Vereinbarkeit bei dm: Arbeitszeit ist Lebenszeit

Berufstätige Frau mit Kind(ern). Damit wird Vereinbarkeit meist verbunden. Dabei geht es um mehr, als Job und Nachwuchs zu managen. Und: Sie betrifft auch Kinderlose.

eine Familie die mit ihrem Baby auf dem Sofa sitzt und die Familienzeit genießt
eine Familie die mit ihrem Baby auf dem Sofa sitzt und die Familienzeit genießt

Gabriele Kühn leitet eine dm Filiale in der Stadt Salzburg. Seit 29 Jahren ist sie im Unternehmen. Mit April 2021 wird sie in Pension gehen. Nicht nur für sie persönlich eine große Veränderung. Auch für das Unternehmen. Seit eineinhalb Jahren hat sie auf 23 Stunden reduziert und teilt sich die Filialleitung mit ihrer künftigen Nachfolgerin.

dm betritt mit diesem (generationenübergreifenden) Job-Sharing Neuland. Profitieren sollen alle Beteiligten: Die Nachfolgerin kann schrittweise in die neue Aufgabe hineinwachsen. Kühn sich langsam auf die neue Lebensphase einstimmen. Und der Arbeitgeber sicher sein, dass wertvolles Wissen und Erfahrungen im Unternehmen bleiben.

Work-Life-Balance selbst bestimmen

dm hat es sich zum Ziel gesetzt, bestmöglich auf die individuelle Lebenssituation jedes Einzelnen einzugehen. Jeder soll die Chance haben, über sich hinauszuwachsen. Bei rund 6.800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern keine einfache Aufgabe, aber wesentlicher Teil der Unternehmensphilosophie.

Bei all den Maßnahmen leitet uns die Erkenntnis, dass es nicht zielführend ist, zwischen Arbeits- und Privatleben zu unterscheiden. Vielmehr geht es um Lebenszeit.

Geschäftsführerin Petra Mathi-Kogelnik

Unser Tipp

Reinhören: Mehr zum Thema „Karriere und Kind“.

Was sich in anderen Ländern tut

dm ist auch in zwölf südosteuropäischen Ländern vertreten. In Tschechien, Kroatien oder Slowenien arbeiten in der Regel beide Elternteile. Denn die Löhne sind im Vergleich zu den steigenden Lebenshaltungskosten eher niedrig. Aber auch in diesen Ländern sind Teilzeitmodelle am Vormarsch und ermöglichen es Müttern und Vätern, Familie und Beruf besser unter einen Hut zu bekommen. Väter in Elternzeit sind bis jetzt noch die Ausnahme. Wobei das EU-Parlament erst kürzlich eine Richtlinie für eine stärkere Vereinbarkeit von Familie und Beruf beschlossen hat. Erstmals entsteht europaweit der rechtliche Anspruch auf zehn Tage bezahlte Vaterschaftszeit.


1 Mai 2019 | Text: Julia Fischer-Colbrie | Fotos: Stocksy

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