Jackfruit - der vegane Fleischersatz
Trend-Food

Jackfruit: Alles über den veganen Fleischersatz

Vegane Ernährung boomt. Und so kommen auch immer mehr vegane Produkte auf den Markt. Wie etwa das Trendfood Jackfruit, die es bei dm gibt. Was kann die Exotenfrucht?

Vorbei die Zeiten, in denen Tofu für Veganer und Vegetarier der einzige vegane Fleischersatz war: Das Soja-Produkt hat von einer Superfrucht namens Jackfruit (auf Deutsch: Jackfrucht) Konkurrenz bekommen. Im Gegensatz zu Tofu, der wegen seines Eigengeschmacks und seiner Konsistenz oft einen mäßigen Ruf genießt, ist die Jackfruit relativ geschmacksneutral. Bei dm gibt es die Jackfruit in verschiedenen Varianten als schnelles Gericht. Die faserige Struktur der Frucht kommt der von Hühner-, Schweine- oder Rindfleisch sehr nahe. Beim Kochen und Braten entwickelt sich dann ein Geschmack, der wirklich an Fleisch erinnert. (Apropos: Mehr Anregungen, wie man kreativ ohne Fleisch kochen kann, finden Sie hier.)

Woher kommt die Jackfruit überhaupt?

Die Jackfruit wächst in den Tropen, und zwar als gelblich-grüne, tropfenartige Frucht, die bis zu 35 Kilo schwer wird. Während sie bei uns eigentlich nur als veganer Fleischersatz bekannt ist, isst man die Jackfruit in ihrer Heimat hauptsächlich als Dessert oder zerreibt ihre Kerne zu Mehl. Für die Verwendung als Fleischersatz wird sie noch unreif geerntet, erst durch die Reife entwickelt sie ihren fruchtig-süßen Geschmack. Unreif in Salzlacke eingelegt, wird sie erst dann weiterverarbeitet. Da das unreife Fruchtfleisch nahezu geschmacksneutral ist, kann es ideal mariniert werden.

Vegane Ernährung liegt im Trend

Die Anzahl der Veganer hat sich in den letzten 10 Jahren um das 16-fache gesteigert. Aktuell geht man weltweit von ca. 8 Millionen Vegetariern und fast einer Millionen Veganern aus. Die Nachfrage nach pflanzlichen Lebensmitteln wächst dementsprechend enorm. Weltweit hat sich etwa 2019 der Anteil an veganen Produkten um 250 Prozent gesteigert!

Warum sich so viele Menschen für eine vegane Ernährung entscheiden? Für viele ist am Entscheidendsten, mit ihrem Lebensstil Tiere zu retten und der Umwelt zu helfen. Wer ein Jahr vegan oder vegetarisch lebt, rettet im Schnitt eine Kuh und spart Unmengen an Wasser und anderen Ressourcen. Aktuell wird ein Drittel der weltweiten Getreideproduktion für Tierfutter gebraucht. Und für 1 kg Fleisch benötigt man zwischen 2.000 und 15.000 Liter Wasser, für 1 kg Getreide gerade einmal 100 Liter. Aber es gibt noch mehr gute Gründe, vegan oder vegetarisch zu leben.

Schon gewusst?

Der erste Vegetarier der Geschichte war Pythagoras (der aus dem Mathebuch mit dem Dreieck). Er lebte ca. 570-500 vor Chr. und sagte: „Alles, was der Mensch den Tieren antut, kommt auf den Menschen zurück.“ Und er meinte auch: Wer Tiere töten kann, kann auch Menschen töten. Veganismus gibt es hingegen erst seit Kurzem. 1944 beginnt offiziell eine Abgrenzung zwischen Vegetariern und Veganern.

Warum brauchen Veganer Fleischersatz?

Da einige wichtige Nährstoffe in tierischen Produkten häufiger vorkommen als in pflanzlichen, müssen Veganer einen Ersatz dafür finden. Die Jackfruit ist dafür ideal. Sie enthält überdurchschnittlich viel Kalium und Magnesium. Und vor allem auch Eisen, das Veganern oft fehlt, da es hauptsächlich in Fleisch zu finden ist. Der Fleischersatz ist zudem eine super Ballaststoffquelle und voller Vitamin C, also eine echte Superfrucht.

Was Veganer sonst noch brauchen: Omega-3-Fettsäuren und Iod etwa, vorwiegend in Fisch zu finden, können hervorragend über Algen aufgenommen werden. Gute pflanzliche Kalziumlieferanten sind Brokkoli und Spinat. Auch auf eine ausreichende Eiweißzufuhr sollten Veganer unbedingt achten – geht mit Getreide und Hülsenfrüchten ganz einfach. Bei Vitamin D und Vitamin B-12 empfiehlt sich allerdings eine regelmäßige Überprüfung vom Arzt. Sollten Mangelerscheinungen auftreten, können diese Stoffe auch ganz leicht über Nahrungsergänzungsmittel aufgenommen werden.

Unser Tipp

Probieren Sie dieses köstliche Jackfruit-Rezept mit Erdbeer-Gurken-Salsa.

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