Immer noch hält sich gesellschaftlich hartnäckig das Gerücht: Ab einem gewissen Alter – ab den Wechseljahren? – sollte frau ihre Haare kurz tragen. Nur: Wer bestimmt dieses Alter? Und: Sind wir wirklich irgendwann zu alt für lange Haare? Natürlich nicht! Gründe, sich die Haare abzuschneiden, gibt es viele – eine davon: nach einer Trennung.  Trotzdem steht vor allem die Typfrage im Vordergrund. Denn egal ob elegante Kurzhaarfrisur oder langes, gepflegtes Haar: Solange es authentisch ist und zur Trägerin passt, ist die Haarlänge keine Frage des Alters.

Doch warum gilt langes Haar dann immer noch als Symbol für Jugendlichkeit? Da das Haar mit dem Alter dazu tendiert feiner und weniger zu werden, repräsentiert eine volle und lange Mähne Vitalität und Jugendlichkeit. Wer allerdings auf sich und sein Haar achtet, rockt die langen Haare bis ins hohe Alter.

 Lange Haare im Alter – so geht’s:

  1. Silver Fox oder Farbpracht?

    Egal, wie alt man ist: Langes Haar sollte gepflegt aussehen! Das gilt auch für die Haarfarbe. Graue Ansätze können den Look schnell ungepflegt wirken lassen. Entscheiden Sie sich für natürlich graues Haar, sollten Sie die Zeit des Herauswachsens mit silbernen, grauen oder aschfarbigen Strähnchen überbrücken, um so einen sanfteren Übergang zu schaffen. Und auch wenn der Schopf komplett ergraut ist, können dezente Strähnchen und Farbglanztönungen für mehr Dimension und Glanz sorgen. Wer weiterhin auf Farbe setzt, sollte sich regelmäßige Friseurbesuche zum Ansatzfärben im Kalender vermerken.

  2. Gepflegt von innen und außen

    Mit dem Alter beginnt das Haupthaar langsam feiner und teilweise auch weniger zu werden – dünnes Haar ist die Folge. Woran das liegt? Unsere körpereigene Keratinproduktion geht zurück. Zusätzlich nimmt in den Wechseljahren das weibliche Geschlechtshormon Östrogen ziemlich schnell ab, was den Alterungsprozess ankurbelt. Und: Nicht nur die Haarstruktur verändert sich, sondern auch die Kopfhaut. Die Durchblutung lässt etwas nach und die Kopfhaut wird härter, wodurch die Haarwurzeln unter größerem Druck stehen und nicht mehr mit genügend Nährstoffen versorgt werden können. Nahrungsergänzungsmittel mit Zink und Eisen können dabei helfen, die müde Kopfhaut wieder in die Gänge zu bringen und das Haarwachstum zu unterstützen. Auch regelmäßige Kopfhautmassagen können die Durchblutung ankurbeln. Bei der Pflege vor allem auf keratinhaltige Produkte setzen.