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Blasenentzündung: Das können Sie laut Expertinnen dagegen tun
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Harnwegsinfekt

Blasenentzündung: Das können Sie laut Expertinnen dagegen tun

Zusammenfassung Eine Blasenentzündung entsteht meist, wenn Darmbakterien in die Harnröhre und Blase gelangen. Typische Beschwerden sind Brennen beim Wasserlassen, häufiger Harndrang und Schmerzen im Unterbauch. Blut im Urin oder Fieber sind Warnzeichen: Suchen Sie rasch ärztlichen Rat. Bleiben die Beschwerden länger als drei Tage, sollten Sie ebenfalls eine Ärztin oder einen Arzt aufsuchen. Zur Vorbeugung empfehlen die Fachärztinnen mindestens 1,5 Liter Wasser oder Tee pro Tag, regelmäßiges Wasserlassen und sanfte Intimpflege. Nach dem Sex auf die Toilette zu gehen, kann vorbeugen. Bei leichten Beschwerden können Blasentee oder pflanzliche Mittel unterstützen. Oft ist eine Behandlung mit Antibiotika nötig.

Diese Zusammenfassung wurde mit KI erstellt und menschlich kontrolliert

Blasenentzündungen sind für viele Frauen ein leidiges, manchmal wiederkehrendes Thema. Die Urologin Dr. Andrea Gnad und die Gynäkologin Dr. Eva Lunzer-Mühl geben Tipps zur Vorbeugung und erklären, was zu tun ist, wenn es uns erwischt hat.

Dr. Andrea Gnad ist Urologin mit Praxis in Salzburg. ACTIVE BEAUTY erklärt sie, wie eine Blasenentzündung entsteht und behandelt werden kann.

Dr. Eva Lunzer-Mühl ist Fachärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe. ACTIVE BEAUTY erklärt sie alles zu Honeymoon-Zystitis & Co.

Wir haben die Urologin Dr. Andrea Gnad und die Gynäkologin Dr. Eva Lunzer-Mühl gefragt, welche Symptome auf eine Blasenentzündung hindeuten können und was Betroffenen helfen kann.

Was versteht man unter einer Blasenentzündung?

Dr. Andrea Gnad: „Eine Blasenentzündung oder ein Harnwegsinfekt entsteht, wenn Bakterien aus dem Genitalbereich in die Blase aufsteigen und dort eine Entzündung verursachen. Das geschieht häufig nach dem Geschlechtsverkehr, kann aber auch bei zu viel Stress im Alltag und nach der Menopause durch den Östrogenmangel begünstigt werden.“

Wie entsteht eine Blasenentzündung?

Dr. Eva Lunzer-Mühl: „Eine Blasenentzündung entsteht bei Frauen am häufigsten durch Übertragung von Darmbakterien im Rahmen einer Schmierinfektion (zum Beispiel beim Abwischen nach dem Toilettengang). Bedingt durch die anatomischen Gegebenheiten und die kurze Harnröhre ist der Weg vom After zur Harnröhre nicht weit. Manchmal sind auch angeborene oder erworbene Fehlbildungen des Harntrakts verantwortlich für häufige Harnwegsinfekte. Normalerweise werden die ableitenden Harnwege durch ausreichendes Trinken und regelmäßiges Wasserlassen gut gespült. Zusätzlich schützt das saure Scheidenmilieu vor einer Besiedelung der Harnröhre durch Keime. Die häufigsten Erreger sind E. coli-Bakterien und Enterokokken, aber auch Staphylokokken, Chlamydien oder Gonokokken können durch Sexualkontakte übertragen werden.“

Erfahren Sie hier alles über sexuell übertragbare Infektionen.

Was sind die Symptome einer Blasenentzündung?

Dr. Andrea Gnad: „Die Patientinnen spüren ein Brennen beim Urinieren, haben einen häufigen Harndrang, Unterbauchschmerzen, Blasenkrämpfe und manchmal auch sichtbares Blut im Harn.“

Ist eine Blasenentzündung ansteckend?

Dr. Eva Lunzer-Mühl: „Eine klassische Infektion mit Erregern der Darmflora ist grundsätzlich nicht ansteckend. Infektionen, die durch Chlamydien oder Gonokokken verursacht werden, aber schon.“

Wie lange dauert eine Blasenentzündung?

Eine unkomplizierte Blasenentzündung klingt meistens nach wenigen Tagen wieder ab. Lassen die Symptome nach drei Tagen nicht nach oder kommt Fieber hinzu, sollte unbedingt eine Ärztin oder einen Arzt konsultiert werden. Meist ist dann eine Antibiotika-Gabe notwendig. Bis man die Blasenentzündung vollständig ausgehleit ist, können ein bis zwei Wochen vergehen.

Welche Hausmittel werden bei Blasenentzündungen genannt?

Cranberry-Saft:

Ob von Oma, Mama oder der besten Freundin: Viele kennen den Rat, bei Blasenentzündungen Cranberry-Saft zu trinken. Doch wie beurteilt die Expertin das? „Cranberry-Saft ist eine eher schwache Prophylaxe“, sagt Urologin Dr. Gnad. „Der Saft säuert den Harn an und hindert die Bakterien daran, an der Blasenwand anzuhaften. Bei der Dosierung unbedingt an die Empfehlungen der Hersteller halten, die Konzentration der Präparate ist sehr unterschiedlich.“

Erfahren Sie hier Wissenswertes über die Cranberry.

Apfelessig:

Die Urologin Dr. Gnad gibt folgenden Tipp: „Ich empfehle gerne Apfelessig vor dem Schlafengehen. Er ist günstig, unkompliziert und säuert den Harn ebenfalls an, das mögen die Bakterien nicht. Abends am besten zwei bis vier Zentiliter mit etwas Wasser trinken.“

Hier erfahren Sie, was passiert, wenn Sie täglich Apfelessig trinken.

Harntreibende Blasentees:

Als pflanzliches Hausmittel werden verschiedene Kräuter beschrieben, die – als Tee zubereitet – bei Blasentzündungen unterstützend eingesetzt werden können. Sie wirken harntreibend und können dazu beitragen, dass die Harnwege und die Blase gut durchgespült werden. In der Apotheke gibt es auch spezielle Kräutermischungen zu kaufen, die zusätzlich entzündungshemmend und krampflösend wirken.

Wichtig: Lassen Sie sich von Ihrer Apothekerin oder Ihrem Apotheker beraten und überschreiten Sie die vorgegebene Maximaldosis nicht.
Blasenentzündung – ACTIVE BEAUTY Frauensprechstunde
Was tun bei einer Blasenentzündung? Die Gynäkologin Dr. Eva Lunzer-Mühl erklärt die Ursachen sowie Symptome von Harnwegsinfekten und gibt Tipps zur Vorbeugung. Außerdem erklärt Sie, warum Frauen in den Wechseljahren oft von Blasenentzündungen betroffen sind und was man bei einer Honeymoon-Blasenentzündung beachten sollte.

Worauf soll man zur Vorbeugung achten, zum Beispiel bei der Intimhygiene?

1. Genug Wasser trinken

Die beste Prophylaxe ist und bleibt viel zu trinken! Greifen Sie zu Wasser oder Tee, mindestens 1,5 Liter davon pro Tag. Kaffee sollte nur in Maßen getrunken werden, Softdrinks und Alkohol sollte man vermeiden. Die Bakterien, die eine Blasenentzündung auslösen, ernähren sich von Zucker und können sich dadurch ungehindert vermehren.

2. Keine volle Blase

Wer viel trinkt, muss sich öfter auf den Weg zur Toilette machen – und sollte das auch. Bleiben die Bakterien nämlich zu lange in der Blase, können sie sich dort schnell vermehren. Deshalb sollten Sie immer dann gehen, wenn Sie müssen, und zudem darauf achten, dass Sie Ihre Blase wirklich komplett entleeren.

3. Auf die richtige Intimhygiene achten

„Mangelnde Hygiene, ein neuer Partner oder gewisse Sexualpraktiken können das Risiko für Harnwegsinfekte erhöhen. Allerdings stört übertriebene Intimhygiene und vor allem die Verwendung von zu viel Seife die natürliche Schutzfunktion der Schleimhäute. Dadurch können sich Erreger leichter festsetzen“, erklärt die Gynäkologin Dr. Lunzer-Mühl. Bei der Intimpflege empfiehlt es sich daher, zu sanften Produkten mit angepasstem pH-Wert zu greifen. Zu aggressive Intimhygieneprodukte können nicht nur die Schleimhäute reizen, sondern auch den natürlichen Schutzmantel der Haut beeinträchtigen.

4. Warm anziehen

Besonders in der kalten Jahreszeit sollten sich vor allem Frauen, die bereits von einer Blasenentzündung betroffen waren oder zu wiederkehrenden Blasenentzündungen neigen, warm anziehen. Dabei unbedingt die Nierengegend warm einpacken (keine bauchfreien Tops in Herbst und Winter!) und auch die Füße für eine gute Durchblutung warmhalten.

Was tun bei einer Honeymoon-Blasenentzündung?

Dr. Eva Lunzer-Mühl: „Häufiger Sexualverkehr beansprucht die Schleimhäute und das vaginale Milieu verändert sich. Durch Schmierinfektionen können beim Eindringen des Penis Keime der Darmflora in die Scheide gebracht werden. Durch die anatomischen Gegebenheiten und die kurze Harnröhre der Frau besteht ein höheres Risiko, dass sich die Keime in der Schleimhaut der Harnröhre festsetzen und nach oben wandern. Wichtig ist daher, ausreichend zu trinken und nach dem Sex auf die Toilette zu gehen, um die Blase zu entleeren. So werden die meisten Keime bereits ausgespült. Treten dennoch Beschwerden auf, kann es hilfreich sein, für einige Tage einen Blasentee zu trinken oder pflanzliche Präparate – etwa mit Cranberry oder einem Extrakt aus Meerrettich und Kapuzinerkresse – einzunehmen. In vielen Fällen ist jedoch eine antibiotische Behandlung notwendig. Vor allem bei Fieber, Unterbauchschmerzen oder Blut im Harn sollte rasch ärztlicher Rat eingeholt werden.“

Kann sich ein Scheidenpilz wie eine Blasenentzündung anfühlen?

Dr. Eva Lunzer-Mühl: „Eine Pilzinfektion der Scheide äußert sich meistens durch weißlich bröckeligen Ausfluss sowie Jucken und Brennen im Bereich der Schamlippen. In den meisten Fällen lässt sich eine Blasenentzündung gut von einem Scheidenpilz unterschieden.“

Welche Rolle spielt der Östrogenmangel in den Wechseljahren bei Blasenentzündungen?

Dr. Eva Lunzer-Mühl: „Durch den lokalen Östrogenmangel wird das Scheidenepithel (Vaginalhaut) im Alter dünner und verletzlicher. Außerdem verändert sich die Zusammensetzung der Vaginalflora. Sind in der Prämenopause Milchsäurebakterien vorherrschend und halten den pH-Wert sauer, verändert sich das Keimspektrum durch den Östrogenmangel in der Postmenopause. Das Milieu besteht dann vor allem aus Bakterien der Darm- und Hautflora, welche die Harnröhre besiedeln können.

Was tun, wenn sich Blasenentzündungen in den Wechseljahren über Monate ziehen?

Neben der lokalen Östrogenisierung kann bei einer chronischen Blasenentzündung auch die zusätzliche Anwendung von D-Mannose sinnvoll sein. Dabei handelt es sich um einen Einfachzucker, der im Harn Bakterien bindet, die anschließend beim Wasserlassen ausgeschieden werden.“ Bei hartnäckigen Beschwerden rät die Gynäkologin zu einer urologischen Abklärung: „Oftmals sind eine Blasenspiegelung oder eine Harnkultur notwendig, um andere Ursachen auszuschließen.“

Erfahren Sie hier alles über die Anzeichen für die Wechseljahre.

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es bei einer Blasenentzündung?

Dr. Eva Lunzer-Mühl: „Sind die Beschwerden nur mild, können das Trinken von Blasentee oder pflanzliche Produkte mit Meerrettich- und Kapuzinerkresse-Extrakt oder Cranberry die Symptome in manchen Fällen noch gut lindern. Häufig ist es jedoch notwendig, über ein paar Tage antibiotisch zu behandeln.“

Wann sollte man zur Ärztin oder zum Arzt?

Dr. Andrea Gnad: „Manchmal hilft die beste Vorsorge nichts und die Blasenentzündung tritt trotzdem auf. Bei einer akuten Blasenentzündung sollten Sie unbedingt zu Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt gehen! Eine Zystitis ist gekennzeichnet durch Fieber, Flankenschmerzen und die typischen Beschwerden einer Harnwegsinfektion. Auch wenn Blut im Harn ist, sollten Sie nach ärztlicher Abklärung unmittelbar mit der Einnahme eines Antibiotikums beginnen. Wer zu lange mit der Therapie wartet, riskiert einen aufsteigenden Harnwegsinfekt, der zur Nierenbeckenentzündung werden kann.“

Erfahren Sie hier, was Sie bei Blasenschwäche tun können.

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* Bei den vorgestellten Produkten handelt es sich um Nahrungsergänzungsmittel, nicht um Arzneimittel. Sie sind nicht zur Behandlung, Linderung oder Vorbeugung von Krankheiten bestimmt. Nahrungsergänzungsmittel ersetzen keine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung sowie eine gesunde Lebensweise. Die genannten Expertinnen-Aussagen im redaktionellen Teil beziehen sich nicht auf konkrete Produkte. Bei gesundheitlichen Beschwerden kontaktieren Sie bitte eine Ärztin oder einen Arzt bzw. Ihre Apotheke.

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