Hitzetools wie Lockenstab, Glätteisen oder Heißwickler zaubern die schönsten Frisuren. Die Kehrseite der Medaille: Die heißen Stylinghelfer entziehen unseren Haaren Feuchtigkeit und trocknen sie dadurch aus. Damit der Schopf auf Dauer nicht spröde wird und im schlimmsten Fall die Haare brechen, benötigt er bei jedem Hitzestyling ein Schutzschild von außen, also Hitzeschutz. Und zwar auch dann, wenn die Haare zuvor nicht gewaschen wurden. 

Hitzeschutz: Ohne ihn geht es nicht  

„Nicht nur unsere Haut benötigt Feuchtigkeit, auch unsere Haare brauchen sie. Wird ihnen diese durch Styling entzogen, wirkt der Schopf schnell matt“, sagt dm Qualitätstrainerin Renate Harrer. Immerhin sind Temperaturen von bis zu 230 Grad im Spiel. Und: „Besonders gefärbtes Haar braucht hier noch mehr Aufmerksamkeit!“ Hier kommen ihre Expertintipps für den richtigen Hitzeschutz. 

1. Feuchtigkeit fürs Haar 

Zum Glück gibt es jede Menge Möglichkeiten, wie Sie Ihr Haar vor Hitzeschäden bewahren können. Das beginnt schon bei den Pflegeprodukten fürs Haarewaschen wie Shhampoo oder Conditioner. Im besten Fall trumpfen diese mit Feuchtigkeit spendenden Inhaltsstoffen wie Aloe vera, Glycerin, Panthenol oder Seiden- und Weizenproteinen auf, die im ersten Schritt von innen heraus Feuchtigkeit binden und die Schuppenschicht versiegeln.  

Wenn nach dem Föhnen noch geglättet oder gelockt werden soll, sind weitere Schutzmaßnahmen für das Haar nötig. Renate Harrer: „Hitzeschutz spendet künstliche Feuchtigkeit und ist ein Filmbildner, der wie ein Netz jedes einzelne Haar umschließt.“ 

2. Hitzeschutz: der richtige Zeitpunkt 

Nasses oder feuchtes Haar ist besonders empfindlich und darf deshalb niemals mit Hitzetools in Berührung kommen. Erst wenn die Haare ganz trocken (geföhnt) sind, dürfen Sie Lockenstab oder Glätteisen verwenden. dm Expertin Renate Harrer: „Föhnschaum, Schaumfestiger oder Lotion werden wie gewohnt nach dem Waschen ins handtuchtrockene Haar eingearbeitet. Hitzeschutz ist der letzte Schritt vor dem Styling. Denn er bewahrt auch die Funktion der Stylingprodukte.“ 

3. Welche Hitzeschutzprodukte gibt es? 

Die Auswahl an Hitzeschutzprodukten ist in den vergangenen Jahren immer größer geworden. Renate Harrer: „Viele Produkte decken mittlerweile unterschiedliche Haarbedürfnisse ab. Neben Hitzeschutz sind oft weitere pflegende Inhaltsstoffe enthalten.“ Hier kommt ein Überblick über die wichtigsten Varianten. 

Hitzeschutz-Spray 

Die gängigste Variante ist vor allem für feines Haar geeignet, da der Sprühnebel das Haar nicht beschwert. 

Serum 

Bereits geschädigtes Haar bekommt mit einem Serum einen zusätzlichen Pflegekick. Wirkstoffe wie Peptide bauen das Haar von innen heraus auf und verbessern die Spannkraft. 

Hitzeschutz-Lotion 

Auch starke Sonneneinstrahlung kann Hitzestress fürs Haar bedeuten. Hier helfen leichte Lotions mit zusätzlichem UV-Filter. 

Styling-Cream mit Hitzeschutz 

Frizzy Hair ist von Natur aus schon sehr trocken. Eine Styling-Cream sorgt für zusätzliche Feuchtigkeit und zähmt widerspenstige Strähnen und fliegende Härchen. 

4. Die idealen Stylingtemperaturen 

Das Haar muss nicht immer heiß geföhnt werden. Milde Temperaturen wirken weniger belastend und trocknen genauso gut. Bevor Sie danach mit einem Hitzetool Ihr Styling vollenden, sollten Sie das Haar kurz auskühlen lassen. Jetzt ist der ideale Zeitpunkt für den Hitzeschutz.  

„Nicht nur auf das Deckhaar am Oberkopf sprühen, sondern auch die darunterliegenden Partien nicht vergessen. Lassen Sie das Produkt leicht antrocknen! Achten Sie bei Glätteisen und Lockenstab auf eine gute Qualität und greifen Sie am besten zu Tools mit einer Keramikbeschichtung.“  

Auch wenn oft mit bis zu 230 Grad Hitze geworben wird – so heiß muss es für die Haare gar nicht sein. Renate Harrer: „Das Haar lässt sich bei 185 Grad Celsius ideal umformen, ohne dabei mehr als nötig belastet zu werden.“  

5. Natürlicher Hitzeschutz – eine gute Alternative 

Sollten Sie einmal keinen Hitzeschutz zur Hand haben, helfen auch einfache Hausmittel, um das Haar zu schonen. So geht’s: Apfelessig mit ein wenig Wasser vermischen, in eine Sprühflasche geben und aufs Haar sprayen. Eine weitere Alternative ist kalter Kamillentee. Der Beauty-All-Time-Favourite in Sachen Feuchtigkeitszufuhr ist Aloe Vera: Tragen Sie das Aloe-Vera-Gel in kleinen Mengen von der Kopfhaut bis in die Spitzen auf.