Wenn Sie schlecht schlafen seit Sie schwanger sind, kann vielleicht Magnesium helfen.
Sandmann, bitte kommen

Schlafprobleme in der Schwangerschaft? Was wirklich hilft

Wenn das Baby erstmal da ist, werden die Nächte ohnehin kürzer. Was viele jedoch nicht wissen: Auch in der Schwangerschaft sind Schlafprobleme nicht selten. Diese Tipps helfen verlässlich gegen unruhige Nächte.

Übelkeit, spannende Brüste und Sodbrennen sind typische Begleiterscheinungen des Babybauchs. Dass aber auch Schlafprobleme in der Schwangerschaft keine Seltenheit sind, trifft viele Bald-Mamas unerwartet und hart. Denn wir wissen: Ohne ausreichend Schlaf fühlen sich die anderen Beschwerden noch mühsamer an. Was jetzt hilft? Diese Tipps:

8 Tipps gegen Schlafprobleme in der Schwangerschaft

Tipp 1: Viel trinken, aber bitte nicht abends

Natürlich sollen Sie viel Flüssigkeit (am besten stilles Mineralwasser oder ungesüßten Tee) zu sich nehmen; das tut Ihrem Körper und Ihrem Baby gut. Doch ebenso wichtig wie die Trinkmenge ist das Timing. Wer tagsüber das Trinken vergisst und dafür am Abend umso mehr Flüssigkeit zu sich nimmt, muss in der Nacht zur Toilette gehen. Gerade im ersten und dritten Trimester ist der Harndrang ohnehin erhöht. Wer Schlafprobleme in der Schwangerschaft vermeiden will, nimmt daher etwa ein bis zwei Stunden vor der Nachtruhe keine Flüssigkeit mehr zu sich.

Tipp 2: Schweres Abendessen vermeiden

Bald-Mamas, die sich auf eine ruhige Nacht freuen, sollten am Abend nicht nur auf übermäßigen Flüssigkeitskonsum verzichten, sondern auch auf schwere Speisen. Ist der Körper mit der Verdauung beschäftigt, kann er nämlich nicht optimal zur Ruhe finden. Daher gilt: Circa zwei Stunden vor dem Schlafen sollten nur noch kleine Snacks (z.B. Nüsse, Naturjoghurt oder Brühe) gegessen werden. Lesen Sie außerdem, was Sie in der Schwangerschaft generell essen dürfen.

Tipp 3: Magnesium für entspannte Muskeln

Krämpfe in den Füßen und Waden sind in der Schwangerschaft leider häufig und somit Schuld an Schlafproblemen. Massagen können wohltuend und entspannend wirken und einer buchstäblich verkrampften Nacht vorbeugen. Ebenfalls hilfreich ist eine ausreichende Magnesiumzufuhr. Der Mineralstoff wirkt nämlich entspannend auf die Muskeln. Doch Vorsicht: Eben wegen dieser entkrampfenden Wirkung ist es zwar unwahrscheinlich, aber nicht auszuschließen, dass Magnesium die Wehen-Aktivität fördert. Besprechen Sie die Einnahme daher zuvor mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin.

Tipp 4: Liegeposition im Bett überdenken

Sodbrennen begleitet viele Schwangere bereits ab dem ersten Trimester. Später, wenn der Bauch größer geworden ist, kommt oft noch ein unangenehmes Drücken und eine leichte Atemnot hinzu. Vor allem in Rückenlage rauben uns diese Beschwerden den Schlaf. Unser Tipp: Wer trotzdem am liebsten auf dem Rücken schläft, lagert den Oberkörper mit einem großen, weichen Kissen etwas höher. Alle andere versuchen es in Seitenlage und legen dabei das obere Bein sowie den Arm um ein Stillkissen. Herrlich, wie relaxt es sich so liegt.

Tipp 5: Sorgen und Erledigungen gehören nicht ins Bett

Werdende Mamas haben den Kopf voll; es gibt noch so viel zu tun. Und dann ist da auch noch diese Nervosität vor der Geburt und allem, was sonst noch kommt. Ja, solche Gedankenschleifen sind normal. Doch sie halten uns vom Schlafen ab. Daher gilt: Versuchen Sie belastende Gedanken buchstäblich aus dem Kopf zu bekommen, indem Sie To-Do-Listen schreiben, aber auch Ihre Sorgen und Ängste zu Papier bringen. Alles was auf dem Papier steht, muss sich der Kopf nicht mehr merken. Übrigens: Wir haben noch mehr handfeste Wohlfühltipps für die Schwangerschaft.

Tipp 6: Frische Luft & Wärme als Schlafgaranten

Frischer Sauerstoff macht den Schlaf erst so richtig erholsam. Das Schlafzimmer vor dem Schlafen gründlich zu lüften oder bei milden Temperaturen vielleicht sogar mit offenem Fenster zu schlafen, kann gegen Schlafprobleme in der Schwangerschaft helfen. Ohnehin sollte das Raumklima nicht über 18 Grad liegen; so empfehlen es jedenfalls Schlafforscher. Damit sich Mama aber trotz der prickelnden Frische müde und behaglich fühlt, hilft ein alter Trick: Warme Kirschkernkissen unter die Bettdecke legen und das Bett damit vorwärmen. Vor dem Schlafengehen kann außerdem ein heißes Fußbad beim Relaxen helfen. Und der genialste Trick: Ein kleines, warmes Kirschkernkissen, das man sich zum Einschlafen auf die geschlossenen Augen legt, wirkt entspannend und wohltuend.

Tipp 7: Erholung schnuppern mit Lavendel

Der Sandmann lässt sich austricksen. Und zwar mit bestimmten Aromen, die über die Nase ins limbische System, das Emotionszentrum des Gehirns, gelangen und hier für eine relaxte Stimmung sorgen. Die ätherischen Öle von Lavendel, Rosenholz und Melisse wirken nachweislich beruhigend und schlaffördernd. Einfach ein paar Tropfen eines ätherischen Duftöls mit Wasser mischen, in eine Sprühflasche füllen und das Kopfkissen damit besprühen. Ansonsten gibt es auch spezielle Kräuterkissen, die fix fertig mit Kräutern gefüllt sind und nach leichtem Aufschütteln beruhigende Aromen ausströmen. Hmmm, das riecht nicht nur gut, sondern tut auch gut.

Tipp 8: Bewegung macht müde

Mit kugelrundem Babybauch fällt das übliche Sportprogramm natürlich aus. Etwas angepasste Bewegung tut aber dennoch gut – und vor allem macht sie müde. Gehen Sie spazieren oder vielleicht sogar walken. Auch Yoga ist eine gute Möglichkeit, den Körper zu fordern. Natürlich können Sie auch schwimmen, Rad fahren oder das tun, worauf Sie Lust haben und was der Babybauch zulässt. Powern Sie sich ruhig aus. Und fallen Sie dann am Abend zufrieden und erschöpft ins Bett. Wir wünschen eine erholsame Nacht.

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