Nacktes Mädchen, das sich barfuß die Füße abspült draußen am Wasserhahn
Schuhe aus!

Barfuß gehen: Sollten wir viel öfter!

Barfuß gehen: Dadurch lernt der Körper, sich zu koordinieren und im Gleichgewicht zu sein. Deshalb: Schuhe aus, wann immer es geht!

Barfuß gehen – mit Gänseblümchen zwischen den Zehen oder sanfter Waldboden unter den Füßen. Als Kind haben Sie so etwas öfter gespürt? Es hat sich gut angefühlt? Heute sind Sie erwachsen und machen das viel zu selten? Das sollten Sie aber!

Öfter barfuß zu gehen ist gesund. Darüber sind sich Experten einig. Denn der menschliche Fuß ist gar nicht dafür gemacht, in engen Schuhen zu stecken. Er wurde für die natürlichste Art der Fortbewegung konzipiert. Das ist das Barfußgehen.

Auch wenn es im Büro oder beim Restaurantbesuch nicht angebracht ist, barfuß herumzulaufen: Wo immer möglich, da sollte man mit nackten Füßen den Boden ertasten. Egal, ob in der eigenen Wohnung oder beim Spazierengehen auf einer Blumenwiese.

Barfuß gehen: 5 Gründe dafür

  1. Die Fußmuskulatur wird trainiert.
  2. Die Stabilität der Wirbelsäule wird unterstützt.
  3. Die Reflexe und die Sensibilität der Fußsohle werden gefördert.
  4. Der Kontakt zur Erde wird hergestellt.
  5. Die Füße bleiben frisch, das beugt Fußpilz vor.

Barfuß gehen: Was es mit uns macht

Der Fuß ist mit sehr vielen Rezeptoren ausgestattet. Die Koordinationsfähigkeit entwickelt sich dadurch, dass der Fuß beim Barfußgehen auf Naturboden immer wieder neue Untergründe zu spüren bekommt. Der Körper wird herausgefordert, sich dem anzupassen.

Die Rezeptoren im Fuß reagieren und teilen uns mit, wie sich der Boden anfühlt, zum Beispiel kalt, warm, steinig, weich oder uneben. Cora Hiebinger, Pilates-Trainerin, Spiraldynamik-Fachkraft und Grinberg-Praktikerin.

Wer von Kindheit an häufig barfuß geht, trainiert seine koordinativen Fähigkeiten. Er oder sie kann sich gut bewegen, ist stabil und hat ein gutes Gleichgewicht. „Das führt in weiterer Folge dazu, dass man sich entspannter bewegt, präsenter ist und sich selbstbewusster fühlt“, ergänzt Hiebinger. Kurzum: Man steht gut auf den Beinen.

Barfuß-Tipps für Erwachsene

Auch erwachsene Menschen sollten wieder öfter barfuß gehen. Zumindest so lange das die Gesundheit noch zulässt. Dabei sind aber zwei wichtige Regeln zu beachten.

Regel Nr. 1: Nicht auf hartem Beton barfuß gehen, sondern auf unebenem Naturboden. Das kann eine Frühlingswiese sein oder ein weicher Waldboden.

Regel Nr. 2: Es nicht zu schnell angehen. Weil der Mensch heute ständig in Schuhe gezwängt ist, braucht er die Fußmuskulatur weniger. Das Fußgewölbe flacht ab, Phänomene wie Spreizfuß oder Senkfuß entstehen. Mit dem Barfußgehen muss sich der Fuß erst wieder langsam anfreunden.

Regel Nr. 3: Zu Beginn reicht es, nur ab und zu wieder barfuß zu gehen. So können sich Fußmuskulatur und Fußgewölbe wieder an die neue Freiheit gewöhnen. Erstmal klein anfangen ist auch deshalb hilfreich, um Verletzungen und Zerrungen vorzubeugen. Eine mögliche Option, um sich dem Barfußgehen wieder langsam anzunähern, sind Barfußschuhe.

Regel Nr. 4: Eine Einschränkung gibt es: Diabetikerinnen und Diabetiker müssen beim Barfußgehen besonders achtsam sein. Sie sollten es nicht übertreiben und auf einen sauberen Untergrund achten. Denn bei ihnen verheilen auch kleine Wunden schlecht – schon ein kleiner Schiefer im Fuß kann also Böse enden.

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