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Besser essen – für sich und die Welt
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Bewusst genießen

Besser essen – für sich und die Welt

Zusammenfassung Gut essen heißt, den Körper mit wichtigen Nährstoffen zu versorgen. Sechs Tipps helfen dabei: 1. Pflanzenbasierte Ernährung: Weniger Fleisch und Milch, mehr Hülsenfrüchte wie Linsen und Bohnen. Die EAT-Lancet-Kommission empfiehlt ein- bis zweimal pro Woche Fleisch und einmal Fisch. 2. Lokal und saisonal einkaufen: Regionale Produkte sind oft frischer und haben eine bessere Klimabilanz. 3. Vielfältig essen: Verschiedene Pflanzen liefern unterschiedliche Nährstoffe. 30 Sorten pro Woche sind ideal. 4. Lebensmittelverschwendung vermeiden: Reste nutzen, richtig lagern und Mindesthaltbarkeitsdaten beachten. 5. Selber kochen: Spart Geld und schärft das Bewusstsein für Zutaten. 6. Neugierig bleiben: Neue Lebensmittel wie Fleischersatz aus Pilzen oder Algen probieren.

Diese Zusammenfassung wurde mit KI erstellt und menschlich kontrolliert

Gut zu essen bedeutet, den Körper optimal mit Nährstoffen zu versorgen und gleichzeitig die Umwelt zu schonen. Doch wie gelingt das? Wir haben sechs Anregungen für eine nachhaltigere Ernährung.

1. Mehr Pflanzen

Mehr pflanzliche, weniger tierische Zutaten – das ist der Kern der „Planetary Health Diet“. Sie wurde von der EAT-Lancet-Kommission entwickelt, einem interdisziplinären Team internationaler Wissenschaftler aus den Bereichen Gesundheit, Umwelt, Wirtschaft und Landwirtschaft. Ziel der Empfehlungen ist eine gesunde und zugleich ökologisch und sozial vertretbare Ernährung der Weltbevölkerung. Um zehn Milliarden Menschen gesund und umweltschonend satt zu bekommen, muss der Konsum von Fleisch- und Milchprodukten drastisch reduziert werden. Als Richtwert empfiehlt die Lancet-Kommission pro Woche ein- bis zweimal Fleisch (idealerweise aus Weidehaltung und in Bio-Qualität) und maximal einmal Fisch. Hülsenfrüchte – Linsen, Kichererbsen, Bohnen und Co. – sind die pflanzliche Proteinquelle Nummer eins. Von ihnen sollte am besten täglich eine Portion in den Speiseplan integriert werden.

2. Lokal und saisonal einkaufen

Nachhaltige Produkte sind im Handel schwer zu identifizieren, da es keine Kennzeichnungspflicht gibt. Einfacher ist es, auf Saisonalität und Regionalität zu setzen. Lebensmittel aus der Region sind in der Regel frischer und somit qualitativ hochwertiger als Importware. Außerdem weisen sie meist eine bessere Klimabilanz auf. Die Foodtrend-Forscherin Hanni Rützler beobachtet den Trend der „Local Exotics“, der von innovativen Betrieben vorangetrieben wird. Dabei handelt es sich um ursprünglich nicht heimische Obst- und Gemüsesorten, die aufgrund sich ändernder Klimaverhältnisse jetzt auch hierzulande kultiviert werden. Beispiele hierfür sind Artischocken, Oliven, Ingwer und Reis.


Wochenmärkte sind eine ideale Bezugsquelle, denn sie bieten regionale und saisonale Nahrungsmittel an. Ein weiterer Vorteil: Man kommt mit den Produzenten in Kontakt und erfährt so mehr über die Produkte und ihre Herstellung. Einen Überblick über regionale Händler, Produkte und Produzenten bietet kauftregional.at.

3. Vielfältig essen

Je bunter, desto besser! Pflanzen in unterschiedlichen Farben und Formen liefern verschiedene Nährstoffe. Das „American Gut Project“ regt dazu an, pro Woche 30 verschiedene Pflanzen zu sich zu nehmen. Dazu zählen neben Obst und Gemüse auch Hülsenfrüchte, Nüsse, Getreide, Kräuter und Gewürze. Essen wir möglichst vielfältig, tun wir unserem Mikrobiom und Immunsystem nachweislich Gutes. Anstatt Brot oder Nudeln könnte man einmal bewusst zu anderen Kohlenhydratquellen wie Kartoffeln, Hirse oder Buchweizen greifen. Bei Früchten und Gemüse kann man auch einmal etwas Neues ausprobieren – am besten Lebensmittel, die gerade Saison haben.

4. Lebensmittelverschwendung vermeiden

Weltweit wird etwa ein Drittel aller produzierten Lebensmittel weggeworfen. Um Verschwendung zu vermeiden, hilft Planung. Steht der Speiseplan, kann man bewusst einkaufen, was dafür benötigt wird. Und auch Reste lassen sich nutzen. So werden aus altem Brot Croûtons fürs Suppen-Topping und die Käserinde von Parmesan oder Bergkäse verleiht Eintöpfen ein würziges Upgrade. Kreative Anregungen für die Resteverwertung bietet das Buch „Die perfekte No-Waste-Küche“ von Anja Henn.

Auch die richtige Lagerung kann die Haltbarkeit von Lebensmitteln deutlich verlängern. Da Äpfel und Tomaten beim Reifen das Gas Ethylen ausscheiden, verderben andere Sorten schneller, wenn sie in deren Nähe gelagert werden. Deshalb sollten sie immer separat platziert werden. Im Kühlschrank ist es oben wärmer als unten. Das erste Fach ist daher perfekt für Käse und verzehrfertige Speisen geeignet. Die mittlere Zone ist ideal für Milchprodukte und nach unten gehören leicht verderbliche Waren wie Fleisch oder Fisch. Im Gemüsefach sind Salat, Karotten und Co. vor zu großer Kälte geschützt. Es gibt jedoch auch Lebensmittel, die nicht in den Kühlschrank gehören. Tomaten beispielsweise verlieren ihr Aroma und werden mehlig, die Stärke von Kartoffeln wandelt sich in Zucker um, wodurch sie unangenehm süß werden, und Zwiebeln oder Knoblauch beginnen durch die Feuchtigkeit zu schimmeln oder zu keimen.

Zu guter Letzt: Das Mindesthaltbarkeitsdatum ist kein Wegwerfdatum, sondern eine gesetzliche Garantie des Herstellers für die spezifischen Eigenschaften eines Lebensmittels wie Geschmack, Farbe und Konsistenz. Die meisten Produkte sind ungeöffnet und bei sachgerechter Lagerung weit über dieses Datum hinaus absolut sicher und genießbar.

5. Selber kochen

Kochen ist eine Möglichkeit, schonend mit Ressourcen umzugehen, und spart – gerade in Krisenzeiten – Geld. Zudem ist es ein analoger Gegenpol zu unserer oft digitalen Arbeitswelt und holt uns ins Hier und Jetzt. Indem man ausprobiert, mutig kombiniert oder ersetzt, lernt man spielerisch, welche Zutaten miteinander harmonieren – und was einem schmeckt, beziehungsweise nicht.

Wir lernen, das zu lieben, was wir häufig essen. Wer sich bewusst mit Nahrungsmitteln und ihrer Zubereitung auseinandersetzt, verändert automatisch seinen Geschmack und seine Ansprüche. Inspirationen für Rezepte mit Gemüse und Getreide in den Hauptrollen und in allen erdenklichen Geschmacksrichtungen finden sich in Kochbüchern, im Internet und in Kochsendungen. Es lohnt sich auch, das eigene Umfeld neu zu entdecken: Welche Produkte werden in meiner Umgebung angebaut? Gibt es Hofläden oder Food-Kooperationen?

6. Neugierig sein

Lachs aus dem 3D-Drucker, Fungi-Steaks, knusprige Insekten-Chips – es tut sich viel in der Lebensmittelbranche. Anfängliche Skepsis ist normal, und wahrscheinlich wird auch nicht jedes neue Produkt zum Lieblingsessen. Wer Innovationen jedoch mit Offenheit begegnet, entdeckt vielleicht das eine oder andere persönliche Highlight. Zum Beispiel Fleischersatzprodukte aus pflanzlichen Rohstoffen wie Pilze oder Algen. Oder Produkte, die aus Reststoffen hergestellt wurden. Beim sogenannten Circular Food gibt es zahlreiche Ansätze und Konzepte. Ein Beispiel ist die Nutzung der Mandelschalen, die bislang als Abfallprodukt der Mandelproduktion galten. Sie enthalten Aromastoffe und für unsere Darmgesundheit wichtige Ballaststoffe. Mithilfe neuer Techniken können Mandeln nun inklusive Schalen verarbeitet werden. So ergibt sich ein um 40 Prozent höherer Ertrag – und es fällt kein Abfall an.

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