Zweites Kind? Was jetzt alles anders wird

Ein zweites Kind wirft die bisherige Routine oft über den Haufen, vieles wird anders. Welche drei Dinge Sie wissen müssen, um sich nicht wieder als Neo-Eltern zu fühlen.

Zweites Kind: Für Eltern ist es oft herausfordernd, wenn das zweite ganz anders ist als das erste.
Zweites Kind: Für Eltern ist es oft herausfordernd, wenn das zweite ganz anders ist als das erste.

Eltern zu sein ist eine Mammutaufgabe. Mit dem ersten Kind wird das ganze Leben auf den Kopf gestellt, aber Mama und Papa profitieren auch in ihrer persönlichen Entwicklung stark davon. Auch die richtigen Erziehungstipps helfen. Kommt dann ein Geschwisterchen nach, denken sich viele: Das wird schon klappen, wir wissen ja schon, wie’s geht. Leider greift diese Annahme oft zu kurz.

Zweites Kind: Was leichter wird, was schwieriger

Tipp #1: Akzeptieren, dass jedes Kind anders ticket

Geschwister sind in der Regel sehr unterschiedliche Wesen. Jedes Kind ist anders und hat eigene Charakterzüge. Was beim ersten Kind gut geklappt hat, ist mit dem zweiten Kind vielleicht ganz anders – und umgekehrt. Ein Beispiel: Wenn das erste Kind sich bei einem Weinanfall durch Herumtragen beruhigen lassen hat, möchte das zweite vielleicht lieber etwas vorgesungen bekommen. Manchmal heißt es daher für Eltern: Die bisherigen, angelernten Methoden über Bord werfen und sich neu auf das Wesen des zweiten Kindes einstellen.

Tipp #2: Mit Eifersucht des Geschwisterchens umgehen

Es ist sehr bereichernd, ein Geschwisterchen zum Spielen und Austauschen zu haben. Zugleich ist es natürlich, dass Geschwister aufeinander eifersüchtig sind. Das gilt besonders dann, wenn ein Baby die Familie vergrößert. Machen Sie sich darauf gefasst, dass der große Bruder oder die große Schwester den Zuwachs zunächst als Rivalität spüren wird. Denn jedes Kind hätte am liebsten die ungeteilte Aufmerksamkeit seiner Eltern. Was Sie tun können: Seien Sie sich darüber im Klaren, dass die Familienkonstellation sich verändert. Beziehen Sie Ihr Kind so früh wie möglich in die Veränderungen mit ein und reden sie mit ihm über die Situation.

Tipp #3: Sich neu organisieren und mehr Zeit einplanen

Auch wenn sich mit dem ersten Kind mittlerweile Alltag und Routine eingependelt haben: Ein zweites Baby kann Ihren Zeitplan gehörig durcheinanderbringen. Es gibt mehr zu organisieren, alles dauert länger und man muss nicht mehr für einen sondern für zwei mitdenken. Was hilft: Stellen Sie nicht zu höhe Ansprüche an sich selbst. Planen Sie bewusst mehr Zeit ein, sprechen Sie sich noch besser mit Ihrem Partner ab und scheuen Sie sich nicht davor, Hilfe anzunehmen.


27 September 2019 | Text: Maria Kapeller | Fotos: Stocksy

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