Osterbräuche in Österreich: Kennen Sie diese 9 schon?
Jedes Bundesland feiert anders

Vielfältiges Oster-Reich: 9 Osterbräuche aus ganz Österreich

Gefärbte Ostereier sind Osterbräuche, die in ganz Österreich verbreitet sind. Ansonsten feiert jedes Bundesland das Fest aber ein wenig anders.

In jedem Bundesland Österreichs gibt es schöne Osterbräuche – die wir in diesem Jahr aufgrund von Corona leider nur im engsten Kreis der Familie durchführen können. Und: Auch die Ostermärkte fallen leider aus. Trotzdem gibt es schöne Ideen, wie wir Ostern 2020 zu einem gemütlichen Fest mit den Kindern machen – zum Beispiel im Vorfeld Ostereier bemalen.

Wussten Sie übrigens, dass sich das Osterdatum am Mondkalender orientiert? Denn: Ostern fällt jedes Jahr auf den ersten Sonntag nach dem ersten Vollmond im Frühling – also nach dem Vollmond am oder nach dem 21. März. Wir haben noch mehr: Osterbräuche in Österreich, die sie bestimmt nicht alle kennen. Und zwar diese:

9 Osterbräuche in Österreich:

Wien

Kein Ostern in Wien ohne einen deftigen Osterschinken im Brotteig! Den Schinken im Brot einzubacken ist eine Kunst für sich, weil der Teig dabei die richtige Dicke haben muss – sonst bekommt er Löcher. Der Osterschinken steht exemplarisch für das Fleisch, das nun wieder gegessen werden darf.

Niederösterreich

Beliebt im Mostviertel ist das Godnküpfi: ein Briochekipferl mit Münze, das Kinder von ihren Taufpaten erhalten.

Oberösterreich

Beim Oarradeln, dem „Eierradeln“, wird alles versteckt, was frei herum steht und Räder hat. Im Salzkammergut wundert sich deshalb keiner, wenn er sein Fahrrad am Ostermontag im Baum des Nachbarn wiederfindet.

Salzburg

In vielen Teilen Österreichs spielt man Eierpecken, im Salzburger Lungau heißt das auch „Oalala tutschen“. Dabei nehmen zwei Mitspieler je ein Ei in die Hand und schlagen beide Eier mit der Spitze gegeneinander. Sieger ist derjenige mit dem heilgebliebenen Ei.

Tirol und Vorarlberg

Das Karfreitagsratschen ist mittlerweile als immaterielles Unesco-Weltkulturerbe ausgezeichnet und wird (nicht nur) in unseren westlichen Bundesländern zelebriert. Weil der Überlieferung nach „die Glocken nach Rom geflogen“ sind, ersetzt das Ratschen die Funktion der Glocken.

Burgenland

Die gefärbten Eier erhalten filigrane Verzierungen, die durch Kratztechnik entstehen. Besonders bekannt sind jene aus Stinatz.

Steiermark

Kinder überbringen am Karsamstag in Gluttöpfen das Weihfeuer, das Schutz versprechen soll, und erhalten dafür kleine Gaben.

Kärnten

Kein Fest ohne Reindling! Das ist ein mit Zucker, Zimt, Rosinen und Nüssen gefüllter Germteig. Das Rezept für das Hefegebäck gibts auf: meindm.at

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