Heilpflanzen wie Rosmarin und Salbei sind gut fürs Gehirn.
Für mehr Würze im Alltag

Diese Heilpflanzen sind wichtig für unser Leben

Pflanzenkraft fürs Oberstübchen: Heilpflanzen wie Kräuter und Gewürze sorgen nicht nur für geschmackliche Kicks, sondern bringen auch noch die Gehirnzellen auf Trab. Welche Gewürze in Ihrem Schrank deshalb nicht mehr fehlen dürfen.

Was braucht man in jedem Alter? Ein gut funktionierendes Gehirn. Die richtige Ernährung hilft dabei, uns geistig fit zu halten. Manche Menschen setzen auf Ginkgo und Ginseng, andere schwören auf Avocados. Dabei stehen die unkompliziertesten Gehirnbooster im Gewürzregal: Heilpflanzen wie Salbei, Thymian oder Rosmarin sowie Gewürze wie Knoblauch, Kurkuma oder Zimt peppen nicht nur Speisen zu Soulfood auf. Als Brainfood regen sie auch wichtige Gehirnregionen an – und das auf ganz natürlichem Weg.

Wie Heilpflanzen im Gehirn wirken

Binnen Sekunden wirken Kräuter und Gewürze schon beim Einatmen ihrer ätherischen Öle. Über einen Riechrezeptor in der Nase geht es dann direkt ins Emotionszentrum. Daher lässt sich etwa mit Lavendelduft Stress entschärfen – das hilft auch gegen Denkblockaden. Über die Darmschleimhaut gelangen Inhaltsstoffe dann ins Blut. Bei einem Test mit Kurkuma waren Aufmerksamkeit und Arbeitsgedächtnis schon nach einer Stunde messbar aktiviert.

Aber all das soll mit den Mini-Mengen funktionieren, in denen man Gewürze üblicherweise anwendet? Ja, sagen Studien. Tatsächlich reiche es, täglich deutlich schmeckbar zu würzen. Außerdem lasse sich mit Bockshornklee, Ingwer und Pfeffer die Wirkung ihrer Kollegen verstärken, sagt die Gewürzforschung. Und schmecken tut’s ja auch.

Diese Heilpflanzen helfen unseren grauen Zellen

  1. Für leichtes Lernen

    Bockshornklee, Fenchel, Gewürznelke, Ingwer, Kardamom, Knoblauch, Koriander, Kreuzkümmel, Kurkuma, Muskatnuss, Pfeffer, Piment, Safran, Thymian, Vanille, Zimt, Zwiebel

  2. Für das Gedächtnis

    Chili, Gewürznelke, Ingwer, Kardamom, Knoblauch, Koriander, Kreuzkümmel, Kurkuma, Muskatnuss, Paprika, Pfeffer, Rosmarin, Safran, Salbei, Senfkörner, Thymian, Vanille, Zimt, Zwiebel

  3. Für die Konzentration

    Bockshornklee, Gewürznelke, Ingwer, Kardamom, Knoblauch, Muskatnuss, Oregano, Pfeffer, Rosmarin, Safran, Salbei, Thymian, Vanille, Zimt, Zwiebel

  4. Gegen Stress

    Chili, Fenchel, Gewürznelke, Kreuzkümmel, Lavendel, Piment, Safran, Senfkörner, Vanille, Zimt

Leistungsfähiger durch Gewürze? 3 Fragen an die Expertin

Dr. Sabine Paul ist Molekular- und Evolutionsbiologin sowie Autorin von „Gehirndoping mit Gewürzen“ (Expert Fachmedien). Sie erläutert, warum es mehr als tolle Gewürze braucht.

  1. Müssen wir nur kräftig würzen und schon ist das Gehirn leistungsfähiger?

    Nicht ganz. Gehirn-Doping mit Gewürzen funktioniert nur, wenn wir als Basis essenzielle Nährstoffe für die Bildung der Gehirnbotenstoffe aufnehmen. Die besten Lieferanten dafür sind Samen und Nüsse, Fleisch und Fisch, Hülsenfrüchte, Hartkäse, dunkelgrünes Gemüse sowie Bananen und Beeren.

  2. Wie können wir unser Hirn noch verwöhnen?

    Durch ausreichendes Trinken, damit die Nervenzellen Signale rasch weiterleiten. Weiters durch Nahrungsmittel mit hohem Omega-3-Fettsäureanteil, etwa Freilandeier, Mikroalgen oder Fleisch von Weidetieren. Der Gehirnalterung beugen Antioxidantien vor, zum Beispiel aus buntem Obst und Gemüse oder aus Tee, Kaffee und Kakao.

  3. Bügeln Gewürze auch die Folgen von Ess- und Trinksünden ein wenig aus?

    Zum Teil ja. Denn ein wesentlicher Faktor für die Alterung unseres Gehirns sind ernährungsbedingte Entzündungen. In Gewürzen stecken auch Nährstoffe, die diese Entzündungsreaktionen abfangen und sogar entstandene Zellschäden ausgleichen können.

Unser Tipp

Eine Auswahl an Gewürzen und Gewürzmischungen finden Sie auf meindm.at, ebenso wie lose Kräutertees, etwa mit Schafgarbenkraut oder Kurkuma.

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