Ätherische Öle wie Lavendel oder Minze haben unterschiedliche Wirkungen.
Die Kraft guter Gerüche

Wellness für daheim: So wirken ätherische Öle

Ätherische Öle sind Multitalente: Sie lassen Räume gut riechen und auch beim Massieren, im Badewasser oder beim Inhalieren entfalten sie ihre pflegende Wirkung. Doch es gibt ein paar Dinge, auf die Sie bei Kauf und der Anwendung ätherischer Öle achten sollten.

Pflanzen sind schlau. Sie produzieren duftende, ätherische Ölem, um sich gegen Schädlinge, Bakterien, Viren und Pilze wehren zu können. Doch nicht nur die Kräuter und Blüten selbst, sondern auch wir Menschen können davon profitieren: Indem wir ätherische Öle durch Destillieren aus den Pflanzen herauslösen – und dann?

Die Wirkung von ätherischen Ölen

„Die Duftstoffe gelangen über die Nase in das Gehirn. Im limbischen System, wo auch Erinnerungen und Gefühle verwaltet werden, entfalten ätherische Öle ihre Wirkung“, sagt Sandra Haslinger, Gesundheits- und Krankenschwester sowie Aromapraktikerin in Oberösterreich. Ätherische Öle haben bis zu 400 erforschte Inhaltsstoffe. Somit hat jedes Öl mehrere unterschiedliche Eigenschaften:

  • Berglavendel hat einen beruhigenden, angstlösenden und ausgleichenden Effekt.
  • Pfefferminze und Rosmarin sind aktivierend, konzentrationsfördernd und anregend.
  • Thymian wirkt stark gegen Bakterien und wird von in Aromatherapie ausgebildeten Ärzten gern als Antibiotikum eingesetzt.
  • Melisse empfiehlt sich bei Fieberbläschen und Herpes-Viren.
  • Rosengeranie setzt Pilzen zu und wirkt ausgleichend.

Ätherische Öle kaufen

Beim Kauf von ätherischen Ölen, etwa im dm drogeriemarkt, gilt es einiges zu beachten. Vor allem dann, wenn man sie am Körper anwendet. Der Preis kann ein Merkmal für die Qualität sein: Natürliche Öle sind um einiges teurer als künstlich nachgeahmte. Auf welche Kriterien Sie achten sollten:

  • Ist das Produkt „100 Prozent naturreines ätherisches Öl“ oder „100 Prozent reines ätherisches Öl“?
  • Trägt das Öl die Aufschrift „für die Aromatherapie/Aromapflege geeignet“?
  • Wie lange ist das ätherische Öl ab Kauf noch haltbar?
  • Gibt es das ätherische Öl auch aus biologisch angebauten Pflanzen?

Tipp: Schauen Sie sich im Sortiment bei dm um, wo es viele ätherische Öle als Lufterfrischer zu kaufen gibt.

 

Wie geht die Anwendung ätherische Öle?

Öle richtig mischen

Ätherische Öle sind nach dem FruFloRa©-Prinzip von Ingrid Karner in drei Gruppen aufgeteilt. Sie stammen entweder aus: Fruchtschalen und Früchten („Fru-Note“), aus Blüten und Blättern („Flo-Note“) oder Wurzeln, Hölzern und Harzen („Ra-Note“). Will man ätherische Öle nicht einzeln verwenden, sondern vermischen, gilt folgende Faustregel: Ein Teil Ra-Noten, zwei Flo-Noten und drei Teile Fru-Noten. Die Komposition duftet dann ausgewogen und harmonisch.

Öle für den Körper nie pur anwenden!

Ätherische Öle sind hoch konzentriert, deshalb reicht schon eine kleine Menge. Die Öle werden nie pur auf die Haut gegeben! Für Körperanwendungen vermischt man sie mit hochwertigen, naturbelassenen Pflanzenölen wie Mandel- oder Jojobaöl, um sie besser auftragen zu können.

Welches ätherische Öl für welchen Zweck:

Für unterwegs

Ein kleines Flascherl ätherisches Öl in der Handtasche haben und zwischendurch daran riechen. Besonders erfrischend: Rosmarin, Pfefferminze, Bergamotte, Wacholder, Orange, Grapefruit oder Zitrone.

Als Körperöl

Den Körper nach dem Duschen in der Früh mit einem Körperöl (1-2 Tropfen ätherisches Öl mischen auf 10 ml Hautöl) einreiben.

Für die Aromamassage

Das Körperöl mit großflächigen Streichungen in den Körper einarbeiten. So kann es gut einziehen und seine Wirkung optimal entfalten.

Zum Baden

Fünf bis zehn Tropfen Aromaöl mit einer Tasse Milch, etwas Honig oder Meersalz mischen und dem Badewasser zugeben.

Zum Inhalieren

Bei Schlappheit und Müdigkeit wirkt eine Trockeninhalation mit einem ätherischen Öl aktivierend. Dazu einen Tropfen des Öls auf ein unbeduftetes Taschentuch geben, an die Nase halten und mehrmals tief einatmen.

Achtung: Bestimmte Öle sind für Menschen mit empfindlicher Haut, für Personen mit Atemwegserkrankungen und speziell für Kinder nicht empfehlenswert. Denn in manchen Fällen können Nebenwirkungen auftreten. Deshalb gilt: Die ätherischen Öle mit Bedacht auswählen. Wer sich unsicher ist, fragt am besten bei einem ausgebildeten Aromapraktiker nach. Die Vereinigung für Aromapflege und gewerbliche AromapraktikerInnen (VAGA) listet auf ihrer Website eine Übersicht mit zertifizierten Aromapraktiker in ganz Österreich auf.

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