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Schwarzkümmelöl: Eine Ernährungsberaterin erklärt Einnahme und Wirkung
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Schwarzkümmelöl: Eine Ernährungsberaterin erklärt Einnahme und Wirkung

Olivenöl, Leinsamenöl, Walnussöl – diese gesunden Öle sind in aller Munde. Weniger bekannt ist hingegen Schwarzkümmelöl. Die Ernährungsberaterin Christina Dengg hat ACTIVE BEAUTY im Interview die wichtigsten Fragen zur richtigen Einnahme und Wirkung des „Goldes der Pharaonen“ beantwortet.

Christina Dengg ist Ernährungswissenschaftlerin sowie Ernährungsberaterin und spricht auch in ihrem Podcast über Ernährung. ACTIVE BEAUTY hat sie die wichtigsten Fragen zum Thema Schwarzkümmelöl beantwortet.

1. Frau Dengg, was ist Schwarzkümmelöl und woraus besteht es?

Schwarzkümmelöl wird aus den Samen der Pflanze Nigella sativa, auch Echter Schwarzkümmel genannt, gewonnen. Es enthält vor allem ungesättigte Fettsäuren wie Linolsäure und Ölsäure sowie ätherische Öle, insbesondere Thymoquinon. Zusätzlich liefert es weitere sekundäre Pflanzenstoffe und kleine Mengen an Vitaminen und Mineralstoffen.

2. Welche positive Wirkung hat Schwarzkümmelöl bei täglicher Einnahme?

Schwarzkümmelöl wirkt vor allem durch den Inhaltsstoff Thymoquinon antientzündlich, antiallergisch und antimikrobiell. Studien zeigen, dass es bestimmte Entzündungsmarker senken und Beschwerden bei Heuschnupfen und allergischem Asthma leicht bessern kann. Außerdem wird ein kleiner, aber messbarer blutdrucksenkender Effekt beschrieben, ebenso wie kleine Verbesserungen der Blutfettwerte. Traditionell wird Schwarzkümmelöl auch bei Verdauungsbeschwerden eingesetzt, was sich durch die enthaltenen ätherischen Öle erklären lässt. Insgesamt kann es Beschwerden unterstützend lindern und etwa beim metabolischen Syndrom sinnvoll ergänzen – ein Ersatz für medizinische Therapien ist es jedoch nicht.

Hier erfahren Sie alles zum Thema „Allergien und Intoleranzen“.

3. Wie lange muss man auf die Wirkung warten?

Die Wirkung setzt meist erst nach mehreren Wochen ein. Bei Allergien oder Atemwegsbeschwerden dauert es oft zwei bis acht Wochen, bei Blutfettwerten sechs bis zwölf Wochen. Verdauungseffekte können schneller spürbar sein, manchmal nach wenigen Tagen.

Erfahren Sie auf dm.at mehr über die Wirkung von Schwarzkümmelöl in der Haut- und Haarpflege.

4. Kann Schwarzkümmelöl auch Nebenwirkungen haben?

Schwarzkümmelöl gilt insgesamt als gut verträglich und wird seit Jahrhunderten ohne größere Probleme verwendet. Ernsthafte Nebenwirkungen sind nicht bekannt, solange es nicht in übermäßig hohen Mengen eingenommen wird. Dennoch können in seltenen Fällen allergische Reaktionen auftreten. Unklar ist, ob Schwarzkümmelöl mit bestimmten Medikamenten wechselwirkt – diese möglichen Interaktionen sind bislang kaum untersucht. Wer regelmäßig Arzneimittel nimmt, sollte daher vor der Einnahme ärztlichen Rat einholen.

5. Wie nimmt man Schwarzkümmelöl richtig ein und wann sollte man es nicht einnehmen?

Schwarzkümmelöl wird am besten zu einer Mahlzeit eingenommen. Wichtig ist ein angegebener Thymoquinon-Gehalt. Bis zu 30 mg Thymoquinon pro Tag gelten als unbedenklich, höhere Mengen könnten die Leber belasten. Schwangere sollten Schwarzkümmelöl nicht einnehmen, und generell sollte die Verwendung – besonders als Nahrungsergänzung – ärztlich abgeklärt sein, da es medizinische Behandlungen nicht ersetzt.

Erfahren Sie hier mehr über die richtige Ernährung in der Schwangerschaft.

6. Wie nimmt man die Kapseln richtig ein?

Schwarzkümmelöl-Kapseln werden ganz normal mit etwas Wasser geschluckt, idealerweise ebenfalls zu einer Mahlzeit. Wichtig ist, auf den tatsächlichen Ölgehalt pro Kapsel sowie den angegebenen Thymoquinon-Gehalt zu achten.

7. Macht es einen Unterschied, ob man es als Öl oder Kapseln einnimmt?

In der Wirkung gibt es keinen wesentlichen Unterschied, solange die Dosis gleich ist. Das Öl schmeckt intensiv; Kapseln sind geschmacksneutral und praktischer, dafür oft teurer.

8. Worauf muss man beim Kauf achten?

Empfohlen wird kaltgepresstes Schwarzkümmelöl, idealerweise in Bio-Qualität und aus 100 % Nigella sativa. Eine dunkle, vor Licht schützende Flasche ist wichtig, ebenso transparente Angaben zu Herkunft und Laboranalysen. Bei Kapseln sollte man zusätzlich den tatsächlichen Ölgehalt pro Kapsel und den Thymoquinon-Gehalt prüfen.

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