Süß und klebrig - und schädlich für die Haut: Zucker.
Das ist gar nicht sweet

Hautalterung: Zucker ist Schuld an Falten und Co

Schlechte Nachricht für Naschkatzen: Zucker trägt massiver zur Hautalterung bei, als wir bisher dachten. Ob Sie jetzt nie wieder Süßes essen dürfen? Wir klären auf.

Ja, wir lieben Schokolade. Und Kuchen. Und all die anderen süßen Sünden. Und ja, wir wissen, dass sie nicht gut für die Zähne sind. Und für die Figur. Dass Zucker jetzt aber auch noch massiv zur Hautalterung beitragen soll, ist die Höhe! Aber leider auch die Wahrheit!

Hautalterung: Was Zucker damit zu tun hat

Für den Zusammenhang zwischen Zucker und vorschneller Hautalterung gibt es inzwischen sogar eine Fachvokabel: Glykation nennt sich der Prozess, wenn Süßes zu Falten, Runzeln und Co führt. Was dabei genau in der Haut passiert, ist schnell erklärt. Zucker teilt sich im Körper in winzige Bestandteile auf, von denen sich manche Moleküle an körpereigene Proteine haften und diese regelrecht verkleben. Es kommt zu entzündlichen Zellreaktionen. Vor allem das Elastin- und Kollagen-Gewebe ist betroffen; also jene Fasern, die in der Haut für Spannkraft und Festigkeit sorgen. Je mehr Zucker wir essen, desto massiver ist die Glykation und desto schneller schreitet die Hautalterung voran.

Nie mehr naschen? Wieviel Zucker ist ok?

Nein, niemand kann (und soll) komplett auf Zucker verzichten. Zucker ist schließlich nicht per se schlecht. Er liefert dem Körper Energie, macht wach und sogar glücklich. Es gilt: Erst die Dosis macht das Gift. Das sieht die Weltgesundheitsorganisation (WHO) ähnlich und hat eine Empfehlung ausgesprochen, wie viel Zucker pro Tag okay ist: Im Idealfall bestehen fünf Prozent der gesamten Kalorienmenge aus Zucker. Rechenbeispiel: Ein Gramm Zucker hat vier Kilokalorien. Wer pro Tag etwa 2000 Kalorien verbraucht (Durchschnittswert einer erwachsenen Frau), sollte nicht mehr als 25 Gramm Zucker essen. Zum Vergleich: Eine Tafel Vollmilchschokolade enthält 50 Gramm Zucker.

Versteckter Zucker: Süße Fallen lauern überall

Zucker ist Zucker. Egal, ob wir ihn bewusst vernaschen. Oder verspeisen, ohne überhaupt etwas davon zu merken. Zuckerfallen lauern leider überall. In Ketchup zum Beispiel. Oder Säften. Sogar viele Quark- und Joghurtspeisen, ebenso wie Müsli, Wurst oder Fertig-Smoothies sind Zuckerbomben. Machen Sie sich ruhig die Mühe, die Zutatenliste Ihrer Lebensmittel zu studieren. Kleiner Tipp: Auch hinter Bezeichnungen wie Dextrose, Fructose, Malzzucker, Maisstärke, Fruchtzucker, Saccharose, Maltose oder Glucose steckt letztlich nichts anderes als reiner Zucker!

Nie mehr naschen? Bitte nicht!

Fakt ist: Zucker macht dick, krank und alt. Fakt ist aber auch: Naschen macht Spaß. Die gute Nachricht lautet daher: Niemand soll komplett auf Süßigkeiten verzichten. Wir brauchen süße Sünden für unser Seelenheil. Hin und wieder jedenfalls. Denn letztlich geht es um keinen Radikalverzicht, sondern um eine Bilanz. Wer sich gesund ernährt, überwiegend an die Vorgaben der WHO hält oder diese vielleicht sogar unterschreitet, darf ab und zu ruhig eine Ausnahme machen. Denn wie gesagt: Erst die Dosis macht das Gift. Wie so oft im Leben.

Unser Tipp

Wenn sie Ihren Zuckerkonsum einschränken möchten und nach geeigneten Alternativen suchen: Auf meindm.at werden 7 Zuckerersatzmittel vorgestellt.

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