Mann der seinen Blick senkt und nachdenklich wirkt.
Haarausfall, Schuppen, Trockenheit

Gepflegte Männerhaare: 6 ultimative Tipps

Haarausfall, Schuppen, Trockenheit – manche Männer führen mit ihrem Haar eine Problembeziehung: Diese Tipps bringen die Haare zum Glänzen.

Von schütterem Haar ab dem 20. Lebensjahr bis hin zur Glatze: Vor allem Männer sind oft vom Ausfall der Haare betroffen. Probleme mit der Schilddrüse, Medikamenteneinnahme, ungesunde Lebensweise oder ein Zuviel an Stress können den frühzeitigen Haarverlust fördern. Die traurige Wahrheit lautet jedoch: In 80 Prozent der Fälle handelt es sich um genetisch bedingten Haarausfall.

Kann man Haarausfall vorbeugen?

Haarausfall kann man, wenn überhaupt, nur medizinisch abhelfen. „Wichtig ist dabei, rechtzeitig mit einer Therapie zu beginnen“, sagt der Wiener Dermatologe Nicolaus Sandor.

Sobald das Haar weg ist, bleibt es weg. Und man sollte sich im Vorhinein über die nicht zu unterschätzenden Nebenwirkungen Gedanken machen. Schuld an dem häufigen Haarausfall bei Männern ist das Hormon Testosteron. Der daraus gebildete Botenstoff DHT verursacht eine Entzündung an den Haarwurzeln. In weiterer Folge kann das Haar nicht mehr ausreichend mit Nährstoffen versorgt werden und fällt aus.

Mittel gegen Haarausfall

Bei schwindendem Haar greifen viele Männer zu Tinkturen, Vitaminpillen, Wässerchen oder Kräutermischungen. Mehr Nachwuchs stellt sich meist nicht ein. „Das Haar fühlt sich aber dicker und fester an“, sagt Dermatologe Sandor. Immerhin gibt es gute Erfahrungen mit koffein­haltigen Substanzen, die die Blutzirkulation der Kopfhaut anregen. Noch besser sollen Kuren mit dem Wirkstoff Aminexil wirken, dieser verlängert die Lebensdauer der Haare. Positiv auf das Haarwachstum auswirken sollen sich auch Vitamin H(Biotin) und A, Silizium, Folsäure und Eisen.

Wenn Männerhaare Schuppen haben

Hier ist entscheidend zu wissen, ob es sich um trockene oder fettige Schuppen handelt. Die weißen Schauer auf den Schultern sind das Resultat von zu trockener Kopfhaut, die durch falsche und zu aggressive Pflege oder starke Hitzeeinwirkung entstanden ist. In diesem Fall heißt es, auf besonders milde, feuchtigkeitsbildende Reinigungsprodukte zurückzugreifen, die weder Parabene und Silikone noch Alkohol enthalten. Weitere Haarpflege-Tipps, wie Männer schuppende Haare in den Griff bekommen: Wer noch auf heißes Wasser und Föhnluft verzichtet und den Stress unter Kontrolle halten kann, hat auch bald wieder saubere Schultern.

Anti-Schuppen-Shampoos

Fettige Schuppen wird man nicht ganz so leicht los. Sie sind gelblich, ölig und rieseln nicht, sondern kleben in den Haaren. Sie entstehen durch eine gesteigerte Talgproduktion. Dieser Talg bildet die Nahrung für den Kleiepilz Malassezia furfur, der in weiterer Folge für die Schuppen verantwortlich ist. Doch mit Anti-Schuppen-Shampoos, die zwei- bis dreimal pro Woche über einen Zeitraum von maximal zwei Monaten angewendet werden, lässt sich auch dieses Problem in den Griff kriegen.

Männerhaare richtig waschen

  1. Die Haare vor dem Waschen gut durchbürsten, um Stylingreste wie Wachs und Gel zu beseitigen.
  2. Wenig Shampoo verwenden und zuerst in den Händen aufschäumen. Dann sanft einmassieren, um die Talg­produktion nicht unnötig anzuregen.
  3. Shampoo gründlich mit lauwarmem Wasser aus- und mit kaltem Wasser nachspülen. Das schließt die Schuppenschicht und lässt die Haare glänzen.
  4. Haare nicht trocken rubbeln, sondern sanft trocken tupfen.

Fettige Männerhaare

Hier neigen die Talgdrüsen der Kopfhaut zu Hyperaktivität. Ausgelöst durch hormonelle Veränderungen (etwa in der Pubertät) oder ungünstige Lebensführung läuft die Talgproduktion auf Hochtouren.

Was man jetzt vermeiden sollte, ist exzessives Haarewaschen. Denn je öfter man wäscht, desto stärker trocknet die Kopfhaut aus. Als Reaktion wird die Talgproduktion gleich noch einmal gesteigert.

Diesen Teufelskreis zu durchbrechen, ist gar nicht so leicht. Anti-Fett-Shampoos, die milde Tenside, aber keine rückfettenden Substanzen enthalten und dafür reich an fettbindenden Stoffen sind, können hier rasch und effektiv helfen.

Trockene Haare beim Mann

Bei trockenen Männerhaaren liegen meist die Talgdrüsen auf der faulen Haut und produzieren zu wenig Fett. Auch in diesem Fall sind die üblichen Verdächtigen schuld – von der genetischen Veranlagung bis hin zu äußeren Einflüssen. Folgende Haarpflege-Tipps für Männer könnten behilflich sein: Vor allem die tägliche Pflegeroutine sollte man bei trockenen Haaren genauer unter die Lupe nehmen. Wichtig sind Pflege und Schutz sowie die Haare so wenig wie möglich zu waschen, denn jeder Waschgang entfettet zusätzlich.

Feuchtigkeit ins Haar bringen spezielle Shampoos und Intensivkuren, die Proteine, Feuchtigkeits- und Fettsubstanzen enthalten. Sie legen sich wie ein feiner Schutzfilm um jedes Haar und glätten damit die Schuppenschicht. Die Feuchtigkeit wird dadurch im Haar gehalten.

Was tun bei dünnem, kraftlosem Haar?

Die Basis für gesunde, kräftige Haare ist eine ausgeglichene, entspannte Kopfhaut. Sie ist siebenmal dünner als die übrige Körperhaut und dadurch auch wesentlich empfindlicher. Durch äußere und innere Einflüsse kann es schnell zu Reizungen oder gar Entzündungen kommen, die auch die Haarwurzeln angreifen und in weiterer Folge die Haare dünner werden lassen. Haarpflege-Tipps für dünnes Männerhaar, die helfen?

Wenig Hitze, milde Produkte und eine gelegentliche Massage sind förderlich, wenn Mann dünnes Haar hat.  Für Männer mit dünnem, kraftlosem Haar sind außerdem Volumen-Shampoos eine gute Wahl. Sie enthalten strukturverbessernde Zusätze, die Volumen geben. Polymere umhüllen jedes einzelne Haar und ver­dicken es damit optisch. Auch Ceramide und Vitamin B 5 (Panthenol) haben sich als wirksam erwiesen. Diese Haarbau­steine setzen sich in bestehende Lücken des Haarschaftes, wodurch die Haare an Volumen gewinnen.

Teilen: Artikel bei Facebook teilen Artikel bei Whatsapp teilen Artikel URL kopieren
Anzeige
Anzeige
Anzeige