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Camouflage Make-up: In 6 Schritten zum ebenmäßigen Teint

Tarnen und täuschen!

Camouflage Make-up: In 6 Schritten zum ebenmäßigen Teint

Hoch pigmentierte Produkte sorgen beim Camouflage Make-up für ein strahlendes Hautbild.

Ein perfekter Teint als hätten Sie sich gerade mit dem neuesten Instagram-Filter fotografiert? Dann ist wohl Camouflage Make-up im Spiel. Das deckende Make-up zaubert nicht nur ein glattes Hautbild, sondern kaschiert auf einfachste Art und Weise ungewünschte Augenringe, kleine Narben, unschöne Besenreiser, blaue Flecken oder sogar Tattoos. Das Praktische daran: Die Foundations sind wasser- und schweißresistent und hinterlassen an der Kleidung keinerlei Spuren.
Wir verraten Ihnen, worauf es beim Auftragen von Camouflage Make-up ankommt.

Camouflage Make-up: Maximale Deckkraft mit Geschichte

Kosmetikvisionär Max Factor gilt als Erfinder der modernen Kosmetik. Ihm ist auch die Entwicklung des Camouflage Make-ups zu verdanken, dass er Anfang des 20. Jahrhunderts für den Einsatz in Hollywood-Filmen erfand. Schauspielerinnen und Schauspieler wurden mit dem selbst kreierten Film-Make-up namens „Flexible Greasepaint“ sogar im stärksten Scheinwerferlicht perfekt in Szene gesetzt. Nach dem ersten Weltkrieg beauftragte ihn auch noch das US-Militär. In Zusammenarbeit mit plastischen Chirurgen sollte er Hauttarnungsprodukte für gezeichnete Veteranen herstellen. Bis heute ist Camouflage Make-up nach wie vor im Einsatz, um etwa Narben, Feuer- oder Muttermale, Tattoos oder andere ungewünschte „Makel“ optisch verschwinden zu lassen. dm Expertin Madelaine Sommerlat verrät Tipps & Tricks für das Auftragen des ultradeckenden Make-ups.
 

Schritt 1: Die Haut für die Abdeckung gut vorbereiten

Wird mit hochpigmentierter Schminke gearbeitet, braucht die Haut besondere Pflege – und zwar 
in Form von wirkstoffreichen, feuchtigkeitsspendenden Seren und Tagescremen. dm Expertin Madelaine Sommerlat weiß: „Fehlt es der Haut an Nährstoffen, zieht sie die Pflege aus der Camouflage und der Teint wird schnell fleckig.“
 

Schritt 2: Neutralisierung durch Farben für optimale Camouflage-Ergebnisse

Raus aus dem Tiegel und direkt auf die Haut auftragen? Ganz so schnell geht es bei intensiven Farbanomalien nicht – auch dann nicht, wenn das Make-up einen Pigmentanteil von bis zu 85 Prozent aufweist. Sogenannte Toner oder Neutralizer (etwa die Color Correcting Palette von Nyx Professional Makeup) sind die optimale Vorbereitung, um Unregelmäßigkeiten im Gesicht oder am Körper in Komplementärfarben abzudecken.
 

Grün: gleicht rote Hautveränderungen aus
Gelb: lässt violette Stellen wie Besenreiser an den Beinen oder dunkle Augenringe verschwinden
Orange: perfekt bei blauen Flecken oder durchscheinenden Adern
Weiß: schwarze Tattoos werden unsichtbar


Schritt 3: Das richtige Auftragen von Camouflage Make-Up

Jetzt wird die dickflüssige Camouflage aufgetragen. dm Expertin Madelaine Sommerlat empfiehlt: „Zuerst das Produkt mit einem Pinsel auftragen und im zweiten Schritt mit einem feuchten Schwämmchen oder Make-up-Ei gut verblenden.“ Besonders wichtig: „Damit das Ergebnis nicht maskenhaft wirkt, muss die Foundation bis zum Haaransatz, über die Ohren und am Hals sehr gut verblendet werden.“
 

Schritt 4: Das perfekte Finish für einen ebenmäßigen Teint

Camouflage Make-up sorgt zwar für einen perfekten ebenmäßigen Teint, allerdings ist durch die hohe Deckkraft vom natürlichen Glow der Haut nichts mehr zu sehen. „Damit man dadurch nicht blass oder krank aussieht, zaubern Rouge und Highlighter Konturen und Frische ins Gesicht “, so dm Expertin Sommerlat. Als Finish den Look noch mit transparentem Puder mattieren und mit einem Make up Setting Spray (etwa Lasting Fix Spray von Maybelline New York) fixieren. 

Schritt 5: Gründliche Reinigung ist ein Muss

So sorgfältig die Haut vor dem Camouflage Make-up gepflegt wurde, so gründlich sollte man es auch mit der Reinigung nehmen. Ein schnelles wisch und weg mit Abschminktüchern ist jedenfalls zu wenig! „Um dieses ebenmäßige Ergebnis erreichen zu können, besitzen die Produkte einen hohen Silikonanteil. Das kann Poren verstopfen und bei unzureichender Reinigung zu einem unregelmäßigen Hautbild führen“, sagt dm Expertin Madelaine Sommerlat. Eine gründliche Tiefenreinigung ist deshalb das Um und Auf! Empfehlenswert sind Reinigungsöle, da sie die Farbpigmente am besten aufnehmen. Als Zwischenschritt vor der Pflege unbedingt ein Tonic verwenden, das baut den pH-Wert der Haut wieder auf.

Extra Tipp: Tattoos abdecken mit Camouflage

Einmal gestochen, begleiten uns Tattoos ein Leben lang. In manchen Outfits wirken die Kunstwerke jedoch oft störend. Klassische Foundations können Tätowierungen jedoch nicht überdecken, weil sie nicht wasser- und abriebfest genug sind. Camouflage Make-up enthält u.a. Carnauba- und Candelilla-Wachse, die es besonders hitze-, wasser- und schweißbeständig machen. Auch hier gilt: Zuerst die Farben mit einem Toner neutralisieren und erst dann die Camouflage auftragen.