Haarentfernung: Damit die Härchen nicht unter dem Rocksaum rausblitzen.
Hautsache

Haarentfernung: Methoden für Faule und Mutige

Das warme Wetter legt wieder mehr Haut frei – und manchmal eben auch Härchen. Wer das nicht mag, fragt sich: Bei welcher Methode der Haarentfernung bleibt die Haut länger glatt als bei der guten alten Nassrasur?

Endlich Sommer: Schluss mit Strumpfhosen und langen Ärmeln! Mit der Wärme kommt auch das ein oder andere unerwünschte Härchen zum Vorschein. Haare sind zwar so natürlich wie die Jahreszeiten, können aber auch stören.

Wenn Ihnen glatte Haut mehr gefällt, können Sie wie gewohnt mit einer schnellen Nassrasur unter der Dusche Abhilfe schaffen. Aber die Freude über die Enthaarung hält dann nur kurz. Meistens sind bereits am nächsten Tag die ersten Stoppelchen spürbar und Rasierpickel unliebsame Begleiter. Länger Ruhe hat man mit Sugaring oder Waxing. Die dm Qualitätstrainerin Madelaine Sommerlat erklärt den Unterschied der Methoden:

Zwei effektive Methoden zur Haarentfernung:

1. Waxing

So funktioniert es: Beim Waxing wird Wachs auf Honigbasis in einer Kartusche erwärmt und auf die Haut aufgetragen. Danach wird es mit einem Vliesstreifen rasch abgezogen, die Härchen werden auf diese Weise mit der Wurzel entfernt. Die Haare müssen etwa einen halben Zentimeter lang sein, das bedeutet, sie etwa zwei Wochen nach der letzten Rasur wachsen zu lassen. Ein bis zwei Tage vor der Behandlung empfiehlt Expertin Sommerlat ein Peeling. „Und am Tag der Behandlung bitte die Haut nicht eincremen!“

Vorteil: Die Behandlungsdauer ist beim Waxing kürzer als beim Sugaring, da das Wachs großflächiger aufgetragen werden kann. Die Haut bleibt danach für bis zu vier Wochen glatt.

Nachteil: Wie tapfer muss man sein? „Beim Waxing wird das Haar gegen die Wuchsrichtung entfernt, dadurch kommt es zu einer etwas stärkeren mechanischen Belastung“, sagt Sommerlat diplomatisch. Bedeutet, es ist schmerzhafter als etwa Sugaring. Zudem kommt es beim Waxing häufiger zu eingewachsenen Haaren.

2. Sugaring

So funktioniert es: Beim Sugaring, der süßen kleinen Schwester des Waxing, wird eine erwärmte Paste aus Zucker und Zitronensaft aufgetragen. Der Zucker dringt in die Haarfollikel ein und erfasst das Haar optimal. Im Gegensatz zum Waxing darf vor der Sugaring-Behandlung allerdings kein Peeling angewendet werden. „Zucker haftet nur auf abgestorbenen Hautstellen“, so Sommerlat. Weiteres Plus: Die Zuckerpaste hat ohnehin ihren eigenen Peelingeffekt. Wenn Sie’s selbst machen wollen: So geht Sugaring.

Vorteil: Da es beim Sugaring in den Haarwurzeln zu einer geringeren Durchblutung kommt und die Haare zudem in Wuchsrichtung entfernt werden, ist diese Methode im Vergleich zum Waxing sanfter. Ein weiterer Vorteil: Die Haare können mit etwa 0,3 Zentimeter etwas kürzer sein als beim Waxing. Auch hier hat man bis zu einem Monat Ruhe vor lästigen Härchen.

Nachteil: „Da die Zuckerpaste im Gegensatz zum Waxing nur auf kleinere Hautstellen aufgetragen werden kann, dauert die Behandlung etwas länger“, erklärt die Expertin.

Wie pflegt man die Haut nach der Haarentfernung?

„Bei uns im Studio wird eine geeignete Nachbehandlungslotion aufgetragen“, sagt Sommerlat. Wichtig ist, dass die Lotion frei von Duftstoffen ist. Direkt nach der Haarentfernung sollte man auch keinen Sport machen. „Nach dem Waxing und Sugaring bitte die behandelten Hautstellen auch unbedingt vor der Sonne schützen.“ Auf Sauna und Solarium sollte man drei Tage lang verzichten, Gartenarbeit muss für mindestens zwei Tage ruhen – an die enthaarten Stellen sollte nämlich kein Schmutz kommen, dafür viel Luft. Die von der Behandlung geröteten Stellen unter Make-up zu verstecken ist deshalb keine gute Idee. „Bitte auch kein Deo mit Alkohol auftragen“, sagt Qualitätstrainerin Sommerlat.

Teilen: Artikel bei Facebook teilen Artikel bei Whatsapp teilen Artikel URL kopieren
Anzeige
Anzeige
Anzeige