sind nicht unbegrenzt haltbar – das spricht auch für die Qualität des Produkts“, erklärt die Hautärztin. Erkennbar sind abgelaufene Sonnenschutzmittel mitunter daran, dass sie ausflocken oder seltsam riechen. „Manchmal erscheinen sie aber auch ganz normal und trotzdem ist der Filter nicht mehr wirksam“, warnt die Expertin.

Muss man Sonnencreme für Babys abends abwaschen?

Der Sommertag war lang, der Nachwuchs ist schon müde und hat keine Lust mehr aufs Baden vorm Schlafengehen. Darf das Kind auch so ins Bett oder müssen Sonnencremes unbedingt abgewaschen werden? „Notwendig ist das nicht, aber meistens kleben die mineralischen Filter. Es ist einfach angenehmer, wenn sie abgewaschen werden“, erklärt die Dermatologin.

Blockiert Sonnencreme bei Babys die Bildung von Vitamin D?

Diese Sorge ist laut der Expertin unberechtigt. Zwar liegt es in der Funktionsweise von Sonnencreme, dass UVA- und UVB-Strahlen blockiert werden. Daher hat sie auch eine Auswirkung auf die Bildung von Vitamin D. Allerdings ist hierzulande die Gabe von Vitamin D3-Tropfen bei Babys ohnehin Standard, um einem Mangel vorzubeugen. Ob bei älteren Kindern eine zusätzliche Supplementierung mit Vitamin D notwendig ist, kommt mitunter auf den Hauttyp an. „Helle Hauttypen bilden viel leichter Vitamin D als Menschen mit einer dunkleren Pigmentierung“, so die Expertin.

Ist UV-Schutzkleidung für Babys und Kinder sinnvoll?

„Sonnenschutzmittel werden nie so vollständig aufgetragen, dass sie die UV-Strahlen gänzlich abhalten können. UV-Schutzkleidung ist daher sehr empfehlenswert“, sagt Dr. Illmer. Nackenschutz und Sonnenbrille sind schon bei den Kleinsten wichtig. Auch Shirts mit UV-Schutzfunktion sind gerade beim Baden oder bei längerem Aufenthalt in der Sonne praktisch. Denn beim Schwimmen und Planschen wird die Sonnencreme mit der Zeit abgewaschen und auch Sand hat eine abreibende Wirkung. „Man müsste ständig nachcremen, und wer ist da wirklich so gewissenhaft?“, gibt die Expertin zu bedenken.

Ab welchem Alter sollten Kinder zur Muttermalkontrolle?

Muttermale fangen erst mit der Zeit an zu wachsen. Daher gibt es im Baby- und Kindesalter keine dermatologischen Routinekontrollen. Bei Muttermalen ist es bis zu einem gewissen Grad unbedenklich, dass diese sich im Rahmen des normalen Wachstums vergrößern. „Wenn ein Muttermal anders aussieht oder sonst irgendwie aus der Reihe tanzt, dann würde ich es schon anschauen lassen“, empfiehlt die Hautärztin und beruhigt zugleich: „Aber die Wahrscheinlichkeit, dass ein Kind ein Melanom oder eine bösartige Hautveränderung hat, liegt bei einem von drei Millionen.“

Sonnencremes für Babys & Kinder

UV-A- und UV-B-Filter auf Zinkoxidbasis

„Mineralischer Sonnenschutzstick Baby & Kind LSF 50“ von NAIF

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Ohne umweltschädigende UV-Filter Octocrylen, Octinoxat & Oxybenzon

„Sonnencreme Babys & Kleinkinder ultra sensitive“ von babylove

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„Sonnenlotion Kids Sensitiv LSF 50“

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