Alternativen zum Weihnachtsbaum: Wandschmuck, künstliche Tannen & Co.
Was ist besser: ein künstlicher oder ein echter Weihnachtsbaum? Kann ein Christbaum im Topf überleben? Und wie baut man eine Tanne aus Holz selbst zusammen? Lesen Sie die ACTIVE BEAUTY Tipps und Ideen rund um wiederverwendbare Alternativen zum Weihnachtsbaum, Christbaumschmuck aus vorhandenen Materialien und die Verwertung des Baums nach den Feiertagen. Damit Sie Weihnachten mit mehr wiederverwendbaren Elementen gestalten können.
Inhaltsverzeichnis
- Schlau gewählt: Diese Alternativen zum Weihnachtsbaum gibt es
- Künstlicher Weihnachtsbaum oder echte Tanne?
- Weihnachtsbaum zum Selberbasteln
- Weihnachtsbaum im Topf
- Outdoor-Weihnachtsbaum
- Christbaumschmuck wiederverwenden, tauschen oder selbst basteln
- Kerzen oder Lichterkette: Welche Faktoren spielen eine Rolle?
- Secondhand-Schmuck für den Weihnachtsbaum
- DIY-Ideen für den Christbaumschmuck
- Wohin mit dem Weihnachtsbaum nach dem Fest?
- Verwerten für den Garten
- Baumspende
Unser Traum-Baum ist liebevoll geschmückt, hübsch anzusehen – und wird möglichst lange genutzt oder nach dem Fest sinnvoll verwertet. Hier kommen Ideen für Weihnachtsbäume, Schmuck und die Verwertung nach dem Fest.
Schlau gewählt: Diese Alternativen zum Weihnachtsbaum gibt es
Künstlicher Weihnachtsbaum oder echte Tanne?
Welche Faktoren spielen bei künstlichen und echten Weihnachtsbäumen eine Rolle? Auf den ersten Blick scheint die künstliche Alternative zum Weihnachtsbaum gut abzuschneiden, schließlich kann sie wiederverwendet werden. Ganz falsch ist diese Überlegung nicht. Je nach Größe, Herkunft, Transportweg und Nutzungsdauer kann sich die Klimabilanz eines künstlichen Baums unterscheiden. Eine Studie aus Kanada nennt je nach Annahmen lange Nutzungszeiträume.
Ein echter Weihnachtsbaum wächst mehrere Jahre und nimmt während des Wachstums CO₂ auf. Wie stark dieser Effekt ins Gewicht fällt, hängt unter anderem von Anbau, Transport und Verwertung ab. Ein echter Nadelbaum kann je nach regionalem Angebot weiterverwertet werden, zum Beispiel als Gartenmaterial oder über kommunale Sammelstellen. Künstliche Weihnachtsbäume bestehen häufig aus mehreren Materialien. Prüfen Sie die Entsorgungshinweise des Herstellers und die Vorgaben Ihrer Gemeinde.
Wer Transportwege berücksichtigen möchte, kann beim Kauf auf Herkunftsangaben achten und einen Baum aus der Region wählen. Ein anerkanntes Bio-Zertifikat zeigt, dass der Baum nach den Kriterien des jeweiligen Bio-Standards angebaut wurde. Achten Sie auf das konkrete Siegel und die Angaben des Anbieters.
Weihnachtsbaum zum Selberbasteln
DIY-Fans finden im Internet unzählige Inspirationen für einen Christbaum zum Selberbasteln. Besonders häufig sieht man die Variante, bei der gesammelte Äste in verschiedener Länge mit Drähten aneinandergebunden werden und eine dreieckige Tannenform ergeben. Diesen sehr schlichten „Baum“ kann man dann mit allerlei Schmuck üppig ausstaffieren – oder in seinem Minimalismus wirken lassen und lediglich mit einer Lichterkette behängen.
Wer sich an das Bastelprojekt nicht so recht herantraut, wird vielleicht mit einem „Keinachtsbaum“ glücklich: Der modulare Weihnachtsbaum aus Holz besteht aus einem wiederverwendbaren Ständer, in den Tannenzweige gesteckt werden. Jedes Jahr werden nur frische Tannenzweige benötigt. Eine Alternative zum klassischen Weihnachtsbaum: Der Holzständer kann wiederverwendet werden, jedes Jahr werden nur frische Tannenzweige eingesteckt.
Wer nicht gleich einen ganzen Christbaum basteln möchte, findet hier eine DIY-Anleitung, wie man einen Türkranz selber machen kann, und hier Inspiration für selbstgebastelte Fensterdeko für Weihnachten.
Weihnachtsbaum im Topf
Christbäume im Topf dürfen nach den Festtagen weiterleben. Entweder werden sie in den eigenen Garten ausgepflanzt oder man lässt das gemietete Bäumchen von der Gärtnerei wieder abholen, z. B. von greentree.at. Tipp für den Kauf: Fichten bilden flache Wurzeln und eignen sich daher besser für das Leben im Topf als eine Nordmanntanne mit ihren Pfahlwurzeln. Eine Zwergfichte wird im Garten zudem maximal zwei Meter hoch. Und: Je jünger die Pflanze, umso besser die Chancen, dass sie nach ihrem festlichen Einsatz draußen gut anwächst.
Wie pflegt man einen Weihnachtsbaum im Topf? Ein möglichst kühler, heller Stellplatz ohne Luftzug hält den grünen Gast länger frisch und verringert den Nadelverlust. Neben der Heizung oder einem Kachelofen sollte er also keinesfalls aufgestellt werden. Fühlt sich die Erde trocken an, darf man das Bäumchen auch mit etwas Wasser gießen. Die Pflanze sollte aber nicht im Wasser stehen, denn das begünstigt Wurzelfäule. Zusätzlich können die Nadeln mit Wasser aus einer Sprühflasche feucht gehalten werden.
Mit diesen Tricks überleben Zimmerpflanzen den Winter.
Und wie lange hält ein Weihnachtsbaum im Topf? Nach zehn Tagen, maximal zwei Wochen, sollte er wieder ausziehen. Je schneller der Baum wieder an die frische Luft kommt, umso besser und umso größer seine Chancen auf ein Weiterleben nach Weihnachten. Damit der Wechsel aus der Wohnung ins Freie nicht zu abrupt geschieht, sollte der Baum langsam an die niedrigen Temperaturen gewöhnt werden. Daher lieber erst an einer geschützten Stelle an der Hauswand zwischenparken.
Outdoor-Weihnachtsbaum
Eine unkonventionelle Alternative zum Weihnachtsbaum ist ein Outdoor-Christbaum: Dafür wird einfach ein Baum im Garten mit einer Lichterkette geschmückt. Für die Bescherung geht’s dann kurz nach draußen. Oder der Baum, der für diesen besonderen Gastauftritt gewählt wurde, steht in Sichtweite vor der Terrassentür oder dem Wohnzimmerfenster. Wer keinen eigenen Garten hat, kann einen Baum im Freien mit geeignetem Vogelfutter schmücken – achten Sie darauf, keine Bänder, Drähte oder Materialien zurückzulassen.
Christbaumschmuck wiederverwenden, tauschen oder selbst basteln
Kerzen oder Lichterkette: Welche Faktoren spielen eine Rolle?
Aussagekräftige Studien zur Frage, welche Variante mit weniger Energieverbrauch oder Abfall verbunden ist, gibt es nicht. Zu viele Faktoren spielen hier hinein: Aus welchem Material sind die Kerzen? Wie lange werden sie angezündet? Wie oft wird die Lichterkette eingeschaltet? Sind die Lichter aus Glühbirnen oder Leuchtdioden, also LED? Läuft die Lichterkette mit Ökostrom?
Allein aus Sicherheitsgründen entscheiden sich viele Menschen, insbesondere wenn sie Weihnachten mit Baby oder Kleinkind feiern, für künstlichen Kerzenschein statt für offene Flammen. Wichtig beim Kauf: LED-Lichterketten verbrauchen je nach Modell weniger Energie als Lichterketten mit kleinen Glühbirnen. Achten Sie auf die Angaben zu Leistung und Energieverbrauch auf der Verpackung. Zudem sollte die Lichterkette mit einem Stecker ans Stromnetz angeschlossen sein oder mit einem wiederaufladbaren Akku betrieben werden. Bei batteriebetriebenen Lichterketten müssen leere Batterien getrennt gesammelt und fachgerecht entsorgt werden.
Hier finden Sie fünf Tipps, mit denen Sie im Alltag Stromverbrauch prüfen und reduzieren können.
Wer auf echten Kerzenschein nicht verzichten möchte, kann Kerzen aus Raps- oder Sojawachs wählen und auf Herkunfts- sowie Inhaltsstoffangaben achten. Paraffin wird aus fossilen Rohstoffen gewonnen. Übrigens lassen sich Kerzen sogar in Eigenproduktion herstellen – zum Beispiel aus Wachsflocken aus in Europa angebautem Raps oder Soja, z. B. über kerzenkiste.de.
Secondhand-Schmuck für den Weihnachtsbaum
Lametta wird häufig nur kurz genutzt. Wer vorhandenen Schmuck weiterverwenden möchte, kann auf Vintage-Schmuck, Tauschbörsen oder bereits vorhandene Deko zurückgreifen. Vielleicht hat ja Oma auf dem Dachboden noch Kartons mit altem Vintage-Baumschmuck, der seit Jahren auf seinen großen Auftritt wartet? Auch auf Flohmärkten oder Online-Börsen findet man kistenweise gebrauchten Christbaumschmuck. Oder man fragt in der Familie oder im Freundeskreis herum, ob man einen Baumschmuck-Tausch organisiert – so gibt’s jedes Jahr Abwechslung bei der Weihnachtsdekoration.
DIY-Ideen für den Christbaumschmuck
Essbarer Baumbehang wie Lebkuchen oder Windringerl kann eine Alternative zu neu gekauftem Baumschmuck sein. Wer ein geschicktes Händchen hat, kann Sterne aus Stroh oder Papier selbst basteln. Getrocknete Orangenscheiben oder Zimtstangen machen auf dem Weihnachtsbaum ebenso eine gute Figur. Auch in der Natur finden sich viele hübsche Sachen, die mit wenig Aufwand ein festliches Gewand bekommen: Kiefernzapfen können mit Schleifen aus Stoffresten verziert werden.
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Wohin mit dem Weihnachtsbaum nach dem Fest?
Wie der Christbaum nach den Festtagen verwertet oder entsorgt wird, macht einen Unterschied. Bei der Zersetzung organischer Materialien kann Methan entstehen. Wie Weihnachtsbäume entsorgt werden, hängt von den regionalen Sammel- und Verwertungswegen ab. Bei der energetischen Verwertung wird CO₂ freigesetzt. Für die Gesamtbewertung spielen zusätzlich Anbau, Transport und regionale Verwertung eine Rolle.
Verwerten für den Garten
Nicht dekorierte und für die Gartenverwendung geeignete Weihnachtsbäume können weiterverwendet werden: Die Zweige eignen sich zum Beispiel als Frostschutzabdeckung auf Beeten oder geschreddert als Mulch.
Baumspende
Manche Zoos, Bauernhöfe oder Förster nehmen abgeschmückte Weihnachtsbäume an, wenn sie den jeweiligen Anforderungen entsprechen. Fragen Sie vorher nach, ob und welche Bäume angenommen werden. Die gespendeten Bäume sollten komplett abgeschmückt sein, die Nadeln dürfen nicht mit Wachs verschmutzt sein.
Apropos Baumspende: Einige Organisationen bieten Baumspenden an. Informieren Sie sich vorab über Projektstandort, Baumart, Pflege und Nachweise zur Pflanzung, z. B. über wald4leben.at, klimaschutzwald.at oder regenwald.at. Eine Baumspende kann ein separates Naturschutz- oder Aufforstungsprojekt unterstützen. Sie ersetzt keine Berechnung oder den Ausgleich der Umweltauswirkungen des Weihnachtsfestes.