Jackfruit - der vegane Fleischersatz
Trend-Food

Die Jackfruit: Was kann der neue vegane Fleischersatz?

Vegane Ernährung boomt. Immer mehr Menschen stellen ihre Ernährung um und immer mehr vegane Produkte kommen auf den Markt. So auch das neue Trend-Food Jackfruit. Wir sind von der Exotenfrucht begeistert!

Vorbei die Zeiten, in denen Tofu der einzige vegane Fleischersatz war – er hat von einer neuen Superfrucht namens Jackfruit Konkurrenz bekommen. Im Gegensatz zu Tofu, der wegen seines Eigengeschmacks und seiner Konsistenz oft einen eher mäßigen Ruf genießt, ist die Jackfruit (auf Deutsch: Jackfrucht) relativ geschmacksneutral. Ihre faserige Struktur kommt der von Hühner-, Schweine- oder Rindfleisch sehr nahe. Beim Kochen und Braten entwickelt sich dann sogar ein Geschmack, der wirklich an Fleisch erinnert. (Und falls Sie noch Anregungen brauchen, wie man kreativ ohne Fleisch kochen kann: hier weiterlesen.)

Woher kommt die Jackfruit überhaupt?

Die Jackfruit wächst in den Tropen, und zwar als gelblich-grüne, tropfenartige Frucht, die bis zu 35 Kilo schwer wird. Während sie bei uns eigentlich nur als veganer Fleischersatz bekannt ist, isst man die Jackfruit in ihrer Heimat hauptsächlich als Dessert oder zerreibt ihre Kerne zu Mehl. Für die Verwendung als Fleischersatz wird sie noch unreif geerntet, erst durch die Reife entwickelt sie ihren fruchtig-süßen Geschmack. Noch unreif, wird sie in Salzlacke eingelegt und erst dann weiterverarbeitet. Da das unreife Fruchtfleisch nahezu geschmacksneutral ist, kann es ideal mariniert werden.

Vegane Ernährung liegt im Trend

Die Anzahl der Veganer hat sich in den letzten 10 Jahren um das 16-fache gesteigert. Aktuell geht man weltweit von ca. 8 Millionen Vegetariern und fast einer Millionen Veganern aus. Die Nachfrage nach pflanzlichen Lebensmitteln wächst dementsprechend enorm. Weltweit hat sich der Anteil an veganen Produkten um 250 Prozent gesteigert!

Warum sich so viele Menschen für eine vegane Ernährung entscheiden, hat viele Gründe. Zum Beispiel, dass Veganismus Tiere rettet und der Umwelt hilft. Wer ein Jahr vegan oder vegetarisch lebt, rettet im Schnitt eine Kuh und spart Unmengen an Wasser und anderen Ressourcen. Aktuell wird ein Drittel der weltweiten Getreideproduktion für Tierfutter gebraucht. Und für 1 kg Fleisch benötigt man zwischen 2.000 und 15.000 Liter Wasser, für 1 kg Getreide gerade einmal 100 Liter.

Schon gewusst?

Der erste Vegetarier der Geschichte war Pythagoras (der aus dem Mathebuch mit dem Dreieck). Er lebte ca. 570-500 vor Chr. und sagte: „Alles, was der Mensch den Tieren antut, kommt auf den Menschen zurück.“ Und er meinte auch, wer Tiere töten kann, kann auch Menschen töten. Veganismus gibt es hingegen erst seit Kurzem. 1944 beginnt offiziell eine Abgrenzung zwischen Vegetariern und Veganern.

Warum brauchen Veganer Fleischersatz?

Da einige wichtige Nährstoffe in tierischen Produkten häufiger vorkommen als in pflanzlichen, müssen Veganer einen Ersatz dafür finden. Die Jackfruit ist dafür ideal. Sie enthält überdurchschnittlich viel Kalium und Magnesium. Und vor allem auch Eisen, das Veganern oft fehlt, da es hauptsächlich in Fleisch zu finden ist. Der Fleischersatz ist zudem eine super Ballaststoffquelle und voller Vitamin C, also eine echte Superfrucht.

Was Veganer sonst noch brauchen: Omega-3-Fettsäuren und Iod etwa, vorwiegend in Fisch zu finden, können hervorragend über Algen aufgenommen werden. Gute pflanzliche Kalziumlieferanten sind Brokkoli und Spinat. Auch auf eine ausreichende Eiweißzufuhr sollten Veganer unbedingt achten – geht mit Getreide und Hülsenfrüchten ganz einfach. Bei Vitamin D und Vitamin B-12 empfiehlt sich allerdings eine regelmäßige Überprüfung vom Arzt. Sollten Mangelerscheinungen auftreten, können diese Stoffe auch ganz leicht über Nahrungsergänzungsmittel aufgenommen werden.

Wer jetzt richtig Lust bekommen hat, die Jackfruit zu probieren, kann das ganz einfach bei dm. Mittlerweile gibt es 4 verschiedene Produkte auf dm.at.

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