Ein kleines Mädchen das sich ihre Füße unter dem Wasserhahn wäscht
Schuhe aus!

Öfter mal nackte Füße: Warum barfuß gehen so gesund ist

Erst durch Barfußlaufen lernt der Körper, zu koordinieren und im Gleichgewicht zu sein. Deshalb: Schuhe aus, wann immer es geht!

Gänseblümchen zwischen den Zehen oder sanfter Waldboden unter den Füßen. Als Kind haben Sie so etwas öfter gespürt? Es hat sich gut angefühlt? Heute sind Sie erwachsen und machen das viel zu selten? Das sollten Sie aber!

Öfter mal barfuß zu gehen ist gesund. Darüber sind sich Experten einig. Denn der menschliche Fuß ist gar nicht dafür gemacht, in engen Schuhen zu stecken. Er wurde für die natürlichste Art der Fortbewegung konzipiert. Das ist das Barfußgehen.

Auch wenn es im Büro oder beim Restaurantbesuch nicht angebracht ist, barfuß herumzulaufen: Wo immer möglich, da sollte man mit nackten Füßen den Boden ertasten. Egal, ob in der eigenen Wohnung oder beim Spazierengehen auf einer Blumenwiese.

Darum ist Barfußgehen gesund

  1. Die Fußmuskulatur wird trainiert.
  2. Die Stabilität der Wirbelsäule wird unterstützt.
  3. Die Reflexe und die Sensibilität der Fußsohle werden gefördert.
  4. Der Kontakt zur Erde wird hergestellt.
  5. Die Füße bleiben frisch, das beugt Fußpilz vor.

Barfußgehen von Klein auf

Heute gibt es spezielle Barfußwege, um sich dem schuhlosen Fortbewegen wieder anzunähern. Aber eigentlich sollte das Barfußgehen von Kindesbeinen an ganz natürlich in den Alltag integriert werden. Natürlich nur dann, wenn der Bewegungsapparat intakt ist.

Barfüßig zu Gleichgewicht und Koordination

Der Fuß ist mit sehr vielen Rezeptoren ausgestattet. Die Koordinationsfähigkeit entwickelt sich dadurch, dass der Fuß beim Barfußgehen auf Naturboden immer wieder neue Untergründe zu spüren bekommt. Der Körper wird herausgefordert, sich dem anzupassen.

Die Rezeptoren im Fuß reagieren und teilen uns mit, wie sich der Boden anfühlt, zum Beispiel kalt, warm, steinig, weich oder uneben. Cora Hiebinger, Pilates-Trainerin, Spiraldynamik-Fachkraft und Grinberg-Praktikerin.

Wer von Kindheit an häufig barfuß geht, trainiert seine koordinativen Fähigkeiten. Er oder sie kann sich gut bewegen, ist stabil und hat ein gutes Gleichgewicht. „Das führt in weiterer Folge dazu, dass man sich entspannter bewegt, präsenter ist und sich selbstbewusster fühlt“, ergänzt Hiebinger. Kurzum: Man steht gut auf den Beinen.

Barfuß-Tipps für Erwachsene

Auch erwachsene Menschen sollten wieder öfter barfuß gehen. Zumindest so lange das die Gesundheit noch zulässt. Dabei sind aber zwei wichtige Regeln zu beachten.

Regel Nr. 1:Nicht auf hartem Beton barfuß gehen, sondern auf unebenem Naturboden. Das kann eine Frühlingswiese sein oder ein weicher Waldboden.

Regel Nr. 2:Es nicht zu schnell angehen. Weil der Mensch heute ständig in Schuhe gezwängt ist, braucht er die Fußmuskulatur weniger. Das Fußgewölbe flacht ab, Phänomene wie Spreizfuß oder Senkfuß entstehen. Mit dem Barfußgehen muss sich der Fuß erst wieder langsam anfreunden.

Barfußschuhe ebnen den Weg

Zu Beginn reicht es, nur ab und zu wieder barfuß zu gehen. So können sich Fußmuskulatur und Fußgewölbe wieder an die neue Freiheit gewöhnen. Erstmal klein anfangen ist auch deshalb hilfreich, um Verletzungen und Zerrungen vorzubeugen. Eine mögliche Option, um sich dem Barfußgehen wieder langsam anzunähern, sind Barfußschuhe.

Diabetiker sollten vorsichtig sein

Barfuß zu laufen ist gesund. Vorausgesetzt, man beachtet die wenigen Spielregeln. Alle Einschränkung gibt es aber: Diabetiker müssen beim Barfußgehen besonders achtsam sein. Sie sollten es nicht übertreiben und auf einen sauberen Untergrund achten. Der Grund dafür ist, dass bei ihnen auch kleine Wunden schlecht verheilen.

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